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Gesunde Haare

Viele Frauen definieren Schönheit vor allem über ihre Haare, egal ob farbig, lockig, glatt, kurz oder lang. Die Frisur ist Ausdruck der Persönlichkeit. Doch was, wenn das Haar stumpf wird oder bricht? Im folgenden Artikel erhalten Sie nützliche Tipps für schöne, gesunde Haare.

Gesunde und schöne Haare

Haariges Wissen

Zu einem guten Verständnis für die Gesundheit und die richtige Pflege unserer Haare gehört auch die Kenntnis einiger grundlegender Fakten.
Betrachtet man ein einzelnes Haar, so lässt sich der Aufbau folgendermaßen beschreiben: Die grobe Unterteilung der verschiedenen Haarabschnitte erfolgt in Haarwurzel und Haarschaft.

Die Haarwurzel liegt verborgen in der Kopfhaut. Jede Haarwurzel wird von Blutgefäßen versorgt, wodurch wichtige Nährstoffe an den Bildungsort der Haare gelangen können. Dieser befindet sich am Grund der Haarwurzel, von dort aus wächst das Haar bis an die Oberfläche der Kopfhaut.
Der nun sichtbare Teil des Haares wird als Haarschaft bezeichnet.

Kein Haar ist wie das Andere

Die Gene sind entscheidend

Worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen blond und brünett oder Löwenmähne und seidiger Haarpracht? Haare unterscheiden sich zunächst einmal in ihrer Farbe. Blond, braun, schwarz und rot bilden die Grundfarbpalette. Die unzähligen Nuancen werden durch den unterschiedlichen Gehalt an Farbpigment in der Faserschicht des Haares bestimmt. Je weniger Pigment, desto heller das Haar und umgekehrt.

Die Ursache dafür, dass sich manche Haare wellen oder sogar in Locken kringeln und andere glatt über die Schultern fallen, liegt in der Form des Haarquerschnitts. Ist dieser rund, so bleibt das Haar grade und glatt. Ist der Querschnitt jedoch oval oder sogar platt, dann wellt sich das Haar und es entstehen Locken.

Welche Haarpracht einmal den eigenen Kopf krönt, steht schon vor der Geburt fest. Sie wird nämlich von den Eltern an die Nachkommen vererbt und ist somit genetisch festgelegt.

Von außen nach innen besteht der Haarschaft aus verschiedenen Schichten:

  • Der Markkanal bildet die innerste Schicht des Haares. Er hat eine schwammartige Struktur und variiert in seinem Durchmesser je nach Dicke des Haarschaftes. Bei sehr dünnen Haaren kommt es vor, dass diese Schicht komplett fehlt.
  • Die Faserschicht umschließt den Markkanal von außen. Hauptbestandteil dieser Schicht ist das sogenannte Keratin. Dabei handelt es sich um ein Faserprotein, also ein Eiweiß, welches dem Haar sowohl Elastizität als auch Stabilität verleiht. In dieser Schicht ist auch das Pigment Melanin eingelagert, welches dem Haar seine individuelle Farbe verleiht.
  • Von außen wird das Haar von einer Schuppenschicht bedeckt. Die Hornschuppen überlappen sich wie Dachziegel und sind für das Aussehen des Haares verantwortlich. Glatt anliegende Schuppen geben dem Haar ein glänzendes Aussehen. Stehen sie jedoch ab, so wirkt das Haar eher matt und stumpf.

Dies betrifft nicht nur die Haarfarbe und -struktur, sondern auch die Haarlänge. Einigen Menschen wachsen ohne Probleme lange, kräftige Haare. Bei anderen hingegen werden die Haare bereits ab Schulterlänge dünner und brechen schließlich ab oder fallen aus.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Wachstumsphase des Haares. Diese beträgt im Durchschnitt etwa 4 Jahre. Es treten aber deutliche Variationen auf, sodass es durchaus auch Haare gibt, die eine Wachstumsphase von nur ca. 2 Jahren haben.

Haarfarbe, -struktur und -länge... alles hängt von unseren genetischen Voraussetzungen ab.

Haare richtig pflegen

Schönes Haar will gepflegt sein

Das Aussehen unserer Haare ist in vielen Dingen genetisch festgelegt. Jedoch kann jeder die richtigen Voraussetzungen schaffen, um das Beste aus den eigenen Haaren herauszuholen. Unser Haar ist täglich einer ganzen Reihe an schädlichen Einflüssen ausgesetzt.
Zum einen können wir versuchen, diese schädlichen Faktoren zu minimieren, zum anderen bieten sich auch eine Menge Möglichkeiten, um dem Haar zusätzlich zu der üblichen Pflegekur noch Gutes zu tun.

Schaden von außen minimieren

Täglich wird unser Haar aufs Neue strapaziert. Und das mit Dingen, durch die es eigentlich gepflegt werden soll. Zu häufiges Waschen, Bürsten und Föhnen kann die Haarstruktur angreifen und lässt das Haar ungesund aussehen.

Gehören Sie zu den Personen, die ihr Haar jeden Tag waschen? Versuchen Sie doch den einen oder anderen Tag ohne dieses Ritual auszukommen. Vielleicht hilft Ihnen dabei die Verwendung eines Trockenshampoos, welches überschüssiges Fett bindet. Einen Versuch ist es wert und Ihre Kopfhaut wird sich über den wäschefreien Tag freuen.

Ein anderes tägliches Ritual kann ebenfalls Schaden auf dem Kopf anrichten. Das Bürsten. Haben Sie sich schon einmal Gedanken über Ihre Kämmtechnik gemacht? Diese ist nämlich ganz entscheidend darüber, ob wir unserem Haar mit dem Kamm helfen oder schaden. Durch zu starkes und ruppiges Kämmen lassen wir Federn. Nun ja, nicht wirklich Federn, aber wir verlieren doch wesentlich mehr Haare, als wenn wir mit dem Kamm oder der Bürste Vorsicht walten lassen und uns langsam von den Spitzen bis zum Ansatz hocharbeiten.

Auch das Material, aus dem die Bürste oder der Kamm gefertigt ist, ist nicht ganz unwesentlich. Harte Kunststoffbürsten können Haarbruch verursachen und die Haarspitzen aufspalten. Dies ist bei Kamm und Bürste aus Naturmaterialien nicht ausgeschlossen, aber das Ausmaß des Schadens lässt sich zumindest reduzieren.

Genau wie unserer Haut schadet zu viel Sonnenlicht und UV-Strahlung auch unseren Haaren. Dies ist gerade im Sommer der Fall. Wer sein Haar davor schützen möchte, kann zum Beispiel im Sonnenurlaub ein UV-Schutzspray aufsprühen. Oft ist im Urlaub auch das Meer nicht weit. Salzwasser greift die Haarstruktur an. Nach dem erfrischenden Sprung ins Meer sollte das Haar also auf jeden Fall gründlich mit Süßwasser ausgespült werden.

Farbe macht das Leben bunter

Vorsicht heißt es auch bei der Farbe, egal ob zu Hause oder beim Frisör.
Das Tönen oder Färben von Haaren ist nach wie vor beliebt, aber nicht gesund. Die Tönung ist nicht ganz so schädlich für das Haar wie das Färben. Hierbei wird nämlich die äußere Haarschicht angeknackst, sodass die künstlichen Farbpartikel in das Haar eindringen können. Ist man mit der natürlichen Haarfarbe nicht zufrieden, so sollte man sich gut überlegen, ob das Haar kräftig genug für eine Farbbehandlung ist.

Haargummis

Für Menschen mit langen Haaren ist das Haargummi ein treuer Begleiter. Doch auch wenn es zuverlässig so manch lästige Strähne aus dem Gesicht hält, übt es doch starken Druck auf den Pferdeschwanz aus und führt dazu, dass die Haare vermehrt brechen. Am besten ein Haargummi ohne Metallbindung verwenden und dieses nicht zu fest um den Zopf wickeln.

Fön, Glätteisen und Co.

Hitze ist nicht gut für unser Haar. Zu hohe Temperaturen verwandeln eine schöne Haarpracht auf Dauer in eine trockene Strohmähne.
Doch nach dem Duschen bleibt oft nicht genug Zeit, um die Haare an der Luft trocknen zu lassen.
Hier heißt es, wie so oft im Leben, Kompromisse zu schließen.

Verwenden Sie am besten einen Föhn mit Temperaturabstufung und föhnen Sie ihr Haar auf niedriger bis mittlerer Temperaturstufe.

Unser Tipp:

Vorher kann noch ein Hitzeschutzspray aufgetragen werden. Dies empfiehlt sich besonders, wenn während des Stylings ein Glätteisen benutzt wird. Hierbei kommt es meist zu sehr starker Hitzeentwicklung.

Gesunde Ernährung bringt den Boost von innen

Rezept für gesundes Haar

Dass eine ausgewogene Ernährung den Körper fit und gesund hält, ist bekannt. Und auch die Haare profitieren davon. Denn nur, wenn ausreichend Nährstoffe über die Blutbahn zur Haarwurzel gelangen, kann gesundes und kräftiges Haar gebildet werden.

Hier erfahren Sie, welche Nahrungsbestandteile besonders wichtig für gesundes und schönes Haar sind:

Eiweiße

Eiweiß ist ein unerlässlicher Baustein für gesunde Haare, da es den Hauptbestandteil des Keratins ausmacht.

Eiweiß ist bekanntlich in Fleisch und Milchprodukten enthalten, aber auch Hülsenfrüchte und viele Gemüsesorten haben einen hohen Proteinanteil.
Dazu gehören:

  • Brokkoli
  • Grünkohl
  • Spinat
  • auch Sprossen stellen eine gute Eiweißquelle dar.

Spurenelemente

Besonders wichtig für gesundes Haar sind auch einige Spurenelemente.
Eisen
zum Beispiel ist unerlässlich für sämtliche Wachstumsprozesse im Körper, da es eine wichtige Rolle im Sauerstofftransport übernimmt. Bei Eisenmangel gelangt weniger Sauerstoff über die Blutbahn zu den Haarwurzeln. Haarausfall kann die Folge sein. Wichtige Eisenlieferanten sind unter anderem Fleisch, Hülsenfrüchte, Weizenkleie und auch Petersilie.

Zink ist ebenfalls ein wichtiges Spurenelement für die Funktion der Haarwurzeln und wird zur Bildung des Keratins benötigt. Zink ist zum Beispiel in Käse, Nüssen und Haferflocken zu finden.
Und auch Kupfer trägt zu einer gesunden Haarstruktur bei. Es ist ebenfalls in Nüssen und Haferflocken enthalten. Ein weiterer wichtiger Kupferlieferant sind Vollkornprodukte.

Vitamine

Ohne Vitamine geht es nicht. Gleich eine ganze Reihe dieser kleinen Helfer verleiht unseren Haaren ein gesundes Aussehen.

Vitamin H, das sogenannte Biotin, gibt dem Haar Kraft und Glanz dadurch, dass es am Eiweißstoffwechsel beteiligt ist. Es soll dafür verantwortlich sein, dass sich die äußere Schuppenschicht des Haares schließt. Leber, Milchprodukte und Nüsse sind gute Biotin-Lieferanten.
Auch um die B-Vitamine (enthalten unter anderem in Fleisch, Hefe und Hülsenfrüchten) kommt man nicht herum. Sie kurbeln den Stoffwechsel der Haarwurzel an und sorgen für eine gesunde Kopfhaut.
Vitamin A
sorgt für ein gesundes Haarwachstum. Eine Überdosierung an Vitamin A kann jedoch unerwünschten Haarausfall bewirken. Wird Vitamin A allein über die Nahrung aufgenommen, ist eine Überdosierung aber extrem unwahrscheinlich. Es ist zum Beispiel in Leber, Käse und Karotten enthalten.

Gut zu wissen

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung deckt all diese Stoffe normalerweise ausreichend ab, sodass eine zusätzliche Aufnahme z.B. in Form von Tabletten meist nicht notwendig ist. Vegetarier können unter Umständen einen Mangel an Eisen und B-Vitaminen aufweisen, da sie auf das Fleisch, welches reich an diesen Stoffen ist, verzichten. Hier kann die Einnahme von Nahrungsergänzungspräparaten sinnvoll sein.

Kleiner Exkurs in die Welt der Haarpflege

Die passenden Pflegeprodukte finden​

Wer kennt ihn nicht, den Dschungel aus Haarpflegeprodukten, der im Drogeriemarkt in den Regalen steht?
Das richtige Produkt für die eigenen Haare zu finden, gleicht dort hin und wieder der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. So gut wie jeder verwendet ein Haarshampoo. Dessen reinigende Wirkung entsteht durch die enthaltenen Tenside. Zusätzlich sind meist noch eine Menge anderer Inhaltsstoffe vorzufinden, die nicht zwingend zur Haarreinigung benötigt werden. Hierzu gehören zum Beispiel Weichmacher, Parfüm und Schaumverstärker.
Wer gut auf diese Zusatzstoffe verzichten kann, der findet vielleicht in der Bio-Abteilung das richtige Shampoo.

Richtiges Shampoo

Bei der Wahl des richtigen Shampoos kommt es auf den eigenen Haartyp an. Neigt man eher zu trockenem Haar, so sollte das Shampoo einen geringen Anteil an Tensiden enthalten. Fettiges Haar verträgt durchaus einen höheren Tensidgehalt.

Massage

Ein Pflegeschritt, der oft vergessen wird, ist die Kopfhautmassage. Egal ob unter der Dusche oder zwischendurch, durch eine Kopfhautmassage wird die Durchblutung der Kopfhaut angeregt. So können die Haarwurzeln besser arbeiten. Ein gutes Beispiel, wie das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden werden kann.

Pflegende Spülungen

Die Möglichkeiten der Haarpflege sind natürlich nicht auf Haarshampoos begrenzt. Spülungen, Kuren, Haaröl und Hitzeschutzsprays stellen nur einen kleinen Teil der Möglichkeiten dar, seinem Haar Extra-Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Eine Spülung anschließend an die Haarwäsche dient dazu, die Schuppenschicht des Haares zu glätten.
Eine Haarkur sollte nur etwa einmal die Woche angewendet werden. Sie dient dazu, beanspruchtes Haar intensiv zu pflegen. Auch auf trockenem Haar können Pflegeprodukte angewandt werden. So kann zum Beispiel eine kleine Menge Haaröl (alternativ auch Olivenöl) in die Spitzen einmassiert werden, um sie mit einer Extraportion Feuchtigkeit zu versorgen.

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