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Hautkrebsvorsorge

Es gibt diverse Hautkrebsarten, die eine unterschiedliche Behandlung erfordern. Die Früherkennung der Erkrankung spielt eine wichtige Rolle, denn je früher sie erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Erfahren Sie hier, was Sie zu Ihrem Schutz beitragen können.

Ursachen liegen weit zurück

Schenken Sie Ihrer Haut Aufmerksamkeit

Jedes Jahr erkranken in Deutschland fast 250.000 Menschen an Hautkrebs. Meist tritt die Erkrankung ab dem 60. Lebensjahr auf, doch die Ursachen liegen oft Jahrzehnte zurück. Neben der genetischen Veranlagung und dem Hauttyp sind häufige und starke Sonnenbrände in der Kindheit einer der Hauptrisikofaktoren für die Entstehung von Hautkrebs.

Der tägliche Schutz unserer Haut – bereits in jungen Jahren – ist also ein wichtiger Bestandteil der Hautkrebsvorsorge. Zusätzlich sollten Sie Ihrer Haut Aufmerksamkeit schenken.
Worauf Sie bei der Untersuchung Ihrer Haut achten sollten und wie eine Hautkrebsvorsorgeuntersuchung bei Ihrem Arzt abläuft, lesen Sie hier.
 

Früherkennung ist entscheidend

Unsere Haut erfüllt wichtige Aufgaben

Die Haut ist das größte Organ unseres Körpers. Die Haut ein Organ? Durchaus, denn sie erfüllt wichtige Aufgaben, ohne die das Leben nicht möglich wäre. So spielt die Haut eine entscheidende Rolle in der Regulation von Körpertemperatur und Flüssigkeitshaushalt. Wichtige Stoffwechselvorgänge spielen sich hier ab und nur mit ihrer Hilfe können wir Dinge ertasten und Schmerz empfinden.

Darum sollte es selbstverständlich sein, sorgsam mit ihr umzugehen und auf Veränderungen zu achten. Diese können im schlimmsten Fall nämlich auf eine bösartige Erkrankung hindeuten. Bei der Diagnose Hautkrebs ist ein früher Therapiebeginn entscheidend für die Heilungschancen. Grund genug, sich mit dem Thema der Hautkrebsvorsorge zu beschäftigen.

Hautkrebs – Melanom, Basaliom und Spinaliom

Wenn Körperzellen unkontrolliert wachsen, entsteht Krebs. Im Falle der Haut sind meist drei verschiedene Zellarten Ursprung der bösartigen Veränderungen:

Das maligne Melanom

Das maligne Melanom, oder auch der schwarze Hautkrebs, entsteht aus den Pigmentzellen der Haut, den sogenannten Melanozyten.
Melanome können überall an der Haut, den Schleimhäuten und auch an der Bindehaut des Auges auftreten. Das Erscheinungsbild der Melanome ist recht unterschiedlich. Flache, dunkle Flecken, ähnlich einem Muttermal, können ebenso auf schwarzen Hautkrebs hindeuten wie schwarzbräunliche Knoten.
Maligne Melanome neigen zur Bildung von Tochtergeschwülsten, wodurch eine Heilung erschwert wird.

Das Basalzellkarzinom

Das Basalzellkarzinom (Basaliom) gehört zur Gruppe des weißen Hautkrebses und ist der häufigste bösartige Hauttumor. Ursprung des Tumors sind die sogenannten Keratinozyten. Dabei handelt es sich um hornproduzierende Zellen, die einen großen Anteil der obersten Hautschicht ausmachen. Basaliome entstehen vor allem dort, wo der Körper dem Licht ausgesetzt ist. Zu 90% ist der Kopf betroffen. Meist findet sich ein halbkugeliger, perlmuttartig schimmernder Knoten, der eventuell zusätzlich von kleinen Äderchen durchzogen ist. Basaliome bilden so gut wie nie Metastasen, sondern wachsen langsam an Ort und Stelle. Die Heilungschancen sind deswegen meist sehr gut.

Das Plattenepithelkarzinom

Das Plattenepithelkarzinom, welches auch Spinaliom genannt wird, wird ebenfalls zum weißen Hautkrebs gezählt. Der Tumor entsteht aus der obersten Zellschicht der Haut, dem Plattenepithel. Auch hier ist meist das Gesicht, speziell die Unterlippe betroffen. Plattenepithelkarzinome können unter anderem aber auch an Unterarmen und Händen oder an Schleimhäuten auftreten. Das Aussehen kann unterschiedliche Formen annehmen. Häufig entsteht jedoch zunächst eine leicht erhabene plattenartige Hautveränderung. Oft ist die betroffene Stelle leicht verletzlich, sodass Blutungen auftreten können und im Verlauf Krusten entstehen. Nur selten entstehen Metastasen, weswegen die operative Entfernung die Therapie der Wahl darstellt.

So sorgen Sie vor

Wie kann ich mich vor Hautkrebs schützen?

Bei der Entstehung von Hautkrebs spielen viele Faktoren eine Rolle. Manche davon, wie z.B. der Hauttyp und die Anzahl der Muttermale, lassen sich nicht beeinflussen, andere wiederum schon. Es gibt gleich eine ganze Reihe an Dingen, die man tun kann, um das eigene Hautkrebsrisiko zu senken.
Einer der Hauptrisikofaktoren für die Entstehung von Hautkrebs ist UV-Strahlung.
Es gilt also ein paar Regeln zu beachten:

  • Schützen Sie Ihre Haut vor UV-Strahlung. Das Meiden von direkter Sonnenstrahlung stellt den besten Schutz dar. Aber auch das Tragen von langer Kleidung reduziert die Belastung durch UV-Strahlen. Körperstellen, die nicht bedeckt werden können, sollten durch Sonnencreme geschützt werden. Achten Sie hierbei auf einen hohen Lichtschutzfaktor und darauf, eine möglichst dicke Schicht aufzutragen.
  • Lassen Sie es nicht zu einem Sonnenbrand kommen. Häufige und schwere Sonnenbrände, gerade in der Kindheit und Jugend, lassen das Hautkrebsrisiko ansteigen
  • Meiden Sie die große UV-Strahlenbelastung der Mittagssonne. Aktivitäten im Freien sollten in die Morgen- und Abendstunden verlegt werden.
  • Meiden Sie Solarien. Auch unter der Sonnenbank ist die Haut krebserregenden UV-Strahlen ausgesetzt. Beginnt man vor dem 35. Lebensjahr mit regelmäßigen Besuchen im Sonnenstudio, so steigt das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, um 75%!
  • Denken Sie auch an Ihre Augen! Eine Sonnenbrille mit UV-Filter schützt Ihre Augen vor möglichen Schäden durch Sonnenstrahlen.
  • Üben Sie einen Beruf aus, bei dem Sie sich viel im Freien aufhalten? Gerade dann sollten Sie auf geeignete Kleidung und die Verwendung von Sonnencreme Wert legen.

Neben der UV-Strahlung kann der häufige Kontakt zu Arsen oder Teer, gerade im Beruf, zu weißem Hautkrebs führen. Auch im Bereich von Narben und in Hautgebieten, die einer Strahlentherapie ausgesetzt waren, wird gehäuft die Entstehung von Hautkrebs beobachtet.

Wer sollte besonders auf seine Haut aufpassen?

  • Menschen mit hellem Hauttyp und blondem oder rötlichem Haar neigen zu Sonnenbränden. Auch wer viele Sommersprossen und Muttermale hat, sollte Acht geben.
  • War man selbst oder Verwandte 1. Grades bereits an Hautkrebs erkrankt, so besteht ein erhöhtes Hautkrebsrisiko.
  • Wenn Sie viele oder besonders große angeborene Muttermale haben, sollten Sie diese gut im Auge behalten und bei Veränderungen einen Arzt aufsuchen.
  • Eine Immunsuppression kann Folge einer Erkrankung sein oder durch Medikamente im Rahmen einer Therapie hervorgerufen werden. Unter diesen Bedingungen steigt das Risiko für die Entwicklung von Hautkrebs stark an.

Auch wenn diese Punkte nicht auf Sie zutreffen, jeder ist gefährdet, an Hautkrebs zu erkranken. Versuchen Sie also, die oben genannten Tipps zu beachten und in Ihren Alltag zu integrieren.

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Hautkrebs erkennen

Regelmäßige Kontrollen

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann die Entstehung von Hautkrebs nicht immer verhindert werden. Entscheidend für die Heilungschancen ist der Therapiebeginn in einem möglichst frühen Stadium der Erkrankung.

Was kann ich also tun, um Veränderungen meiner Haut früh zu erkennen? Hier gilt, dass nur derjenige etwas bemerken kann, der seine Haut beobachtet. Führen Sie doch ein neues Badezimmerritual ein: Einmal im Monat sollten Sie Ihre komplette Haut begutachten und nach Farbveränderungen, Knötchen und Erhebungen Ausschau halten. Betrachten Sie auch Ihre Muttermale. Ist deren Form, Farbe und Größe gleich geblieben oder hat sich etwas verändert? Um wirklich die komplette Haut zu erfassen, können Sie zum Beispiel einen Spiegel zur Hilfe nehmen. So erreichen Sie auch schwer zugängliche Stellen wie Ihren Rücken, das Gesäß und den Genitalbereich.

Sie können auch Ihren Partner mit einbeziehen und sich gegenseitig untersuchen. Zwei Augenpaare sehen meist mehr als nur eines. Haben Sie bei einer Ihrer Selbstuntersuchungen eine Veränderung festgestellt, dann zögern Sie nicht, Ihren Arzt um Rat zu fragen.

ABCDE-Regel

Ein nützliches Hilfsmittel zur Erkennung eines malignen Melanoms ist die sogenannte ABCDE-Regel. Hierbei beurteilt man verdächtige Muttermale oder andere Veränderungen der Haut nach einem bestimmten Schema. Treffen die folgenden Punkte auf eine suspekte Hautveränderung zu, so sollte auf jeden Fall eine ärztliche Abklärung erfolgen:

  • A = Asymmetrie der Hautveränderung. Hautflecken, die nicht rund oder symmetrisch erscheinen, sind auffällig
  • B = Die Begrenzung der Veränderung ist unregelmäßig oder verwaschen.
  • C = Das Colorit, also die Farbe, ist uneinheitlich.
  • D = Der Durchmesser der Veränderung liegt über 5mm
  • E = Erhabenheit über das restliche Hautniveau.

Die Hautkrebsvorsorge beim Arzt

Zusätzlich zu der Selbstuntersuchung haben Männer und Frauen ab dem 35. Lebensjahr die Möglichkeit, alle zwei Jahre eine ärztliche Vorsorgeuntersuchung zur Erkennung von Hautkrebs in Anspruch zu nehmen. Ziel dieser Untersuchung ist es, Hautkrebs in einem möglichst frühen Stadium zu erkennen, um die Heilungschancen zu verbessern.
 
Wie läuft solch eine Hautkrebsvorsorge beim Arzt nun ab? Zunächst einmal erkundigen Sie sich bei Ihrem Hausarzt, Internisten oder Dermatologen, ob dort Hautkrebsvorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden und vereinbaren gegebenenfalls einen Termin.

Im Rahmen der Untersuchung wird Ihr Arzt Ihnen meist einige Fragen zu Ihrem Gesundheitszustand stellen und sich erkundigen, ob Ihnen selbst Veränderungen an Ihrer Haut aufgefallen sind. Oft erhalten Sie zusätzlich noch Verhaltenstipps zum Umgang mit Sonnenlicht und Solarien und eventuell eine Anweisung, wie Sie Ihre Haut selbst untersuchen können.

Ein wichtiger Teil des Hautkrebs-Screenings ist die genaue Untersuchung Ihrer Haut. Haben Sie keine Scheu, sich vollständig zu entkleiden, es ist nur zu Ihrem Vorteil, denn nur so kann der Arzt oder die Ärztin wirklich alle Körperstellen betrachten. Werden hierbei keine verdächtigen Veränderungen gefunden, so ist die Vorsorgeuntersuchung bereits beendet. Fällt doch etwas auf, so wird Ihr Arzt Sie zu einem Dermatologen überweisen, sofern Sie die Untersuchung nicht schon dort haben durchführen lassen. Der Dermatologe, also der Hautarzt, wird Ihre Haut erneut untersuchen.

Stellt er ebenfalls eine verdächtige Hautveränderung fest, wird er dazu raten, eine Gewebeprobe zu entnehmen. Diese wird dann von einem Spezialisten unter dem Mikroskop begutachtet. In einem weiteren Gespräch teilt Ihr Hautarzt Ihnen das Ergebnis der Untersuchung mit.

Was passiert, wenn tatsächlich etwas gefunden wurde? In dem Fall, dass bei Ihnen Hautkrebs diagnostiziert wurde, wird Ihr Arzt ausführlich mit Ihnen über das weitere Vorgehen sprechen.

Das ist unter anderem abhängig von der Art des Krebses, dem Fortschritt der Erkrankung und anderen individuellen Gegebenheiten. Oberste Priorität hat nun die Erstellung eines auf Sie abgestimmten Behandlungsplans, um Ihnen die größtmögliche Chance auf Genesung und ein hohes Maß an Lebensqualität zu ermöglichen.

Die Haut ist der Schutzmantel Ihres Körpers, sie verdient also im Gegenzug auch, dass Sie sie schützen. Der sorgsame Umgang mit Sonnenlicht und die Vermeidung von Solarien tragen einen großen Teil zur Gesunderhaltung der Haut bei. Nehmen Sie sich die oben genannten Ratschläge zu Herzen und achten Sie auf Veränderungen Ihrer Haut. Zögern Sie nicht, einen Arzt um Rat zu fragen und die Hautkrebsvorsorge in Anspruch zu nehmen. So schaffen Sie die besten Voraussetzungen für eine gesunde und intakte Haut.

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