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10 goldene Regeln

Ein Rezept gegen das Älterwerden an sich gibt es leider nicht, wohl aber Tipps für ein gesundes Altern.

Wir verraten Ihnen die zehn wichtigsten Regeln von Prof. Dr. Andreas Kruse, Direktor des Institus für Gerontologie, Heidelberg.

Die hohe Kunst des Älterwerdens

Gesund altern

Prof. Dr. Andreas Kruse, renommierter Altersforscher an der Universität Heidelberg, hat eine Reihe von Vorgaben für ein gesundes Älterwerden entwickelt. Diese wurden 2004 von der Arbeitsgruppe „Gesund altern“ des Deutschen Forums Prävention und Gesundheitsförderung aktualisiert. Wir haben diese Regeln für Sie in zehn einfachen Leitsätzen zusammengefasst.

Die eigenen vier Wände verlassen und mit beiden Beinen im Leben stehen.

Tipps für gesundes Älterwerden

1. Ein positives Leben führen

Es ist nie zu spät, einen gesundheitsbewussten sowie körperlich und geistig aktiven Lebensweg einzuschlagen. Durch die positive Veränderung Ihres Lebensstils können Sie auf vorhandene Risikofaktoren einwirken. Stoffwechselstörungen, Bluthochdruck, Übergewicht oder durch vermehrte Sonnenbäder verursachte Hautkrebsrisiken und deren schädliche Einflüsse auf Ihre Gesundheit lassen sich so minimieren.

2. Neues kennenlernen

Bleiben Sie auch im Alter offen für ein ereignisreiches Leben. Sie können Ihre Fertigkeiten und Interessen erweitern, zu neuen Einsichten kommen und zu einem neuen Umgang mit Anforderungen des Lebens finden. Bewahren Sie sich die Fähigkeit, sich an schönen Dingen im Alltag zu erfreuen, und beharren Sie nicht auf alten Gewohnheiten. Allein dadurch werden Sie sich gesünder und fitter fühlen.

3. Vorbereitung auf das Älterwerden

Setzen Sie sich rechtzeitig mit der Frage auseinander, wie Sie Ihr Leben im Alter gestalten möchten. Bereiten Sie sich gedanklich auf unvermeidbare Veränderungen vor, z. B. auf den Rentenbeginn oder den Auszug der Kinder. Fragen Sie sich außerdem, wie Sie auf die neuen Chancen und Herausforderungen reagieren werden und diese für sich nutzen können.

4. Aktiv bleiben

Suchen Sie nach Aufgaben, die Sie ansprechen und herausfordern. Ermüden Sie nicht mit den Jahren, sondern setzen Sie auch weiterhin auf Aktivität, selbst wenn es manchmal Überwindung kostet. Wie wäre es mit einem Sprachkurs, einem Wellnesswochenende, einer Radtour mit Freunden oder einem Theaterabonnement – um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

5. Verantwortung gegenüber sich selbst

Achten Sie also auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung. Frische Kost und frische Luft sind wesentliche Voraussetzungen für ein gesundes Älterwerden. Meiden Sie Alkohol, Nikotin und andere Suchtmittel und nehmen Sie nicht unnötig Medikamente zu sich. Setzen Sie sich außerdem keinen längeren körperlichen und mentalen Stressphasen aus.

6. Kontakt zur Umwelt pflegen

Älter werden bedeutet nicht automatisch, einsamer zu werden. Beschränken Sie Ihr Sozialleben nicht nur auf die Familie, sondern pflegen Sie den Kontakt mit Nachbarn, Freunden und Bekannten. Gerade der Umgang mit jüngeren Menschen bietet zahlreiche Möglichkeiten zu gegenseitiger Anregung und Bereicherung. Auch eine gesunde, vertrauensvolle und zärtliche Partnerschaft trägt natürlich zum Wohlbefinden bei.

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7. Leistungsfähigkeit fördern

Fördern Sie Ihre körperliche Leistungsfähigkeit, indem Sie sich ausreichend bewegen und Sport treiben, ohne sich dabei zu überanstrengen. Die Durchblutung des Körpers wird gefördert, der Bewegungsapparat bleibt elastisch und kräftig. Ihr Arzt berät Sie gern, welche Art des körperlichen Trainings für Sie die richtige ist. Und vergessen Sie nicht: In der Gruppe oder im Verein macht es doppelt so viel Spaß.

8. Vorsorgemaßnahmen nutzen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, was Sie für die Erhaltung Ihrer Gesundheit tun und wie Sie zu einem gesunden Altwerden beitragen können. Informieren Sie sich über präventive Angebote in Ihrem Betrieb oder Wohnumfeld, um körperliche Fehlbelastungen zu reduzieren und übermäßigem Stress entgegenzuwirken. Nutzen Sie auch die Früherkennungsangebote Ihrer Krankenkasse oder Krankenversicherung.

9. Krankheiten bekämpfen

Auch wenn im Alter vieles beschwerlicher wird oder langsamer vonstattengeht: Allein deswegen büßen wir nicht an Gesundheit ein. Ebenso wenig verlieren wir die Fähigkeit zu einer selbstständigen Lebensführung. Wenn dennoch Erkrankungen auftreten, sollte ein Arzt die erste Anlaufstelle sein. Denn eine frühzeitige Diagnose bedeutet in der Regel eine erfolgreichere Therapie.

10. Um Hilfe bitten

Wenn Sie hilfs- oder pflegebedürftig geworden sind, suchen Sie nach einer Unterstützung, die Ihnen möglichst viel Eigenverantwortung lässt. In belastenden Situationen sollten Sie sich fragen, wie Sie mit der Belastung am besten fertig werden. Trauen Sie sich in jedem Fall, um Hilfe zu bitten – aber auch diese abzulehnen, wenn Sie sich dadurch in Ihrer Selbstständigkeit beeinträchtigt fühlen.

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