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Brustkrebs

Nach der Diagnose sollte möglich rasch mit einer Therapie begonnen werden. Dennoch ist es ratsam, die beste Therapiemethode für sich selbst zu wählen.

Der richtige Umgang mit der Erkrankung

Lebensqualität ermöglichen

Wurde eine Erkrankung an Brustkrebs festgestellt, muss nicht im selben Moment entschieden werden, wie der weitere Therapieweg gestaltet wird. Nachdem Sie mit der Diagnose konfrontiert wurden, ist es ratsam, sich sorgfältig über die Behandlungsmöglichkeiten und die beste Therapie für sich selbst zu informieren.

Bei der Therapie können aber auch verschiedene Nebenwirkungen auftreten. Diese zu behandeln, verbessert die Lebensqualität während und nach der Brustkrebstherapie erheblich.
 

Die Behandlung von Nebenwirkungen der Brustkrebstherapie verbessert die Lebensqualität.

Informationsmaterial

Verschiedene Therapieformen können zu Haarausfall führen. Für viele Betroffene ist dies sehr belastend und sie müssen einen Weg für sich finden, damit zurecht zu kommen. Die Broschüre des Brustkrebs-Deutschland e.V. gibt einige Hilfestellungen zum Thema.

Müdigkeit und Erschöpfung gehören zu den Nebenwirkungen der Behandlung. Mit gezielten Trainingsmethoden kann man jedoch aktiv dagegen vorgehen.

Die beste medizinische Versorgung ist meist teuer. Die deutsche Rentenversicherung informiert Sie über die Kostenübernahme.

Nebenwirkungen einschränken

Methoden, die Nebenwirkungen verhindern oder mildern sollen, werden zu der supportiven Therapie gezählt:

  • Im Rahmen der Operation lässt es sich unter Umständen nicht vermeiden, Lymphknoten zu entfernen. Lymphknoten übernehmen im Körper die Aufgabe, Flüssigkeit aus dem Gewebe abzutransportieren. Fehlen die Lymphknoten der Brust- und Achselregion, so kann es zu einem Lymphödem kommen. Hierbei sammelt sich die Gewebsflüssigkeit im Arm- und Brustbereich an. Es kann zu Schwellungen und Entzündungen kommen. Dem kann mit der sogenannten Lymphdrainage entgegengewirkt werden. Hierbei wird durch spezielle Massagetechniken der Lymphfluss angeregt.
  • Bei der Brustkrebstherapie werden auch Medikamente gegeben, die gegen das Hormon Östrogen gerichtet sind. Der Körper braucht jedoch eine gewisse Menge an Östrogen, um seine Knochen stabil zu halten. So kann durch die Brustkrebstherapie Osteoporose, eine Reduktion der Knochenstabilität, verschlimmert oder ausgelöst werden. Um dies zu verhindern, werden körperliche Aktivität und eine ausgewogene Ernährung empfohlen. Bei einer nachgewiesenen Verminderung der Knochensubstanz werden medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten angewandt, die in Absprache mit dem die Nachsorge durchführenden Arzt abgestimmt werden.

   

  • Durch einige Medikamente der Chemotherapie und durch die Bestrahlung kann es passieren, dass es zu Haarausfall kommt. Dieser Haarausfall ist meist reversibel, die Haare wachsen nach der Behandlung wieder nach. Trotzdem ist der Verlust der Haare eine sehr belastende Situation. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit dem Haarverlust umzugehen. Die Broschüre „Brustkrebs und Haarausfall“ bietet hierzu einige gute Hilfestellungen.
  • Durch die Brustkrebsbehandlung kann es zu einer chronischen Müdigkeit und Erschöpfung kommen, dabei handelt es sich um die sogenannte Fatigue. Diese kann mit bestimmten Trainingsmethoden behandelt werden. Die deutsche Krebshilfe hat zu diesem Thema eine Informationsbroschüre erstellt.
  • Durch die Operation wird das Erscheinungsbild der Brust verändert. Um dieses wieder herzustellen, stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Nach der Brustoperation verwenden viele Frauen eine Brustprothese, um ein symmetrisches äußeres Erscheinungsbild zu erreichen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Brust mittels Silikon oder Eigengewebe wieder aufzubauen. Es empfiehlt sich, mit dem behandelnden Arzt über die Möglichkeiten zu sprechen.

Anschlussheilbehandlung und Krebsnachsorge​

Die Erholungsphase​

  • Zum Ende des Krankenhausaufenthaltes kann eine sogenannte Anschlussheilbehandlung (AHB) beantragt werden. Die AHB dient der weiteren Erholung von einer schweren Erkrankung unmittelbar im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt und erfolgt ambulant oder stationär. Sie sollte spätestens zwei Wochen nach Entlassung angetreten werden. In der AHB wird damit begonnen, den Patienten wieder an den Alltag zu gewöhnen. Es erfolgt Unterstützung, um den Wiedereinstieg in das soziale und eventuell berufliche Leben zu vereinfachen. Auch psychologische Hilfe kann in Anspruch genommen werden. Eine Krebserkrankung bedeutet immer eine Extrembelastung für den Körper, aber auch für die Psyche. In der Anschlussheilbehandlung kann diese psychische Belastung aufgearbeitet werden.
  • Eine Rehabilitation funktioniert ähnlich wie die Anschlussheilbehandlung. Sie muss jedoch nicht unmittelbar an den Krankenhausaufenthalt angeschlossen sein. Auch hier ist das Ziel die körperliche und geistige Gesundheit wieder herzustellen und eine Rückkehr in das normale Leben zu ermöglichen.
  • Nach der Erstversorgung des Tumors werden Kontrollen empfohlen, um eventuelle Rückfälle möglichst früh zu erkennen. Diese Nachsorge ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Brustkrebsbehandlung. Sie beginnt mit der abgeschlossenen Erstbehandlung und wird in bestimmten zeitlichen Abständen durchgeführt. Aus diesem Grund wird ein Nachsorge-Zeitplan erstellt, der vorgibt, welche Untersuchungen im Rahmen der Nachsorge durchgeführt werden. Bestandteil der Nachsorge sind die regelmäßige ärztliche Untersuchung, Beratung und Befragung, ebenso wie regelmäßige Ultraschall- und Mammographie-Kontrollen.
  • Brustkrebs ist nicht nur eine Erkrankung des älteren Menschen. Auch Frauen und Männer in jungen Jahren können davon betroffen sein. Für alle gilt, dass die Diagnose extrem belastend und schockierend ist. Umso wichtiger ist es, die Lebensqualität so gut wie möglich zu verbessern und zu erhalten, ganz egal ob jung oder alt. Diese Tipps sollen dabei behilflich sein.
  • Hinweis zur Kostenübernahme: Die Maßnahmen zur Krebsnachsorge werden nicht von der privaten Krankenversicherung, sondern vom Rentenversicherungsträger übernommen. Genauere Informationen zur Kostenübernahme gibt die deutsche Rentenversicherung.

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Infomaterial zum Downloaden

Deutsche Krebshilfe

Die Deutsche Krebshilfe ist auf die Hilfe, Forschung und das Informieren von Betroffenen, Angehörigen und Interessierten spezialisiert. Unteranderem bietet die Deutsche Krebshilfe ausführliche und hilfreiche Broschüren zu allen Krebsarten, zur Krebsprävention und -früherkennung sowie vieles mehr. Auch Brustkrebs wird umfangreich thematisiert:

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