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Erkältungen vorbeugen

Laufende Nasen, Halsschmerzen, Husten: Winterzeit ist Erkältungszeit. Doch mit ein paar einfachen Maßnahmen können Sie das Ansteckungsrisiko verringern.

Alle Jahre wieder!

Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Co.

Alle Jahre wieder: Husten, Schnupfen, Heiserkeit – im Schnitt erkranken Erwachsene zwei bis vier Mal im Jahr an einer Erkältung. Kinder bringen noch viel häufiger entsprechende Infekte aus dem Kindergarten oder der Schule mit nach Hause.

Erkältungen sind in der Regel nicht bedrohlich. Dennoch sind die Symptome einer Erkältung, wie Husten, Halsschmerzen oder Schnupfen, unangenehm und lästig. Es gibt Maßnahmen, um das Risiko einer Ansteckung zu verringern, um so besser und gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen.

Was ist überhaupt eine Erkältung?​

Der Begriff „Erkältung“ ist die medizinische Bezeichnung einer akuten Infektion der oberen Atemwege. Eine Bezeichnung, die medizinisch als Infektion der oberen Atemwege klassifiziert wird. Somit fasst man Symptome und Beschwerden zusammen, die durch eine Infektion der oberen Atemwege (Nase, Mund und Rachenraum) entstehen. Verursacht werden solche Infekte durch Viren. Neben Symptomen wie Husten, einer verstopften oder laufenden Nase und Halsschmerzen kann es auch zu Mattheit, Kopfschmerzen oder leicht erhöhter Temperatur kommen.

In der Regel gelingt es dem Immunsystem, solche Infekte gut zu bekämpfen: die meisten Symptome dauern nicht länger als eine Woche an. Lediglich der Husten ist oft etwas hartnäckiger. Die durch Viren verursachte Erkältung kann neben dem eigentlichen Infekt auch die Ausbreitung von bakteriellen Entzündungen in den Atemwegen begünstigen.

Erkältungen werden auch „grippaler Infekt“ genannt, unterscheiden sich jedoch von einer richtigen Grippe (Influenza) in einigen Punkten.

  • Die Grippe tritt plötzlicher und heftiger auf als eine „Erkältung“
  • Sie geht meist mit hohem Fieber und starker Abgeschlagenheit einher
  • Es besteht ein Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf, vor allem bei Säuglingen/Kleinkindern, Schwangeren oder älteren Personen

Sowohl Erkältung als auch Grippe lassen sich nicht mit Antibiotika behandeln – denn diese wirken lediglich gegen Bakterien und sind somit gegen die Grippe- und Rhinoviren nutzlos. In manchen Fällen kann es wie bereits erwähnt jedoch zu bakteriellen Infektionen kommen, die zusätzlich zum eigentlichen viralen Infekt entstehen (sog. Bakterielle Superinfektion), diese können dann mit entsprechenden Antibiotika behandelt werden.

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Hat es Sie bereits erwischt?
Lesen Sie bei uns, welche Hausmittel gegen Schnupfen helfen.

Warum kann man nicht gegen Erkältungen impfen?

Es gibt eine Vielzahl von Viren, die Erkältungen auslösen können. Zudem verfügen Viren über die Fähigkeit zur schnellen Mutation (Möglichkeit zur Veränderung). Sie können ihr „Aussehen“ und ihre Struktur schnell verändern. Vom „Erkältungsvirus“ (Rhinovirus) sind über 200 verschiedene Typen bekannt, die sich ständig verändern. In der Regel funktionieren Impfungen, indem das Immunsystem mit abgeschwächten Krankheitserregern konfrontiert wird und dadurch lernt, diese zu erkennen und zu bekämpfen. Auf Grund der Vielzahl von verschiedenen Erkältungsvirus-Typen und ihrem schnellen Wandel ist es eine Herausforderung einen Impfstoff zu entwickeln

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Grippeschutzimpfung
Gegen die „echte Grippe“ (Influenza) gibt es bereits jährlich aktualisierte Impfstoffe. Die ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch Instituts empfiehlt eine Impfung vor allem für Menschen bei denen ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe besteht: Menschen über 60 Jahre, Schwangere, chronisch Kranke sowie Immungeschwächte. Auch Mitarbeiter im Gesundheitswesen sollten sich impfen lassen. Davon unabhängig steht jedem die Impfung kostenlos zu.

Impfungen

In unserem Gesundheitsmagazin informieren wir Sie umfangreich über das Thema Impfungen

Beugen Sie vor

So schützen Sie sich vor Erkältungen

Wer eine Erkältung vermeiden will, muss eine Ansteckung verhindern. Erkältungsviren verbreiten sich über eine Tröpfcheninfektion. Das bedeutet, dass die Krankheitserreger beim Niesen, Husten oder Sprechen durch kleinste Speicheltröpfchen in die Luft gelangen. Diese Tröpfchen können sich auch auf Oberflächen und Gegenständen ablagern. Über direkten Kontakt oder über die Hände können sie so an die Schleimhäute der oberen Atemwege gelangen und dort einen Infekt verursachen.


Um eine Ansteckung zu vermeiden sind daher vor allem Hygienemaßnahmen unerlässlich. Wir haben für Sie die wichtigsten Tipps zusammengefasst:

Händewaschen

In der Regel gelangen die Erreger durch die Hände an die Schleimhäute von Mund und Nase. Gemeinsam genutzte Griffe in Bus und Bahn, Händeschütteln – im Alltag kommen unsere Hände mit vielen Oberflächen in Kontakt. Oberflächen, die möglicherweise Erkältungsviren tragen. Daher ist die wichtigste Hygienemaßnahme um eine Erkältung zu vermeiden regelmäßiges und gründliches Händewaschen. Hierdurch lässt sich die Zahl der Krankheitserreger an unseren Händen auf bis zu einem Tausendstel reduzieren!

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Unsere Hände kommen im Alltag „viel rum“. Dementsprechend sind sie auch vielen Verunreinigungen, Bakterien oder Viren ausgesetzt. Daher ist es wichtig, sich häufig und gründlich die Hände zu waschen. Doch wie wäscht man sich die Hände richtig? Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zeigt in einem Video, was es zu beachten gilt.

Abstand halten

Halten Sie Ihre Hände möglichst von Ihrem Gesicht fern. So lassen Sie Krankheitserreger gar nicht erst in die Nähe Ihrer Schleimhäute von Mund und Nase kommen.

Halten Sie auch Abstand von bereits Erkrankten, verzichten Sie nach Möglichkeit auf direkten Körperkontakt. Achten Sie zudem darauf, nicht aus Gläsern, Tassen oder Flaschen zu trinken, aus denen bereits andere Menschen getrunken haben.

Lüften Sie regelmäßig

Regelmäßiges gründliches Durchlüften von Wohn- und Arbeitsräumen verringert die Anzahl von Erregern in der Luft. Besonders wenn Sie sich Räume mit Erkrankten teilen, sollten Sie regelmäßig frische Luft hereinlassen. Dies hilft, gerade in der Heizsaison, auch gegen eine Austrocknung der Schleimhäute der oberen Atemwege – was diesen wiederum bei der Abwehr von Krankheitserregern hilft.

Bei Erkältung

Wenn es Sie bereits erwischt hat

Leiden Sie bereits an einer Erkältung sollten Sie auch bestimmte Dinge berücksichtigen, um Menschen in Ihrem Umfeld nicht anzustecken. So sollten Sie sich an die „Husten-Etiquette“ halten. Dies bedeutet:

  • Halten Sie beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Menschen!

  • Benutzen Sie Taschentücher nur ein Mal und entsorgen Sie sie direkt im Anschluss in einen Mülleimer mit Deckel

  • Husten oder Niesen Sie nicht in Ihre Hände. Sollten Sie gerade kein Taschentuch zur Hand haben, halten Sie sich die Armbeuge vor Nase und Mund.

  • Waschen auch Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände!

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Viele Menschen versuchen sich durch die Einnahme von hochdosiertem Vitamin C vor Erkältungen zu schützen. Studien zeigen jedoch, dass dies für die Allgemeinheit nicht funktioniert. Lediglich die Erkrankungsdauer kann so in einigen Fällen minimalst verkürzt werden. Dieser Effekt tritt jedoch nicht ein, wenn erst mit Beginn der Erkrankung auch mit der Einnahme von entsprechenden Präparaten begonnen wird. Unklar ist bisher, ob  bei einer Behandlung mit höheren Dosierungen unter Umständen stärkere Effekte erzielt werden könnten.

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Informationen, wie Sie Ihre Abwehrkräfte anderweitig unterstützen und stärken können lesen Sie in unserem PLUS von AXA.

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