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Durch Farben ein gesünderes Leben?

Bei der Farbtherapie handelt es sich um eine alternative Heilmethode, die bei bestimmten Erkrankungen unterstützend eingesetzt werden kann. Wie dies möglich ist und wann wir die Therapieform einsetzen können, lesen Sie hier.

Die Macht der Farben

Die Farbtherapie kann zu Linderung von Beschwerden führen – das wussten schon die Menschen in der Antike. Die moderne Farbtherapie, die sich aus diesen Erfahrungen und Kenntnissen entwickelt hat, wurde von dem deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) gegründet. Er stellte fest, dass es drei Grundfarben gibt (Rot, Gelb und Blau), aus denen sogenannte Mischfarben (Violett, Grün und Orange) entstehen.
Heute wird die positive Wirkung der Farben auf den Körper und die Seele genutzt, um das Gleichgewicht des Körpers wieder herzustellen. Dabei ordnet man jeder Farbe eine bestimmte Eigenschaft zu.

Jede Farbe hat eine andere Eigenschaft

  • Rot: Rot wird mit Leidenschaft, Wärme, Optimismus und pulsierendem Leben assoziiert. Jedoch wird die Farbe auch oft mit Zorn und Aggression in Verbindung gebracht. Der Effekt der Farbe ist aktivierend, durchblutungsfördernd, Stoffwechsel anregend und hilft, Müdigkeit zu bekämpfen. Daher kommt Rot unter anderem bei Energiemangelzuständen des Körpers und Erkältungen zum Einsatz.
  • Gelb: Diese Farbe steht für Freude, Offenheit und Weisheit. Ihre Wirkung ist stimmungsaufhellend, verdauungsfördernd und nervenstärkend. Anwendungsgebiete sind beispielsweise Arthrose (Gelenkverschleiß), Verdauungsbeschwerden oder Depressionen.
  • Blau: Die Farbe Blau steht für Entspannung und Ruhe. Sie wirkt schmerzlindernd und nervenberuhigend. Eingesetzt wird die Farbe besonders bei Entzündungen, Fiebererkrankungen, Stress und Schlaflosigkeit.
  • Violett: Violett verkörpert Macht, Schutz, Extravaganz und Spiritualität. Ihre Wirkung ist ebenfalls schmerzlindernd, zudem entschlackend und reinigend. Zur Behandlung eingesetzt wird die Farbe unter anderem bei Migräne, Abszessen, Depressionen und seelischer Erschöpfung sowie bei Schuppen und Haarausfall.
  • Grün: Harmonie, Hoffnung und Gleichgewicht werden mit dieser Farbe assoziiert. Grün wirkt nervenberuhigend, entspannend und steigert die Kreativität. Anwendung findet die Farbe zum Beispiel bei erhöhtem Blutdruck, Angst- und Unruhezuständen und Schmerzen bei Prellungen oder Entzündungen.
  • Orange: Orange steht für Lebensfreude, Aufgeschlossenheit und Begeisterung. Die Farbe wirkt positiv auf verschiedene Organe, sie kann das Selbstwertgefühl und die Lebenslust steigern. Eingesetzt wird Orange in der Farbtherapie zum Beispiel bei Depressionen, Verstopfungen und bei Appetitlosigkeit.

Entsprechend der vorhandenen Beschwerden wird jeweils die passende Farbe eingesetzt.

Anwendungen der Farbtherapie

Der Vorteil der Farbtherapie ist die einfache Handhabung. Ohne Probleme kann man diese alternative Therapieform selbstständig nutzen.

Infrarotlampe​

Eine Möglichkeit ist die Nutzung einer Infrarotlampe, die rotes Licht ausstrahlt. Von dieser kann man seinen Kopf in einem Abstand - Achtung: Augen mit spezieller Brille schützen! - von ungefähr 30 cm Entfernung für 15-20 Minuten anstrahlen lassen. Während der Behandlung sollte man sich in einer entspannten Atmosphäre befinden. Das farbige rote Licht wirkt aktivierend und steigert die Lebenskraft.

Farbpunktur und andere Formen

Eine weitere Möglichkeit ist die Farbpunktur. Hier werden - wie in der Akupunktur – bestimmte Bereiche des Körpers mit einem stiftförmigen Lämpchen bestrahlt.
Zudem lässt sich die Farbtherapie auch über Nahrungsmittel und Getränke einsetzen. Diese werden vor dem Verzehr mit dem entsprechenden Licht angestrahlt und sollten dann zeitnah gegessen bzw. getrunken werden. Auch die Visualisierung von Farben gehört zur Farbtherapie. Der Patient stellt sich in entspannter Atmosphäre verschiedene Farben vor und lässt diese auf sich wirken.

Farbiges Leben

Farbakzente im eigenen Zuhause

Der gezielte Einsatz von Farben im täglichen Leben hat laut der Farbtherapie einen anregenden Einfluss auf die menschliche Psyche. Durch bewusstes Einrichten des eigenen Zuhauses mit Farbakzenten lassen sich bereits positive Effekte erzielen. So soll ein blau eingerichtetes Zimmer (zum Beispiel blaue Wände oder blaues Licht) für ein unruhiges Kind eine beruhigende Wirkung haben und zur besseren Konzentration beitragen. Sollte man Räume besitzen, in die wenig Tageslicht gelangt, empfiehlt der Farbtherapeut, diese in Orange zu streichen. Die Farbe wirkt belebend und lässt das Zimmer heller erscheinen.

Kleidung bewusst einsetzen​

Auch das Einsetzen von Farbe in der Kleidung spielt eine Rolle. Rote Unterhosen und rote Socken sollen mehr wärmen als andersfarbige Unterwäsche. Und wenn Sie sich schon mal gefragt haben, warum in Operationssälen häufig die Farbe Grün oder Blau getragen wird, so lässt sich diese Frage mit dem Prinzip der Farbtherapie beantworten. Grüne Kleidung soll antiseptisch und hoffnungsvoll wirken, blaue Kleidung hingegen beruhigend – die perfekte Voraussetzung also für eine gelungene Operation!

Die Farbtherapie ist eine gute alternative Therapiemöglichkeit. Sie kann bei bestimmten Erkrankungen eingesetzt werden und so zu einem besseren Wohlbefinden beitragen. Jedoch ersetzt keine Farbtherapie den Besuch eines Arztes. Mit diesem sollte in einem gemeinsamen Gespräch über die bestmögliche individuelle Therapieform entschieden werden.

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