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Vegetarische und vegane Ernährung

Eine bewusste Ernährung wird für uns immer wichtiger. Besonders das Interesse an vegetarischer und veganer Ernährung ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Warum diese Ernährungsmodelle besser sind als ihr Ruf.

Für Ihre Gesundheit

Bewusste Ernährung

In den letzten Jahrzehnten hat sich unser Bewusstsein für unsere Ernährung stark verändert. Wir essen bewusster und schon lange wandert nicht mehr alles in unseren Einkaufwagen, was uns auf den ersten Blick vielleicht anspricht.

Wir achten vermehrt auf unsere Ernährung, da eine gesunde Lebensweise für uns einen bedeutenden Stellenwert einnimmt.

Skandale um Massentierhaltung und mit Antibiotika belastetes Fleisch haben viele Menschen zum Umdenken bewegt. Immer mehr entscheiden sich bewusst für eine Ernährungsumstellung und verzichten auf tierische Erzeugnisse.

Vegetarische oder auch vegane Ernährung liegt im Trend. Aber auch Übergewicht und Lebensmittelallergien sorgen für eine Neuorientierung. Die Gründe sind vielfältig. Doch ob nun Vegetarier oder Veganer, eine Umstellung der Ernährung hat meist auch eine Veränderung der bisherigen Gewohnheiten zur Folge.

Die Entscheidung, was in den Einkaufskorb wandert ist entscheidend.

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Alternatives Essen – Ernährungsmodelle sind besser als ihr Ruf

Essen soll nicht nur gesund sein, sondern auch Genuss bleiben.

Der kleine Unterschied

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Gruppierungen, die sich unterschiedlich ernähren. Am bekanntesten sind die Veganer und Vegetarier, die zudem noch in Ovo-Lacto-Vegetarier und Lacto-Vegetarier unterschieden werden.

  • Ovo-Lacto-Vegetarier sind diejenigen, die man gemeinhin als Vegetarier bezeichnet. Sie verzichten auf Fleisch. Neben Gemüse und Obst stehen aber auch Milcherzeugnisse mit auf dem Speiseplan.
  • Lacto-Vegetarier hingegen lehnen Fleisch- und Fischprodukte ab und essen darüber hinaus auch keine Eier.
  • Veganer verzichten ganz auf tierische Produkte. Sie essen weder Fleisch noch Fisch, Milcherzeugnisse, wie z. B. Käse und Joghurt, oder andere Produkte tierischer Herkunft, wie z.B. Gelatine.

Fleischverzicht aus Überzeugung

Vegetarier und Veganer hatten es in der Vergangenheit oft nicht leicht. Ihre veränderten Essgewohnheiten werden häufig belächelt und nicht selten als unnatürlich bezeichnet, der Mensch sei doch schließlich ein „Fleischfresser“. Doch seit einigen Jahren entscheiden sich ganz bewusst immer mehr Menschen für dieses Ernährungsmodell. Während zunächst der Schutz der Tiere im Vordergrund stand, spielen mittlerweile auch andere Faktoren eine Rolle.

Viele tendieren zum Fleischverzicht, weil für sie die Tötung eines anderen Lebewesens und die Massentierhaltung ethisch nicht vertretbar sind. Aber auch der bei der Zucht verstärkte Einsatz von Antibiotika stellt immer häufiger einen Grund dar.

  

Viele befürchten hierin eine Gesundheitsgefährdung. Neben ethischen Bedenken sind natürlich auch physische Ursachen und Zivilisationskrankheiten, wie Lebensmittelallergien und Übergewicht, der Anlass für eine Ernährungsumstellung.

So eine doch drastische Änderung der Essgewohnheiten geht häufig mit einer grundlegenden Lebensumstellung einher. Gerade diejenigen, die sich nicht allein wegen gesundheitlicher Gründe entscheiden, auf Fleisch zu verzichten, stellen häufig ihr Leben komplett um. Sie verzichten beispielsweise auf das Tragen von Echtlederbekleidung und achten verstärkt auf die Inhaltsstoffe von Medikamenten.

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Beginn einer neuen Lebensmittel-Epoche

Lebensmittelbranche im Umbruch

Bei Restaurantbesuchen war das Angebot für Veganer und Vegetarier meist sehr begrenzt; neben dem klassischen Salat oder dem Gemüsegratin gab es kaum Alternativen. Aber der Markt reagiert: Immer mehr Supermärkte und auch viele Gastronomiebetriebe passen sich den veränderten Essgewohnheiten der Menschen an.

Das Angebot an veganen und vegetarischen Gerichten auf Speisekarten und in den Kühlregalen nimmt zu – vor allem in den Städten. In ländlichen Regionen trifft man dagegen oft noch auf Unverständnis.

Skepsis und Vorurteile herrschen immer noch hinsichtlich einer ausgewogenen Nährstoffversorgung. Vielfach vertretene Meinung: Veganer und Vegetarier würden über kurz oder lang an einer Unterversorgung leiden. Besonders hartnäckig hält sich der Irrglaube, Vegetarier würden durch den Verzicht auf Fleisch nicht genügend Proteine zu sich nehmen.

Diese Annahme ist so nicht ganz richtig, denn neben Fleisch gibt es viele weitere Nahrungsmittel, die dem Körper Proteine liefern. Es ist durchaus möglich, seinen Proteinbedarf durch eine rein pflanzliche Ernährung zu decken.

 

Gute Proteinlieferanten sind beispielsweise:  Milch- und Sojaprodukte sowie Getreide und Hülsenfrüchte.
Aber: Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Kost ist anzuraten.

Auch andere lebensnotwendige Stoffe, wie z. B. Beta-Carotin, Omega-3-Fettsäuren sowie die Mineralstoffe Magnesium und Kalium können dem Körper durch alternative Lebensmittel zugeführt werden. Studien haben gezeigt, dass Menschen beider Lebensstile – ganz gleich, ob sie sich vegetarisch oder gar vegan ernähren - mit allen Nährstoffen gut versorgt sind. Lediglich bei den Stoffen Vitamin B12, Vitamin D und Jod muss durch eine gezielte Produktauswahl einem Mangel entgegengesteuert werden, da sie hauptsächlich oder zumindest in höherem Maße in tierischen Produkten vorkommen.

Positiver Nebeneffekt der Ernährungsumstellung: Zahlreiche Studien u.a. von der University of Oxford belegen, dass Vegetarier und Veganer durch eine geringere Fettaufnahme und einer höheren Zufuhr an bioaktiven Substanzen seltener an Übergewicht und anderen Erkrankungen leiden. Darüber hinaus stärkt diese Umstellung meist auch das Bewusstsein für eine gesündere Ernährung generell. Häufige Folge ist eine gezieltere Auswahl an Lebensmitteln und eine gesündere Lebensweise.

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Gesunde Lebensumstellung

Gesünder leben

Wie bereits beschrieben, droht keine Fehl- oder Mangelernährung. Dennoch ist eine gezielte Lebensmittelauswahl anzuraten, um möglichen Mangelerscheinungen vorzubeugen.

Durch die reduzierte Aufnahme von Stoffen wie gesättigten Fettsäuren und Cholesterinen ist anzunehmen, dass sich Vegetarier und Veganer im Allgemeinen gesünder ernähren. Die verringerte Aufnahme dieser Stoffe kann sich zudem begünstigend auf die Gesundheitsprophylaxe auswirken. Das Risiko, an Krankheiten wie Diabetes mellitus, Hirninfarkten, Herzleiden oder Krebs zu erkranken, kann dadurch gemindert werden. Damit einhergehend steigt nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Lebenserwartung.

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