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Adipositas

Zahlreiche Erkrankungen können in Folge eines zu hohen Körperfettanteils auftreten - viele davon sind jedoch durch eine Gewichtsabnahme positiv zu beeinflussen. Welche Gefahr für die Gesundheit bringt Adipositas mit sich?

Warnsignale wahrnehmen

Eingeschränkte Lebensqualität

Definierendes Symptom der Adipositas ist das Übergewicht, beziehungsweise der krankhaft erhöhte Körperfettanteil.  Dies lässt sich durch die Bestimmung des Körpermasseindexes oder des Taillenumfangs beurteilen. Diese Messwerte sagen jedoch zunächst einmal nichts über das Vorliegen von Beschwerden und Folgeerkrankungen aus. Sie lassen jedoch ein Abschätzen des Risikos für das Auftreten von beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einer Verkürzung der Lebenszeit zu.
Der Übergang von alltäglichen Symptomen und einer Einschränkung der Lebensqualität zu einer manifesten Erkrankung ist fließend. Im Folgenden soll es um die mit Adipositas assoziierten Gefahren und Krankheiten gehen.

Umfassende Folgen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Die häufigste Begleiterkrankung der Adipositas ist der Bluthochdruck. Dieser hat seinerseits wiederum eine Vielzahl an möglichen Konsequenzen: Beeinflussung der Herzfunktion, Herzrhythmusstörungen oder Verkalkung der Gefäße. Ebenfalls erhöht ist das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Außerdem muss das Herz eines Übergewichtigen auf Grund der erhöhten Fettmasse dauerhaft mehr „Arbeit leisten“. Dies führt in vielen Fällen zu einer Überbelastung, welche in eine Herzinsuffizienz übergehen kann. In beiden Fällen gilt: mit dem Gewicht nimmt auch das Risiko für diese Folgeerkrankungen zu und eine Gewichtsreduktion bewirkt in der Regel eine Verbesserung der Problematik.

Diabetes mellitus Typ II

Die Beziehung zwischen Körpergewicht und der Entstehung eines Typ II Diabetes ist enger als bei jeder anderen Folgeerkrankung.
Ursächlich ist eine im Rahmen des Übergewichts entstehende Insulinresistenz. Das Hormon kann seiner Aufgabe nicht mehr ausreichend gerecht werden - der Blutzuckerspiegel ist infolge dessen massiv erhöht. Die Folgen der Zuckerkrankheit sind vielfältig: Unter anderem Wundheilungsstörungen, Nierenschäden, Nervenschädigung und Beeinflussung des Immunsystems.

Fettstoffwechselstörungen

Nicht nur der Zuckerstoffwechsel, auch der Fettstoffwechsel wird bei adipösen Menschen negativ beeinflusst. Häufig tritt eine Erhöhung der Werte des „schlechten Cholesterins“, also eine Hypertriglycerinämie, gemeinsam mit einer Verringerung des „guten Cholesterins“, des HDL-Cholesterins, auf. Diese Konstellation erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und senkt die statistische Lebenserwartung.

Atmung

Das Schlafapnoe-Syndrom ist ein häufiges Problem im Rahmen einer Adipositas. Es tritt vier mal häufiger auf als bei Normalgewichtigen. Im Rahmen des Syndroms kommt es zu wiederholten Atemaussetzern im Schlaf. Die Folgen sind zahlreich, zum Beispiel Tagesschläfrigkeit, Kopfschmerzen oder Bluthochdruck. Nach einer Gewichtsreduktion ist in der Regel eine Verbesserung der Atmung zu beobachten.

Bewegungsapparat

Zwar haben adipöse Menschen ein geringeres Risiko, an Osteoporose zu erkranken, die Wahrscheinlichkeit von Verschleißerscheinungen am Bewegungsapparat ist jedoch durch die kontinuierliche Überbelastung von Knochen und Gelenken massiv erhöht. Vor allem Kniegelenks-Arthrose, also die Abnutzung von Gelenkknorpeln, ist eine häufige Folge.

Gastrointestinale Erkrankungen

Gallensteine sind eine häufige Erkrankung bei Übergewichtigen. Ebenso besteht ein erhöhtes Risiko für eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse und der Entwicklung einer sogenannten Fettleber, welche wiederum eine Entzündung und somit eine Funktionseinschränkung der Leber zur Folge haben kann.

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Bösartige Erkrankungen​

Gesundheitliches Risiko​

Adipositas führt zu einem stark erhöhten Krebsrisiko. Vor allem bei hormonabhängigen und bösartigen Tumoren ist das Risiko oft um ein Vielfaches erhöht.
Zudem geht Adipositas mit einem insgesamt erhöhten Risiko bei operativen Eingriffen und Narkose sowie einer Begünstigung entzündlicher Prozesse einher.

Neben all den körperlichen Risiken gibt es ein enges Zusammenspiel zwischen Übergewicht und depressiven Erkrankungen. Einerseits können seelische Verstimmungen ein ungesundes Essverhalten auslösen, andererseits erkranken adipöse Menschen häufiger als normalgewichtige an psychischen Störungen wie Depressionen oder Angststörungen.

Dieser erste Einblick in die möglichen Folgen eines massiven Übergewichts zeigt deutlich, welchem gesundheitlichen Risiko adipöse Menschen ausgesetzt sind. Ebenso klar ist jedoch auch: Eine Reduktion des Gewichts geht bei nahezu allen Folgeerkrankungen mit einer Abnahme der Symptome und einer Verbesserung des Gesundheitszustandes einher.

Weitere Krankheitsbilder

Diabetes mellitus

Zuviel Zucker im Blut - Wenn der Körper seinen Insulinhaushalt nicht mehr regeln kann.

Herzinsuffizienz

Wenn das Herz den Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt.

Schlaganfall

Plötzlich steuert das Gehirn das zentrale Nervensystem nicht mehr.

Tinnitus

Rund ein Viertel der Bevölkerung hatte schon mal das „Klingeln im Ohr“.

Depressionen im Alter

Gründe für einen Rückzug gibt es viele, daher werden Depressionen im Alter häufig nicht ernst genommen und stark unterschätzt.

Bluthochdruck

Falsche Lebensgewohnheiten, Stress und eine ungesunde Ernährung erhöhen das Risiko an Bluthochdruck zu erkranken.

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