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Adipositas bei Kindern

Auch in jungen Jahren birgt eine Adipositas Gefahren. Viele davon sind vor allem den Eltern nicht bewusst. Neben köperlichen Einschränkungen leiden Kinder häufig unter sozialen Problemen wie Mobbing.

Wie schlimm wirkt sich eine Adipositas aus?

Körperliche Beeinträchtigungen

Bereits im Kindes- und Jugendalter gehen Übergewicht und Adipositas mit zahlreichen körperlichen Risiken und Folgeerkrankungen einher. Diese verursachen jedoch meist keine Beschwerden und sind in der Regel durch Gewichtsreduktion rückgängig zu machen.

Grunderkrankung oder ungesunder Lebensstil?

Liegt bei einem Heranwachsenden Übergewicht vor, sollte zunächst ausgeschlossen werden, ob vielleicht eine Erkrankung die Ursache hierfür ist. Es existiert eine Vielzahl von meist jedoch recht seltenen Erkrankungen, die bereits im Kindesalter zu einer übermäßigen Gewichtszunahme führen. Diese Krankheiten gehen in der Regel jedoch mit anderen, oft schwerwiegenden, Symptomen einher, sodass sie schnell als Ursache auszumachen sind.

In den meisten Fällen ist der Grund für Übergewicht nicht bei einer zugrundeliegenden Krankheit zu finden, sondern er ist vielmehr Folge zahlreicher wechselwirkender Faktoren.

Die beiden schwerwiegenden Folgen von Adipositas

Psychische Probleme

Im Gegensatz zu den körperlichen Folgen von Übergewicht bekommen übergewichtige und adipöse Kinder soziale und psychische Auswirkungen oft stark zu spüren. So lässt sich feststellen, dass diese Kinder Gefahr laufen, psychische Auffälligkeiten zu entwickeln, gemobbt oder drangsaliert werden. Dies führt zu einer oft stark negativ beeinflussten sogenannten „gesundheitsbezogenen Lebensqualität“. Soziale Isolation, Stigmatisierung und Hänseleien sind keine Seltenheit. Bereits Kinder im Vorschulalter haben das gängige negative Bild vom Übergewichtigen („faul“, „bequem“...) verinnerlicht und lassen dies ihre Gleichaltrigen spüren. Hinzu kommt, dass übergewichtige Heranwachsende oft selbst mit ihrem Körper unzufrieden sind.

Etwa jeder Fünfte von ihnen ist infolgedessen ängstlich, depressiv oder leidet unter psychosozialen Problemen. Nicht selten kompensieren die Betroffenen die empfundenen psychischen Beschwerden mit Lösungsstrategien, die ihnen bereits bekannt sind – beispielsweise Essen als Trost oder Aufmunterung. Dies führt jedoch letztlich nicht zu einer Besserung der Situation. Im Gegenteil: ungesundes Verhalten wird in manchen Fällen eher noch bestärkt.

Zunehmend wird jedoch das Erleben übergewichtiger Kinder und Jugendlicher thematisiert. Da immer mehr von ihnen unter überflüssigen Kilos leiden, ist Dicksein in Teilen nicht mehr so stigmatisiert wie zuvor. Einige Heranwachsende empfinden ihren Körper im Vergleich zu ebenfalls übergewichtigen Freunden und Bekannten bereits als normal. Dies birgt die Gefahr, dass mit der zunehmenden Verbreitung von Übergewicht dieses als „normal“ und als nicht bedenkenswert wahrgenommen wird.

Körperliche Folgen

Bereits bei Kindern und Jugendlichen mit Übergewicht kann es zu Störungen des Herz-Kreislauf-Systems kommen. So leidet mehr als ein Drittel von ihnen an erhöhtem Blutdruck. Auch der Fett- und Zuckerstoffwechsel verändert sich. In seltenen Fällen tritt bereits im Kindesalter der sogenannte „Altersdiabetes“ (Diabetes mellitus Typ II) auf, eine Erkrankung, die lange Zeit nur bei Menschen höheren Lebensalters zu beobachten war.

Mit einem zu hohen Körpergewicht ist auch der im Wachstum befindliche Bewegungsapparat übermäßiger Belastung ausgesetzt. Dies kann sich in Gelenkbeschwerden, Fehlstellungen oder gar einem Bandscheibenvorfall äußern.

Letztlich treten die Folgeerscheinungen des Übergewichts bei Kindern wesentlich seltener zutage als bei Erwachsenen. Je länger das Übergewicht jedoch besteht und je stärker es ausgeprägt ist, umso eher leiden auch schon junge Betroffene unter den Folgen ihrer Fehlernährung. Ein weiterer Grund, frühzeitig einzugreifen und Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten umzustellen.

Weitere Krankheitsbilder

Diabetes mellitus

Zuviel Zucker im Blut - Wenn der Körper seinen Insulinhaushalt nicht mehr regeln kann.

Herzinsuffizienz

Wenn das Herz den Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt.

Schlaganfall

Plötzlich steuert das Gehirn das zentrale Nervensystem nicht mehr.

Tinnitus

Rund ein Viertel der Bevölkerung hatte schon mal das „Klingeln im Ohr“.

Depressionen im Alter

Gründe für einen Rückzug gibt es viele, daher werden Depressionen im Alter häufig nicht ernst genommen und stark unterschätzt.

Bluthochdruck

Falsche Lebensgewohnheiten, Stress und eine ungesunde Ernährung erhöhen das Risiko an Bluthochdruck zu erkranken.

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