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Chronische Schmerzen

Rücken-, Kopf- oder Nervenschmerzen: chronischer Schmerz hat viele Gesichter.

Wenn Schmerz chronisch wird

Doch was ist Schmerz?

Die Internationale Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (IASP) definiert Schmerz wie folgt: „Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- oder Gefühlserlebnis, das mit aktueller und potentieller Gewebeschädigung einhergeht oder von betroffenen Personen so beschrieben wird, als wäre eine solche Gewebeschädigung die Ursache.“
 
Schmerz zu empfinden ist unangenehm, aber gleichzeitig überlebenswichtig. Schmerzen machen auf Schädigungen und Verletzungen des Körpers aufmerksam. Dem Schmerz kommt somit eine Warnfunktion zu! Er hat also normalerweise eine klare Ursache und klingt, sobald diese behoben wird, wieder ab.

Schmerz wird von Menschen individuell unterschiedlich wahrgenommen. Viele Faktoren beeinflussen, was Menschen als Schmerz beschreiben. Schmerz kann in allen Teilen des Körpers durch verschieden starke Reize verursacht werden. Unangenehme äußere Reize wie Schläge, Druck, Zerrungen oder Verbrennungen setzen durch Reizung von Schmerzfühlern im Gewebe (Nozizeptoren) oder durch die Schädigung von Gewebe, schmerzauslösende Substanzen frei. Die schmerzaktiven Substanzen wandeln den schmerzauslösenden Reiz in eine elektrische Nachricht um. Über Nervenfasern wird die Information in Form von elektrischen Impulsen zur nächsten Umschaltstelle, dem Rückenmark, und dann über aufsteigende Nervenbahnen ins Gehirn weitergeleitet. Im Gehirn findet schließlich die Auswertung des Signals statt. Das Signal wird letztlich als Schmerz wahrgenommen.

Vom Schutzmechanismus zum Dauerschmerz

Warnsignale erkennen​

Doch Schmerzen können sich auch „verselbstständigen“ und über einen längeren Zeitraum anhalten. Meist sogar länger als es auf die ursprüngliche Ursache zurückzuführen wäre. Leidet ein Mensch über drei bis sechs Monate an einem gleichbleibenden oder wiederkehrenden Schmerz spricht man von chronischem Schmerz. Ein solcher Schmerz, der seine eigentliche Warnfunktion verloren hat, kann unabhängig von seiner eigentlichen Ursache, als eigenständiges Krankheitsbild definiert werden. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einem Schmerzsyndrom.

Schätzungen zufolge sind in Deutschland über 12 Millionen Menschen von chronischen Schmerzen betroffen. Am häufigsten treten diese in Form von Rückenschmerzen, gefolgt von Kopf-, Unterleibs- und Brustschmerzen auf.

Im Zusammenhang mit chronischen Schmerzen spielt auch die Psyche des Betroffenen eine große Rolle. Viele Schmerzpatienten leiden nicht nur körperlich sondern auch psychisch unter den Folgen der Schmerzen. Arbeitsunfähigkeit, sozialer Rückzug oder depressive Verstimmungen belasten die Betroffenen zusätzlich. Umgekehrt können jedoch auch psychische Probleme die Ursache chronischer Schmerzen sein. Sie begünstigen deren Entstehung und Aufrechterhaltung.

Eine komplette „Heilung“ chronischer Schmerzen ist in vielen Fällen nicht möglich. Ziel der Behandlung chronischer Schmerzen ist es, die Schmerzen so gut wie möglich zu reduzieren. Dadurch können die Betroffenen wieder besser am Leben teilhaben und sind weniger belastet.

Chronischer Schmerz und die Psyche der Betroffenen

Neben körperlichen Ursachen, sind auch psychische Faktoren ausschlaggebend für chronische Schmerzen. Unter anderem auch depressive Verstimmungen. Die Pflegewelt von AXA informiert gerne über diese Thematik:

PflegeTIPP: Depression

Passend zum Thema Depression bieten wir Ihnen einen zusätzlichen Videobeitrag:

Erfahren Sie mehr über chronische Schmerzen

Formen von chronischen Schmerzen

Von einem chronischen Schmerz spricht man wenn Schmerzen über drei Monate lang anhalten. Die Formen von chronischem Schmerz unterscheiden sich zwischen: Nozizeptiver, Neuropatischer und funktioneller Schmerz.

Weitere Symptome

Wussten Sie, dass neben körperlichen Faktoren, auch die Psyche einen entscheidenden Beitrag, zur Entstehung von chronischen Schmerzen leistet?

Therapieformen & Hilfe

Medikamente fungieren nur als ein Teil der Behandlung. Maßnahmen wie Psycho- oder Physiotherapie sollten ebenso hinzugezogen werden.

Empfehlung

Wussten Sie, dass es Schmerzspezialisten gibt? Aber auch ein Schmerztagebuch sowie der Besuch einer Selbsthilfegruppe können helfen.

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