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Schönheitsoperationen

Die Zahl der durchgeführten Schönheitsoperationen nimmt weiter zu. Neben Eingriffen wie Brustvergrößerung, Fettabsaugung oder Lidstraffung, ist auch die Anwendung von Botulinumtoxin („Botox“) weiterhin populär.

Operationen im Dienste der Ästhetik

Idealität oder wenig Selbstbewusstsein?

Sei es die Nase, die Brust oder der Bauch – viele sind mit Teilen ihres Körpers unzufrieden. Immer mehr Menschen versuchen, ihrem persönlichen Ideal eines schönen Körpers mit Hilfe der ästhetisch plastischen Chirurgie näher zu kommen. Die meisten erhoffen sich von einer Schönheitsoperation ein besseres Aussehen, von dem sie sich wiederum ein gesteigertes Selbstbewusstsein, mehr Zufriedenheit und eine insgesamt höhere Lebensqualität erhoffen.

Längst sind es nicht mehr nur Frauen, die Leistungen aus dem Bereich der Schönheitschirurgie in Anspruch nehmen. Die Zahl der Männer, die Korrekturen an ihrem Aussehen vornehmen lassen, steigt.

Die Zahl an Schönheitsoperationen nimmt zu

In Deutschland nimmt die Anzahl der durchgeführten Schönheitsoperationen zu. Die in Deutschland führenden Fachgesellschaften, die Deutsche Gesellschaft für Ästhetische und Plastische Chirurgie (DGÄPC) und die Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC), verzeichneten 2016 zehn Prozent mehr Eingriffe als noch im Vorjahr.

Dies hängt wohl nicht zuletzt auch damit zusammen, dass Schönheitsoperationen zunehmend „salonfähig“ werden. Immer mehr Menschen machen nicht länger ein Geheimnis daraus, dass sie sich in die Hände eines Schönheitschirurgen begeben haben, um ihr Aussehen zu verändern.

Fettabsaugung und Brustvergrößerung liegen nach wie vor vorne ​ ​

2016 war die Brustvergrößerung erstmals seit mehreren Jahren nicht mehr die Nummer eins unter den Schönheitsoperationen bei Frauen. Die häufigste Form einer ästhetisch-plastischen Operation war im vergangenen Jahr die Fettabsaugung. Es folgten in abnehmender Häufigkeit: Brustvergrößerung, Oberlidstraffung, Bruststraffung und Intimchirurgie. Bruststraffung und Intimchirurgie sind neu unter den Top fünf der plastisch-ästhetischen Eingriffe.

Bei den Männern liegt die Fettabsaugung ebenfalls auf Platz eins, gefolgt von Behandlung einer Vergrößerung der männlichen Brust (sofern ohne Krankheitswert), Ober- und Unterlidstraffung sowie Nasenkorrekturen.

Brustoperationen liegen im Trend | Pflegewelt von AXA
schon GEWUSST? | Pflegewelt von AXA
Die Kosten für Schönheitsoperationen werden nicht von den Krankenversicherungen übernommen. In manchen Fällen, beispielsweise nach einer Entfernung der Brust im Rahmen einer Brustkrebserkrankung oder stark ausgeprägter Asymmetrie der Brüste, kann eine Übernahme der Kosten eines plastisch-chirurgischen Wiederaufbaus der Brust durch die Krankenversicherung erfolgen. Sprechen Sie vor jedem Eingriff bitte mit Ihrer Krankenversicherung und lassen Sie sich die Übernahme der Kosten bestätigen.

Die häufigsten Schönheitsoperationen

Unterschiedliche Brustimplantate | Pflegewelt von AXA

Brustvergrößerung

Für eine Brustvergrößerung mit Hilfe von Implantaten stehen verschiedene Produkte zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Behandler wird im Vorfeld der Operation entschieden, welches Material (Silikongel oder Kochsalzlösung) genutzt werden soll und welche Größe das Implantat haben soll.

Die Größe des Implantats richtet sich u.a. nach der Körpergröße, der Hautelastizität und dem Wunsch der Patientin. Auch die Lage des Implantats und die gewählte Schnitttechnik hängt, neben anderen Faktoren, von der Statur der Patientin ab.

Eine Brustvergrößerung mittels Implantat kann sowohl in Vollnarkose als auch unter lokaler Betäubung durchgeführt werden. Nach einer Vollnarkose verbleiben die Patienten in der Regel ein bis drei Tage im Krankenhaus, während sie nach einer Lokalanästhesie oft schon am Tag nach der OP entlassen werden können. Nach der Operation sollten sich die Operierten sechs bis acht Wochen lang körperlich schonen. Implantate sind in ihrer Haltbarkeit beschränkt und müssen etwa alle zehn Jahre (oder früher) ersetzt werden.

Neben den allgemeinen Risiken einer Operation wie Störungen der Wundheilung, Infektionen oder Blutungen, kann es nach dem Einsetzen eines Brustimplantates auch zu anderen Problemen kommen. Die wohl häufigste Komplikation ist die Bildung einer verhärteten Kapsel (Kapselfibrose) rund um das Implantat. Dies führt in etwa 5% der Fälle dazu, dass das Implantat wieder entnommen werden muss.

Sollen vor allem Größenunterschiede oder Probleme mit der Form der Brüste behoben werden, eignet sich auch das Einspritzen von Eigenfett. Dieses wird zunächst an Körperstellen wie dem Bauch oder den Oberschenkeln entfernt und anschließend in die Brust gespritzt. Vorteil hierbei: Im Gegensatz zum Einsetzen von Implantaten entstehen nur sehr kleiner Narben. Bei fachgerechter Durchführung ist dieses Verfahren sehr risikoarm und kann in vielen Fällen ambulant erfolgen. In etwa 80% der Fälle hat das Verfahren eine dauerhafte Wirkung. Tritt diese nicht ein, ist das Verfahren wiederholbar.

Fettabsaugung (Liposuktion) ​

Fettabsaugung ist nicht zur Gewichtsreduktion geeignet, kann jedoch an bestimmten Körperstellen für eine veränderte Körperkontur sorgen. Vor einer Fettabsaugung sollte versucht werden, die Fettpolster zunächst durch Diät und Sport zu verkleinern. Gelingt dies nicht, stehen verschiedene Methoden zur Fettabsaugung zur Verfügung. Am häufigsten wird die sogenannte Tumeszenztechnik angewandt. Hierbei werden Kochsalzlösung, Mittel zur lokalen Betäubung und u.U. weitere Medikamente in das Fettdepot eingespritzt. Hierdurch kommt es zu einer Lockerung der Fettzellen, welche nach einer etwa einstündigen Einwirkzeit anschließend abgesaugt werden.

In der Regel bedarf es dabei keiner Vollnarkose; der Eingriff kann also mitunter sogar ambulant erfolgen. Nach der Operation sollten sich die Patienten, je nach Größe des Eingriffs, wenige Tage bis zu zwei Wochen schonen. Auf Sport sollte etwas länger verzichtet werden. In der Regel ist nach einer Fettabsaugung im Bereich des Bauches oder der Beine das Tragen einer Art Mieder notwendig.

Mögliche spezielle Risiken bei einer Fettabsaugung sind Taubheitsgefühle im operierten Bereich sowie die Entstehung von Dellen und Asymmetrien. Unbefriedigende kosmetische Ergebnisse sollten frühestens sechs Monate nach dem Eingriff korrigiert werden.

Wie bei anderen Schönheitsoperationen auch sollten Sie vor dem Eingriff sicherstellen, dass eventuell vorzunehmende Korrekturen im Preis enthalten sind – zumindest wenn diese durch Verschulden des Arztes nötig werden. Auch hier sollten Sie vor dem Eingriff Rücksprache mit Ihrer Krankenversicherung wegen der Kostenübernahme halten.

Weitere Informationen zu den verschiedenen Formen ästhetisch-plastischer Eingriffe, ihren Anwendungsbereichen, Risiken und Kosten, bietet die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie.
 

Einzeichnung für die Fettabsaugung | Pflegewelt von AXA
Botox Behandlung | Pflegewelt von AXA

Immer gefragter: nicht-invasive Behandlungen

Sogenannte nichtinvasive, also nicht operativ eingreifende, Behandlungen machen einen Großteil von ästhetisch-plastischen Behandlungen aus.

Zu ihnen zählt unter anderem die Verringerung von Mimikfalten mithilfe von Botolinumtoxin (Handelsname „Botox“) – die am häufigsten durchgeführte ästhetische Behandlung in Deutschland überhaupt – oder die Unterspritzung von Falten mit Hyaluronsäure. Auch bei dieser Art von Behandlungen steigt der Anteil männlicher Patienten.

Faltenbehandlungen im Überblick

Ein operatives Facelifting ist nicht die einzige Möglichkeit, das Gesicht jünger und faltenfreier aussehen zu lassen. Falten lassen sich auch durch eine Vielzahl von Methoden behandeln, die ohne eine Operation auskommen. So gibt es beispielsweise verschiedene Verfahren zur Faltenbehandlung „von außen“. Hierzu zählen chemische Peelings, Dermabrasion (Abschleifen der obersten Hautschichten) oder auch eine Behandlung unter Einsatz von Laserstrahlung.

Zudem gibt es die Möglichkeit, Falten „von innen“ mit verschiedenen Mitteln zu unterspritzen. So kann beispielsweise Eigenfett genutzt werden. Hierbei handelt es sich jedoch um ein vergleichsweise teures Verfahren, da zunächst Eigenfett durch Fettabsaugung gewonnen werden muss.

Kostengünstiger ist die Unterspritzung von Falten mit bestimmten abbaubaren „Füllmaterialien“ (sog. Filler), wie beispielsweise Kollagen oder Hyaluronsäure. Der Nachteil hierbei: Die Filler werden nach und nach vom Körper abgebaut und die Falten wieder sichtbar. Um ein gleichbleibendes Ergebnis zu erzielen, muss die Behandlung daher alle vier bis acht Monate wiederholt werden.

Von der Anwendung permanenter Filler, die vom Körper nicht abgebaut werden können, rät die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch Plastische Chirurgie ab.

Einen anderen Ansatz verfolgt die Behandlung mittels Botulinumtoxin („Botox“). Das gespritzte „Botox“ unterfüttert nicht die Falten, sondern lähmt einzelne Muskelpartien, die Furchen in der Haut verursachen. Die erreichte Wirkung hält für etwa vier bis sechs Monate an.

Die Risiken, die mit den verschiedenen Faltenbehandlungen einhergehen, hängen stark von der angewendeten Methode ab. Insgesamt handelt es sich bei den Verfahren jedoch um Behandlungen mit geringem Risiko für ernsthafte Komplikationen. Die Behandlung kann ambulant durchgeführt werden und dauert in der Regel maximal eine bis zwei Stunden (mit Ausnahme der Entnahme von Eigenfett für eine Unterspritzung).

Asthetisch-plastische Eingriffe sind kein Klacks!

Worauf gilt es zu achten?

Mit der zunehmenden Nachfrage an Schönheitsoperationen wächst auch das Angebot. Nicht immer sind die Anbieter Fachärzte im Bereich der ästhetischen und plastischen Chirurgie. Denn der Begriff „Schönheitschirurg“ ist rechtlich nicht geschützt. Dies bedeutet, dass sich prinzipiell jeder Arzt selbst so nennen darf, auch ohne über eine umfassende Facharztausbildung im Bereich der ästhetischen und plastischen Chirurgie zu verfügen. Daher ist es wichtig, sich im Vorfeld einer ästhetisch-plastischen Operation über die Qualifikation des Operateurs zu informieren und sicher zu gehen, dass dieser eine entsprechende Facharztausbildung absolviert hat.

Operationen, die durch unzureichend ausgebildete Chirurgen durchgeführt werden, bergen ein höheres Risiko eines nicht zufriedenstellenden Operationsergebnisses. Die Seiten der führenden Fachgesellschaften DGÄPC und VDÄPC können helfen, einen Facharzt der ästhetischen und plastischen Chirurgie zu finden. Sie listen die Ärzte auf, die Mitglied einer der beiden Gesellschaften sind.

Beratung und Aufklärung durch die DGÄPC​

Wichtiger Bestandteil ästhetisch-plastischer Eingriffe ist eine umfassende Beratung und Aufklärung des Patienten. Im gemeinsamen Gespräch werden die Erwartungen an die Operation und das angestrebte ästhetisches Ergebnis thematisiert und konkretisiert. Die DGÄPC bietet Beratungshilfen für verschiedene Eingriffe in Form von Checklisten an. Diese geben einen Überblick, welche Aspekte der Behandler mit Ihnen gemeinsam im Vorfeld eines Eingriffes besprechen sollte.

Außerdem bestehen je nach Eingriff verschiedene Risiken, die vom allgemeinen Risiko, das beispielsweise mit einer Vollnarkose einhergeht, bis hin zu spezifischen Gefahren einzelner Operationstechniken reichen. Einen guten Überblick über die Verfahren im Einzelnen und was es im Vorfeld zu berücksichtigen gilt, bieten die Informationsmaterialien der DGÄPC.

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Nicht alle Schönheitsoperationen verlaufen komplikationslos oder wie erwünscht. Treten nach einer rein ästhetisch begründeten Operation Komplikationen auf oder ist eine erneute Operation nötig, um das Ergebnis der ersten Operation zu korrigieren, so übernehmen die Krankenversicherungen in der Regel nicht die Kosten für die Behandlung. Denn Krankenkassen sind nach dem Sozialgesetzbuch nicht dazu verpflichtet die Kosten, die durch medizinisch nicht notwendige Eingriffe entstanden sind, vollständig zu übernehmen. So haben sie den Versicherten an den entstehenden Kosten zu beteiligen und können zudem auch das Krankengeld für die Dauer der Behandlung kürzen oder ganz streichen. Es ist daher wichtig, im Vorfeld der Schönheitsoperation mit dem Chirurgen vertraglich festzuhalten, in wie weit dieser für eventuelle Folgebehandlungen und -kosten haftet.

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Vorsicht vor Schnäppchenpreis!

Gefahren durch „Billiganbieter“

Der Markt an angebotenen Schönheitsoperationen ist groß. Patienten stoßen bei der Suche nach einem Operateur oft auch auf vermeintliche „Schnäppchen“, beispielsweise kostengünstige Operationen im Ausland. Wenngleich der Preis keine sichere Aussage bezüglich des Operationsergebnisses zulässt, bestehen bei kostengünstigen Angeboten oft höhere Risiken. Denn es wird beispielsweise an Beratung und Aufklärung der Patienten oder an fachgerechter Nachsorge nach der Operation gespart. Immer wieder suchen Patienten nach einer misslungenen „Billig-OP“ Rat bei anerkannten Fachärzten, um die Fehler eben dieser OP korrigieren zu lassen. Durch schlecht durchgeführte Schönheitsoperationen können neben den gesundheitlichen Folgen auch hohe Kosten für eine eventuelle Korrektur des Ergebnisses entstehen.

Was sind durchschnittliche Preise in der Chirurgie?

Die DGÄPC informiert sowohl über die durchschnittlichen Preise für die verschiedenen Eingriffe, wenn sie durch zertifizierte Fachärzte durchgeführt werden, als auch über weitere Aspekte, die es neben der Preise bei der Arztwahl zu beachten gilt.

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