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Chronischer Schmerz

Formen und Ursachen: Gelenkverschleiß, Migräne, Diabetes mellitus – nur drei Beispiele für Erkrankungen, bei denen aus akutem ein chronischer Schmerz werden kann.

„Erlernter Schmerz“

Die Rolle des Schmerzgedächtnisses

Sehr starke oder lang anhaltende Schmerzen können zur Folge haben, dass auch geringe (Schmerz-) Reize erneut zu starken oder dauerhaften Schmerzen führen. Dies wird wie folgt erklärt: Die schmerzleitenden Nervenfasern werden sowohl in der Körperperipherie als auch zentral im Rückenmark und dem Gehirn empfindlicher. Dies führt zu der Entstehung eines „Schmerzgedächtnisses“ und führt langfristig zu einer Herabsetzung der Schmerzschwelle.

Werden Schmerzen also nicht frühzeitig durch Medikamente behandelt oder ihre Ursachen behoben, kann dies zu chronischen Schmerzen führen.

Ursachen für Schmerzen

Das Zusammenspiel von Schmerz und Psyche ​

Die Stärke des Schmerzes kann auch durch psychische Faktoren beeinflusst werden. Gerade die Entstehung eines Schmerzsyndroms hängt oft nicht nur von körperlichen Ursachen ab. Vielmehr geht man inzwischen von einem Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Faktoren aus. Dabei spielen beispielsweise anhaltender Stress oder zwischenmenschliche Konflikte eine Rolle, wie (stark) Schmerz empfunden wird. Besonders deutlich wird dies bei der häufigsten Form chronischer Schmerzen: dem chronischen Rückenschmerz. Dieser ist in vielen Fällen nicht auf eine bestimmbare, anhaltend bestehende körperliche Schädigung zurückzuführen. Vielmehr basiert dieser auf Funktionsstörungen, die durch dauerhafte Anspannung, körperlicher oder psychischer Art, hervorgerufen werden.

Chronische Rückenschmerzen | Pflegewelt von AXA

So kann, beispielsweise bei Rückenschmerzen, ein sich selbst verstärkender Kreislauf entstehen: Aus Anspannung resultiert Verspannung und damit Schmerz. Dieser kann mit Bewegungseinschränkungen oder Schonhaltungen einhergehen, die wiederum zu einem Aufrechterhalten des Schmerzes führen. Hinzu kommen Sorgen oder Unruhe angesichts der Schmerzen, die ihrerseits zu Stress und Anspannung führen. Der Schmerz kann sich so immer weiter verstärken. Die Folgen können von Schonung, sozialem Rückzug über Ängste bis hin zu depressiven Verstimmungen reichen. Aufgrund psychischer Belastungen oder Instabilität können sich akute Schmerzen zu einem Schmerzsyndrom entwickeln.

Ebenso können psychische Erkrankungen, wie eine Posttraumatische Belastungsstörung oder eine depressive Erkrankung zu Schmerzen ohne zugrundeliegende körperliche Ursache führen. 

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Formen des chronischen Schmerzes

Drei Arten von chronischem Schmerz

Besteht ein Schmerz über drei bis sechs Monate kontinuierlich oder wiederkehrend, spricht man von chronischem Schmerz.

Je nach Ursache und Manifestation lassen sich bei chronischen Schmerzen drei Untergruppen unterscheiden:

Nozizeptiver Schmerz geht auf eine Schädigung oder Reizung von Gewebe zurück. Entsprechende Rezeptoren (Nozizeptoren) in diesem Gewebe werden gereizt. Beispiele für Ursachen nozizeptiven Schmerzes sind Arthrose („Gelenkverschleiß“) oder Schmerzen durch mangelnde Durchblutung einzelner Körperteile infolge einer arteriellen Verschlusskrankheit.

Neuropathischer Schmerz entsteht durch die Schädigung von Nerven. Diese kann zum Beispiel im Rahmen einer Diabetes mellitus Erkrankung entstehen. Eine andere Form des neuropathischen Schmerzes sind Beschwerden im Bereich des Ischiasnerven oder Schmerzen durch Nervenschädigung als Spätfolge einer Gürtelrose.

Unter dem Begriff funktioneller Schmerz fasst man Schmerzen zusammen, die Ausdruck einer psychischen Belastung sind und in ihrer Intensität nicht allein durch körperliche Ursachen erklärt werden können.

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Die häufigste Form chronischer Schmerzen sind Rückenschmerzen. Das PLUS von AXA gibt 10 Tipps für den Alltag, wie man u. a. Schmerz ohne Schmerzmittel entgegenwirken kann. Zudem bietet die Serie „Rückengesundheit“ weiterführende Informationen zum Thema.

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