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Brustkrebs

Die Symptome der Brustkrebserkrankung sind oft kaum spürbar und sind individuell sehr unterschiedlich. Daher ist es wichtig, körperliche Veränderungen genau zu beobachten.

Symptome treten häufig erst spät auf

Nicht nur eine Sache der Vererbung

Mehrere Faktoren beeinflussen die Entstehung von Brustkrebs. Wurde die Diagnose gestellt, ist es meist schwierig, die genaue Ursache zu bestimmen.

Bestimmte Hormoneinflüsse gelten als Risikofaktoren für die Brustkrebsentstehung. Als ungünstig wird ein langer Einfluss von schwankenden Hormonspiegeln, wie sie während des weiblichen Zyklus auftreten, angesehen. So kann das frühe Auftreten der ersten Regelblutung (Menarche) und eine späte letzte Regelblutung (Menopause) die Entwicklung von Brustkrebs fördern. Des Weiteren werden auch Kinderlosigkeit oder eine späte Geburt des ersten Kindes als Faktoren angesehen, die das Brustkrebsrisiko steigern. Eine Hormonersatztherapie, wie sie nach der Menopause durchgeführt werden kann, und der Einsatz der „Anti-Baby-Pille“ sind ebenfalls risikosteigernde Einflüsse.

Auch durch den eigenen Lebensstil wird die Entstehung von Brustkrebs beeinflusst. Bewegungsmangel, Übergewicht und auch übermäßiger Alkoholkonsum sind wissenschaftlich erwiesene Risikofaktoren für Brustkrebs. In engem Zusammenhang damit steht die „Zuckerkrankheit“ (Diabetes mellitus), welche ebenfalls die Brustkrebsentwicklung begünstigt.

Brustkrebs kann auch vererbt werden, allerdings sind nur etwa 5 Prozent aller Mammakarzinome erblich bedingt. Liegen bestimmte Genveränderungen in sämtlichen Zellen des Körpers vor, also auch in den Ei- und Samenzellen, so kann Krebs vererbt werden. Im Falle von Brustkrebs handelt es sich vor allem um die Gene BRCA-1 und BRCA-2. BRCA steht hierbei für breastcancer, das englische Wort für Brustkrebs.

  

Liegt bei einer Frau eines dieser BRCA-Gene vor, so hat sie ein Risiko von 50-80 Prozent, im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs zu erkranken. Auch der Zeitpunkt der Krankheitsentstehung wird durch die BRCA-Gene beeinflusst. Frauen mit erblich bedingtem Mammakarzinom erkranken im Durchschnitt 20 Jahre früher als Frauen ohne erbliches Risiko. Die BRCA-Gene erhöhen nicht nur das Brustkrebs-Risiko. Auch Eierstockkrebs, das sogenannte Ovarialkarzinom, tritt in diesem Zusammenhang gehäuft auf.

Einige gutartige Veränderungen der Brust haben die Tendenz, bösartig zu entarten. So beispielsweise Knoten oder Zysten im Rahmen einer sogenannten Mastopathie. Eine frühere Erkrankung an Brustkrebs erhöht zudem das Risiko, erneut zu erkranken.

Nur etwa 5% aller Mammakarzinome sind erblich bedingt.

Links zum Thema familiärer Brust- und Eierstockkrebs

Nähere Informationen zum Thema und Antworten auf Ihre Fragen gibt das BRCA Netzwerk.

Symptome

Gut versteckt

Je nachdem, wie weit der Brustkrebs fortgeschritten ist, kann es zu sehr unterschiedlichen Symptomen kommen. Gerade in frühen Stadien fällt es ungeübten Händen schwer, auffällige Veränderungen des Brustgewebes zu ertasten.

Trotzdem ist es wichtig, die Brüste regelmäßig nach Auffälligkeiten abzutasten. Denn eine gute Kenntnis der Beschaffenheit der eigenen Brust kann dabei helfen, mögliche Änderungen früher zu bemerken.

Auf Folgendes sollte geachtet werden:

  • tastbare Knoten und Verhärtungen in der Brust
  • Flüssigkeitsabsonderungen (wässrig, eitrig, blutig) aus der Brustwarze
  • auffällige Hautveränderungen (Rötung, Schuppung, Hauteinziehungen, Entzündungen, „Orangenhaut“)
  • Unregelmäßigkeiten und Asymmetrien der Brust
  • tastbare Lymphknoten in der Achselhöhle

Bei neu aufgetretenen, hauptsächlich einseitigen Schmerzen in der Brust ist es wichtig, den Brustcheck, vor allem das Abtasten, korrekt und gründlich durchzuführen, weil kleinere Veränderungen sonst schnell übersehen werden können. Der Verein Brustkrebs Deutschland e.V. bietet online vielfältige Infomaterialen zur Selbstuntersuchung der Brust an, die auch Anleitungen zur korrekten Durchführung bieten.

Weitere Krankheitsbilder

Herzinsuffizienz

Wenn das Herz den Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt.

Angina pectoris

Wie zugeschnürt - Wird die Luft knapp und die Brust zu eng, kann eine Sauerstoff-Unterversorgung des Herzmuskels vorliegen.

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Zu hoher Tabakkonsum ist der häufigste Auslöser von Lungenkrebs, der jedoch ganz unterschiedlich auftreten kann.

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Alles auf einmal - Leidet man unter mehreren Krankheiten gleichzeitig, spricht man von Multimorbidität.

Migräne

Migräne ist nicht gleich Kopfschmerz, sondern wird von vielen weiteren Symptomen begleitet.

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Falsche Lebensgewohnheiten, Stress und eine ungesunde Ernährung erhöhen das Risiko an Bluthochdruck zu erkranken.

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