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Zahnprophylaxe

Halten Sie Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch durch eine regelmäßige Zahnpflege funktionstüchtig und gehen Sie mit einem gesunden, strahlenden Lächeln durch den Alltag.

Halten Sie Ihre Zähne gesund

Gesunde Zähne und Zahnfleisch sind das „A“ und „O“

Eine regelmäßige und gründliche Zahnpflege ist das Beste damit Zähne und Zahnfleisch lange gesund bleiben! In der Mundhöhle leben natürlicherweise zahlreiche Bakterien. Diese finden in der feucht-warmen Umgebung gute Lebens- und Wachstumsbedingungen. Diese Besiedelung ist an sich nicht bedenklich, da der Mensch über natürliche Abwehrsysteme verfügt: den Speichel einerseits und die Barrieren zwischen den Zellen an der Oberfläche der Schleimhäute andererseits.

Die regelmäßige richtige Zahnreinigung ist ein weiterer Schritt um übermäßige und schädliche Bakterien im Mundraum abzuwehren. Vor allem die schwerer zu reinigenden Zahnzwischenräume, die Kauflächen sowie die Übergänge zwischen Zahn und Zahnfleisch stellen für Bakterien ideale Verstecke dar, um sich übermäßig zu vermehren.

Gerät das Verhältnis von bakterieller Besiedelung und den Abwehrsystemen des Körpers aus dem Gleichgewicht – Entzündungen oder Karies können auftreten. Dies schadet letztlich der einwandfreien Funktion unseres Kauapparates und verursacht beim Essen Beschwerden. Letztlich kann sich dies negativ auf den ganzen Organismus (z.B. Herzbeschwerden) auswirken.

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Schädigungen von Zahn und Zahnfleisch

Karies entsteht nicht allein durch Bakterien. Vielmehr müssen verschiedene Faktoren zusammenkommen: Mikroorganismen die den Zahn in Form von Plaque besiedeln sowie eine zuckerreiche Ernährung – und dies über einen längeren Zeitraum.

Was versteht man unter Plaque?

Verschiedene Faktoren beeinflussen die Anfälligkeit für Erkrankungen des Kauapparates:

  • Eine zu geringe Speichelproduktion bzw. eine nicht ausreichende Wirksamkeit des Speichels
  • Die genetische Veranlagung
  • Ernährungsgewohnheiten
  • Zusammensetzung der im Mundraum vorhandenen Bakterien

Diese Dinge wirken sich unterschiedlich auf die Gesundheit der Zähne aus. Mindestens ebenso entscheidend: das Wissen um eine korrektere Zahnreinigung und deren Umsetzung.

Unzureichende Reinigung der Zähne führt zu Plaque. Die Beläge auf der Zahnoberfläche beherbergen unter anderem Bakterien, die in der Lage sind, Zucker zu Säuren zu verstoffwechseln. Diese in den Belägen entstehende Säure führt zu einer Entkalkung und somit zu einer Schädigung der Zahnoberfläche. Je nach Intensität und Häufigkeit dieser Angriffe der Zahnoberfläche kann der Abbau durch Wiedereinlagerung von Mineralien aus dem Speichel ausgeglichen werden.

Ist dies nicht der Fall, entstehen Vorstadien von Karies. In solchen Frühstadien können diese Läsionen noch rückgängig gemacht werden. Indem der Zuckerkonsum eingeschränkt und eine sorgfältige Mundhygiene betrieben wird kann sich die erkrankte Schmelzoberfläche des Zahnes regenerieren.  Zusätzlich kann die Anwendung von Fluorid-Präparaten diesen Prozess unterstützen.

Unbehandelt kann sich eine kariöse Schädigung des Zahnes bis in das Zahnmark (Pulpa) hinein ausweiten und ist fortan nicht mehr umkehrbar. Eine zahnärztliche Behandlung um das Fortschreiten der Erkrankung und um den Verlust des Zahnes zu verhindern ist in diesem Stadium nicht zu umgehen.

Nicht nur die Zähne, auch das Zahnfleisch leidet unter den Folgen der Plaque. Schon innerhalb weniger Wochen entstehen durch den Kontakt des Zahnfleischsaums zur Plaque Entzündungen (Gingivitis).

Diese sind zunächst durch gründliche Plaqueentfernung umkehrbar. Bestehen sie länger besteht die Gefahr der Entwicklung einer Parodontitis, einer Entzündung die den Zahnhalteapparat schädigt und letztlich zur Lockerung oder späterem Verlust der Zähne führen kann. Zudem besteht ein Zusammenhang zwischen bestimmten Allgemeinerkrankungen (Herzerkrankungen, Diabetes, rheumatische Erkrankungen) und Paradontitis.

Die Zähne schützen

Die richtige Reinigung

Es gibt zahlreiche verschiedene etablierte Techniken um die Zähne mit der Zahnbürste zu reinigen. Werden sie korrekt ausgeführt, unterscheiden sich die Ergebnisse der einzelnen Techniken kaum. Als Quintessenz der populärsten Methoden lässt sich Folgendes ableiten: Eine Reinigung der Zähne sollte mindestens zweimal täglich erfolgen.

Hierbei sollen die Bürsten der Zahnbürste in einem 45° Winkel zu den Zähnen stehen. Wichtig ist es, nicht zu viel Druck auszuüben. Hilfreich hierfür ist es, die Zahnbürste wie einen Bleistift zu halten. Vor allem die besonders für Plaque anfälligen Stellen – die Kauflächen der Zähne mit ihren Rillen und Furchen, an und unter dem Zahnfleischsaum sowie in den Zahnzwischenbereichen – bedürfen einer gründlichen Reinigung.

Schutz durch Speichel

Ein Mensch produziert etwa 0,6 – 1,5 Liter Speichel pro Tag. Angeregt durch die Nahrungsaufnahme und das Kauen steigt die Produktion. Denn Speichel erfüllt zahlreiche Aufgaben im Mundraum. Zunächst erleichtert er die Nahrungsaufnahme, indem die Speisen gleitfähiger gemacht werden und durch bestimmte Enzyme bereits die Verdauung eingeleitet wird. Auch für die Wahrnehmung des Geschmacks eines Lebensmittels ist der Speichel unerlässlich. Zudem dient er als chemischer Puffer und neutralisiert Säuren. Speichel verfügt außerdem über antibakteriell wirkende Inhaltsstoffe die eine wichtige Schutzfunktion für den Mundraum darstellen.

Zahnseide | Pflegewelt von AXA

Zahnbürste, Zahnseide und Co.

Die Auswahl an Zahnbürsten ist mittlerweile fast nicht mehr zu überschauen. Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung empfiehlt auf Folgendes beim Kauf zu achten:

  • Verwenden Sie Bürsten mit Kunststoff-Borsten. Naturborsten aus Tierhaaren sind aus hygienischen Gründen nicht zu empfehlen.
  • Der Kopf der Bürste sollte nicht zu groß sein, damit Sie bequem jede Stelle im Mund erreichen können.
  • Bürsten, bei denen die Borsten in mehreren Büscheln eingebracht sind, haben sich als besonders geeignet erwiesen.
  • Der Griff der Bürste sollte für Sie gut zu handhaben sein.

Wichtig ist zudem, die Zahnbürste spätestens nach drei Monaten zu wechseln.
Prinzipiell gilt: Elektrische Zahnbürsten reinigen nicht effektiver als eine korrekt angewandte herkömmliche Zahnbürste. Bei motorisch eingeschränkten Menschen oder Personen mit Zahnspangen kann mit ihnen jedoch ein besseres Ergebnis erzielt werden. 

Die Zahnpasta entfaltet ihre Wirkung auf unterschiedlichen Wegen. Zunächst sorgt das in fast allen Zahncremes enthaltene Fluorid dafür, dass der Zahnschmelz besser gegen Säuren geschützt wird. Schmirgelnde (abrasive) Inhaltsstoffe unterstützen die Putzwirkung und Plaqueentfernung. Cremes die speziell zur Aufhellung der Zähne dienen, enthalten vermehrt diese Inhaltsstoffe. Menschen mit freiliegenden oder empfindlichen Zahnhälsen sollten auf eine Zahnpasta mit weniger abrasiven Teilchen zurückgreifen. Zu guter Letzt enthalten Zahncremes schäumende Stoffe, die helfen, Essensreste zu entfernen. Nach dem Zähneputzen sollte der Mund nicht zu intensiv ausgespült werden, damit die Wirkstoffe der Zahnpasta auch weiterhin ihre Wirkung entfalten können.

Fluorid und seine Wirkung

Fluorid unterstützt nicht nur die Remineralisierung des Zahnschmelzes. Es stört zudem den Stoffwechsel mancher säurebildender Bakterien und bildet außerdem, mit Zahnpasta oder mittels Gel aufgetragen, eine Art Schutzfilm um die Zähne. Fluorid kann in Form von fluoridiertem Speisesalz, über manche Mineralwasser, Tabletten oder Zahnpasta, Gels und Mundwassern zugeführt werden. Ihr Zahnarzt kann zudem länger wirksames Fluoridgel bzw. Fluoridlacke beispielsweise auf Zahnhälse auftragen.

Für die Reinigung der schwerer zugänglichen Zahnzwischenräume gibt es verschiedene Hilfsmittel. Neben Zahnseide können auch Zahnzwischenraumbürsten genutzt werden, wobei viele mit Letzteren bessere Ergebnisse erreichen. Sowohl für Zahnseide als auch die Bürsten gilt, dass Sie sich bezüglich Form, Machart und Anwendung der Produkte in Ihrer Zahnarztpraxis beraten lassen sollten.
Zungenschaber entfernen schonend Beläge von der Zungenoberfläche. Dies kann bei der Bekämpfung von Mundgeruch helfen.

Wie wirkt Kaugummi?

Zuckerfreie Kaugummis stellen eine gute Alternative nach dem Essen dar, wenn die Möglichkeit zum Zähneputzen fehlt. Nicht der Kaugummi selbst jedoch reinigt die Zähne. Er wirkt vor allem darüber, dass vermehrt Speichel produziert wird.

Wie wirkt der Kaugaummi? | Pflegewelt von AXA

Zusätzlich zu den genannten Mitteln ist auch eine Anwendung von Mundwassern möglich. Manche Produkte sind zusätzlich mit speziellen Fluoriden angereichert und können so der Kariesvorbeugung dienen. Sinnvoll ist eine Anwendung von antibakteriell wirkenden Mundspüllösungen:

  • Bei festsitzenden Zahnspangen
  • Sowie bei bereits freiligenden Zahnhälsen
  • Nach einer Paradontitis-Behandlung
  • Wenn eine sorgfältige Mundhygiene z.B. aus Krankheitsgründen nicht möglich ist

Zudem stellen sie eine gute Alternative zum Zähneputzen nach dem Verzehr saurer Lebensmittel, wie manchem Obst oder Säften, dar. Denn hat man zuvor Saures zu sich genommen, ist der Schmelz der Zähne bereits angegriffen und das Bürsten könnte kleinste Teile der Schmelzoberfläche herauslösen. Aus diesem Grund sollte nach dem Verzehr stark säurehaltiger Lebensmittel etwa eine halbe Stunde auf das Zähneputzen verzichtet werden.
 
Die Effektivität des Zähneputzens kann man mit Farbtabletten prüfen, die in der Apotheke erhältlich sind. Diese färben verbliebenen Zahnbelag vorübergehend ein und zeigen somit an, wo man in Zukunft etwas gründlicher bürsten sollte.

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Zahnpflege bei Kindern

Kinderzähne gründlich putzen

Gerade Kinderzähne sollten gründlich gereinigt werden, denn ihr Zahnschmelz ist weniger widerstandsfähig als der von Erwachsenen. Sind die ersten Zähne durchgebrochen, sollten diese mindestens einmal am Tag, ab dem zweiten Lebensjahr zweimal am Tag mit Kinderzahnbürste und -pasta geputzt werden.

Ab einem Alter von drei Jahren kann man anfangen, dem Kind schrittweise die Zahnpflege beizubringen. Hauptsache ist, dem Kind wurde spielerisch beigebracht warum Zähneputzen wichtig ist! Hierbei können die Comicfiguren Karius und Baktus von Hilfe sein. Karius und Baktus sind die Hauptfiguren eines norwegischen Zeichentrickfilms, der Kinder zum Zähneputzen animieren soll. Ab der Einschulung sollten Kinder in der Lage sein, alleine die Zähne zu reinigen. Die Bundes­zahn­ärztekammer bietet eine Informationsbroschüre (PDF, 684 KB) zur Zahnreinigung ab dem ersten Milchzahn.

Eine regelmäßige Kontrolle (zweimal im Jahr) der Zähne sollte selbstverständlich sein. Besonders kariesgefährdet sind die bleibenden Backenzähne mit ihren zerfurchten Kauflächen. Dies gilt vor allem in den ersten zwei Jahren nachdem sie das Zahnfleisch durchbrochen haben. Um Karies vorzubeugen kann hier eine sogenannte Fissuren- und Grübchenversiegelung durch den Zahnarzt vorgenommen werden.

Zahnpflege bei Kindern | Pflegewelt von AXA

Vorsorge beim Fachmann

Gerade in der Frühphase sind Karies und Co. kaum zu erkennen und verursachen in der Regel zunächst auch keine Beschwerden. Sie sind dann jedoch noch gut zu behandeln. Daher ist es wichtig, die Zähne regelmäßig vom Zahnarzt kontrollieren zu lassen.

Neben der zahnärztlichen Kontrolle dient auch eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) zur individuellen Vorbeugung von Zahnschäden. Eine solche PZR wird ein- bis zweimal im Jahr durch den Zahnarzt oder speziell geschulte Fachkräfte durchgeführt. Hierbei werden die Zähne umfassend mechanisch gereinigt. Mit verschiedenen Mitteln werden vorhandene Zahnbeläge entfernt. Anschließend werden die Zähne mit einem Flouridlack behandelt. Dies dient dem Schutz des Zahnschmelzes.

Die Kosten für eine PZR werden für die privat Krankenversicherten  der AXA Krankenversicherung und teilweise auch für Versicherte mit einer Zusatzversicherung Zahn übernommen. Falls Sie eine Zahnzusatzversicherung haben, klären Sie bitte vor der PZR Behandlung die Kostenübernahme mit Ihrer Krankenversicherung ab.

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Da freut sich die Zahnfee! Richtige Zahnpflege von Anfang an
Sind die Milchzähne erst einmal ausgefallen, bleiben die nachfolgenden Zähne ein Leben lang. Nur wer putzt als Kind schon gerne Zähne und grübelt über die daraus resultierenden Folgen? Ersparen Sie Ihrem Kind spätere Zahnprobleme.

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