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Bluthochdruck

Viele Betroffenen erkennen die ersten Anzeichen von Bluthochdruck meist nicht. Die Symptome, wie Schwindel oder Ohrensausen, sind häufig eher unspezifisch.

Oft fehlen die Anzeichen

Erkrankung mit schwerwiegenden Folgen

Menschen, die an Bluthochdruck leiden, haben unter anderem ein erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden. Mit Hilfe von Studien und sogenannten Scores (Punktespiegeln) wurden Methoden entwickelt, mit denen das individuelle Bluthochdruckrisiko bestimmt werden kann.

Mit dem PROCAM-Score (Prospective Cardiovascular Münster Study) wird das Erkrankungsrisiko für Schlaganfall und Herzinfarkt unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren bestimmt. Alter, Blutdruck, Raucherstatus, Zuckererkrankung und Blutfettwerte gehen ebenso in die Berechnung ein wie Blutzuckerwerte, die Einnahme von blutdrucksenkenden Medikamenten und die familiäre Vorbelastung (zum Beispiel Herzinfarkt oder Schlaganfall bei Verwandten 1. Grades unter 60 Jahren).

Symptome sind oft unspezifisch

Habe ich Bluthochdruck?

Oft bleibt der Bluthochdruck über lange Zeit unentdeckt, weil spezifische Symptome fehlen. Man geht davon aus, dass etwa ein Drittel aller Hypertoniker nicht wissen, dass sie an Bluthochdruck erkrankt sind.

Symptome, die auf einen Bluthochdruck hinweisen, sind:

  • (morgendlicher) Kopfschmerz
  • Schwindel
  • Ohrensausen
  • Nasenbluten
  • Sehstörungen
  • Herzklopfen
  • Atemnot
  • Angina pectoris (Herzschmerzen, Engegefühl in der Brust)

Komplikationen sind wegweisend​

Beschwerden für die richtige Therapie

Bluthochdruck kann eine Vielzahl an Komplikationen verursachen. Oftmals wird die Erkrankung erst durch das Auftreten von Komplikationen diagnostiziert und schließlich therapiert.

Durch die erhöhten Druckverhältnisse im Gefäßsystem entwickeln Hypertoniker häufig frühzeitige Gefäßverkalkungen. Auch die Blutgefäße des Augenhintergrundes verändern sich. Diese Veränderungen werden Fundus hypertonicus genannt und sind verantwortlich für die Sehstörungen, die im Rahmen der Erkrankung auftreten können.

  

Dauerhafte Blutdruckerhöhung belastet das Herz. Durch die vermehrte Arbeit, die das Herz bewältigen muss, verdickt sich der Herzmuskel soweit, dass er nicht mehr adäquat pumpen kann. Daraus resultiert schließlich eine Herzschwäche. Das Herz kann den Körper nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgen.

Die Gefäßverkalkungen betreffen auch die Gefäße, die das Herz mit Sauerstoff versorgen, die Herzkranzgefäße. Dadurch entwickeln viele Hypertoniker mit der Zeit eine sogenannte koronare Herzerkrankung mit in Folge möglichen Herzrhythmusstörungen, Angina pectoris-Anfällen, Herzinsuffizienz oder Herzinfarkt.

Weitere Krankheitsbilder

Schlaganfall

Plötzlich steuert das Gehirn das zentrale Nervensystem nicht mehr.

Diabetes mellitus

Zuviel Zucker im Blut - Wenn der Körper seinen Insulinhaushalt nicht mehr regeln kann.

Angina pectoris

Wie zugeschnürt - Wird die Luft knapp und die Brust zu eng, kann eine Sauerstoff-Unterversorgung des Herzmuskels vorliegen.

Lungenkrebs

Zu hoher Tabakkonsum ist der häufigste Auslöser von Lungenkrebs, der jedoch ganz unterschiedlich auftreten kann.

Parkinson

Die auch als Schüttellähmung bezeichnete Erkrankung äußert sich meistens durch ein unkontrollierbares rhythmisches Schütteln.

Multiple Sklerose

Angriff der eigenen Körperzellen auf unser zentrales Nervensystem.

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