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Im Winter, wie im Sommer

Unabhängig von der Jahreszeit ist Saunen gut für den Körper. Es stärkt die Abwehrkräfte und entspannt die Muskulatur. Darüber hinaus wirkt das Thermalwasser lindernd bei chronischen Gelenkerkrankungen.

Bäder und Thermen

Thermen und Bäder werden seit geraumer Zeit zur Entspannung und Heilung genutzt.

Bereits in der Antike wusste man um die heilende Wirkung heißer Quellen. Badelandschaften bieten heute eine Vielzahl unterschiedlicher Entspannungs-, Schwitz- und Heilbäder an. Wir haben uns die verschiedenen Bädertypen aus aller Welt mal genauer angesehen.

Alles was Sie wissen sollten

Entspannung aus Tradition

Bäder und heiße Quellen haben eine Jahrhunderte alte Tradition und werden seit geraumer Zeit für die Entspannung, die Gesunderhaltung und die Gesundung des Menschen genutzt. Im Laufe der Jahre haben sich dabei die unterschiedlichsten Arten von Bädern entwickelt.

Auch die positiven Eigenschaften von Badehäusern, sog. Thermen, hat man früh erkannt. Bereits in der Antike nutzte man natürliche Quellen zum Baden oder für heilende Zwecke. Aber erst die Römer perfektionierten die Badeanlagen und machten die Körperreinigung zu einem Ereignis.

Zunächst als Mischform aus dem griechischen Bad und einigen Schwitzbädern entstanden, entwickelten sich die römischen Thermen schnell zum Mittelpunkt des öffentlichen Lebens.

  

Der stetige Ausbau der Badeanlagen führte zu einem vielfältigen Angebot wie Massagen, Schönheitspflege und Gymnastik. Viele Anlagen verfügten außerdem über eine Bibliothek, Sportanlagen sowie weitere Räume, die u.a. für den Unterricht genutzt wurden.

Mit der Entwicklung neuer Schwimmbäder und Becken mit unterschiedlich temperierten Gewässern kam auch der Ausbau der Wasserleitungen voran. Viele Thermen waren bereits mit einer eigenen Wasserversorgung ausgestattet. Es gab sogar eine Art Fußbodenheizung. Fußböden und Wände wurden durch ein dahinter liegendes Leitungsnetz, durch das erhitzte Luft strömte, erwärmt.

Zwischen Fango und Massage

Das damals aufkommende Interesse an öffentlichen Bädern führte man auf das verstärkte Bedürfnis nach Sauberkeit zurück. Darüber hinaus erkannte man die gesundheitsfördernde Wirkung der Bäder. Man nutzte den heißen Dampf von Mineral- und Thermalquellen und stattete die Badeanlagen so mit separaten Heilbädern aus.

Was damals gut war, ist heute immer noch gut. Das Thermalwasser wirkt sich entspannend auf die Muskulatur aus und regt den Kreislauf an. Die mineralischen Bestandteile des Wassers lindern chronische Gelenkerkrankungen sowie rheumatische Beschwerden und Allergien. Auch Krankheiten wie Arthrosen, Ödeme, Hypertonie und psychosomatische Störungen können dadurch positiv beeinflusst werden.

Die erhöhte Temperatur wiederum führt zu einer Verbesserung der Venenfunktion und zu einer Gewebeentwässerung. Darüber hinaus wird der Stoffwechsel angeregt, die Gelenke entlastet und die Durchblutung gefördert. Warmes Wasser wirkt zusätzlich entspannend und sorgt somit für Beruhigung. Stress und Hektik des Alltags werden vergessen.

  

Thermalbäder als Orte der Ruhe und Entspannung.

Auf Grund dieser positiven Auswirkungen, nutzt man Thermalbäder heute auch für therapeutische Zwecke. Mittlerweile verfügen Kureinrichtungen über regelrechte Badelandschaften und bieten neben Solebädern, Massageangeboten und Wasserbecken mit unterschiedlichen Temperaturstufen, auch Dampfbäder und Saunalandschaften an.

Weltweit verbreitet

Neben Thermalquellen weiß man auch um die positive Wirkung von Dampfbädern. Aus diesem Grund sind heutige Kureinrichtungen auch an Saunen gekoppelt. Ob typisch finnische Sauna oder Dampfbäder anderer Länder, die Vielfalt ist groß.

Durch ihre lange Tradition bedingt, gibt es Dampfbäder heute weltweit in den unterschiedlichsten Formen. Die finnische Art des Saunens in Holzhütten ist wohl die bekannteste Form. Aber auch der türkische Hammām und die russische Banja erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Die Japaner schwören hingegen auf Sentô, die Nordamerikaner bevorzugen die Schwitzhütte, Inipi genannt.

Das Saunen an sich stammt ursprünglich aus Finnland. Bei einem Saunagang wird die Luft auf 80 °C bis 100 °C erhitzt und bietet somit ideale Voraussetzungen für ein Schwitzbad. Andere Dampfbäder arbeiten meist mit einer niedrigeren Temperatur um ca. 40 °C – 60 °C, dafür jedoch mit einer höheren Luftfeuchtigkeit. Dampfbäder mit einer niedrigeren Temperatur sind schonender und besonders für Kinder, ältere Menschen und für Menschen mit Kreislaufproblemen geeignet.

  

Saunen sind kleine Oasen, in denen man den Alltag für kurze Zeit vergessen kann. Erholung für Haut, Körper und Seele.

Aber egal für welche Form des Schwitzbades man sich am Ende entscheidet: Saunieren wirkt sich positiv auf das vegetative
Nervensystem aus und stärkt das Immunsystem. Daher dient es auch als Abhärtung gegen Erkältungen.

Ein Saunadurchgang sollte in der Regel nicht länger als 15 Min. sein. Bleiben sollte man nur so lange, wie man sich wohlfühlt. Empfindet man die Wärme als unangenehm, oder wird einem gar schwindelig sollte man die Sauna verlassen.

Nach der Wärme folgt die Kalt-Anwendung. Das Aufsuchen des Freibereichs oder das Abkühlen durch kaltes Wasser bringen erst den richtigen Sauna-Effekt. Die Hitze sowie das anschließende Kaltbad entspannen die Muskulatur und führen zur Senkung des Blutdrucks.

Weiterer positiver Effekt: Das Hautbild kann sich durchs Saunen deutlich verbessern und das subjektive Wohlbefinden gesteigert werden. Zunächst in der Antike zur Reinigung des Körpers gedacht, hat ein Saunabesuch demzufolge auch noch andere, positive Auswirkungen.

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