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Angststörungen

Angststörungen können durch unterschiedliche bzw. multikausale Ursachen entstehen. Doch welche Faktoren beeinflussen das Entstehen von Angststörungen?

Ursachen von Angststörungen

Spuren aus der Kindheit oder genetische Veranlagung?

Es gibt nicht die eine Ursache oder den einen Auslöser für die Entstehung einer Angststörung. Vielmehr spielen mehrere Faktoren eine Rolle (multikausale Entstehung). Als ein Faktor gilt eine genetische Veranlagung. Zudem können bestimmte biochemische Prozesse im Gehirn dysfunktional sein. Dies kann zum Beispiel dazu führen, dass das Zusammenspiel verschiedener Hirnareale, deren gemeinsame Aktivität zur Entstehung von Angst führt, überempfindlich auf Reize reagiert. Auch ein gestörtes Gleichgewicht der Botenstoffe (Neurotransmitter) im Gehirn kann einer Angststörung zugrunde liegen.

Darüber hinaus können einschneidende Ereignisse oder Erfahrungen in der Kindheit (wie Scheidung der Eltern oder Verlust eines Elternteils) und die Erziehung auf die Entwicklung einer Angststörung einwirken. Auch im späteren Leben können belastende Situationen zu einer Erkrankung führen. Man fasst diese Einflüsse unter dem Begriff „psychosoziale Faktoren“ zusammen.

Angststörungen entwickeln sich häufig bereits im Kindes- und Jugendalter. Am häufigsten manifestieren sie sich dann im mittleren Lebensalter.

Die Diagnostik und Klassifizierung von Angststörungen erfolgt in Deutschland und anderen Ländern nach der International Classification of  Diseases (ICD) der Weltgesundheitsorganisation. In diesem Katalog werden verschiedene Formen von Angststörungen aufgeführt.

Welche Formen von Angststörungen gibt es?

Generalisierte Angststörung

Eine generalisierte Angststörung zeichnet sich durch eine nahezu permanente Nervosität und Ängstlichkeit aus. Betroffene machen sich übermäßig viele Sorgen. So sorgen sie sich beispielsweise übermäßig um Finanzen, die Zukunft oder um die Gesundheit. Häufig machen sich die Betroffenen mehr Sorgen um Angehörige als um sich selbst.

Spezifische Phobie

Eine spezifische Phobie bezieht sich auf einen ganz bestimmten Gegenstand oder eine bestimmte Situation, die die Angst auslöst. Diese kann in ihrer Stärke von leichtem Unbehagen bis zu panischer Angst reichen. Beispiele für spezifische Phobien sind:

  • Höhenangst
  • Agoraphobie („Platzangst“)
  • Angst vor Hunden
  • Flugangst

In der Regel versuchen die Betroffenen die auslösenden Situationen zu vermeiden. Ist dies ohne Schwierigkeiten möglich, schränkt eine spezifische Phobie das Leben in der Regel weniger ein als andere Formen der Angststörung. Generell gilt jedoch: Menschen mit Angststörungen leiden in der Regel sehr unter den Symptomen und den sich daraus ergebenden Einschränkungen. Dabei sind Angststörungen bei korrekter Diagnostik und Behandlung gut behandelbar.

Panikstörung

Im Rahmen einer Panikstörung treten plötzliche, unkontrollierbare Panikattacken auf - meist ohne offensichtliche Auslöser. Unter einer Panikattacke versteht man eine einzelne Episode abrupt einsetzender, intensiver Angst. Betroffene empfinden Angst und Beklemmungsgefühle und erleben starke körperliche Symptome wie Herzrasen oder Schweißausbrüche.

Soziale Phobie

Eine soziale Phobie beinhaltet Angst vor anderen Menschen und bestimmten zwischenmenschlichen Interaktionen. Menschen mit sozialer Phobie haben Angst im Fokus der Aufmerksamkeit zu stehen oder sich zu blamieren. Zudem fürchten sie beispielsweise, dass andere Menschen sie für unfähig, hässlich oder ähnlich Negatives halten.

Sie haben Angst, in der Öffentlichkeit aufzufallen und sich peinlich zu verhalten. Sie leiden an einer großen Unsicherheit, vor allem in der Umgebung von vielen Menschen. Daher vermeiden Sie häufig Situationen mit anderen Menschen und wirken schüchtern und introvertiert.

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