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Chronische Schmerzen

Medikamente machen nur einen Teil einer Behandlung chronischer Schmerzen aus. Ergänzt werden sie durch Maßnahmen aus dem Bereich der Psycho- oder Physiotherapie.

Symptome

Gibt es symptomatische Unterschiede bei chronischen Schmerzen?

Die Art des Schmerzes unterscheidet sich je nach Form und Ursache des Schmerzsyndroms. So kann nozizeptiver Schmerz beispielsweise in Folge von Gelenkverschleiß vor allem in Abhängigkeit von Bewegung oder Belastung des betroffenen Gelenks auftreten. Neuropathischer Schmerz hingegen kann auch ohne direkt erkennbare äußere Ursache auftreten und wird oft als einschießend, attackenartig oder brennend beschrieben. Funktioneller Schmerz infolge starker psychischer Belastung lässt sich oft nicht konkret einem bestimmten Körperteil zuordnen, er tritt oft eher diffus oder in wechselnden Teilen des Körpers auf.
 
Wird akuter Schmerz für längere Zeit ignoriert, kann dies die Entstehung chronischer Schmerzen begünstigen. Daher sollte bei Schmerzen, die wiederholt oder anhaltend auftreten, ein Arzt konsultiert werden, damit die Schmerzen gelindert und nicht chronisch werden können.
Chronische Schmerzen führen unbehandelt in vielen Fällen zu Arbeitsunfähigkeit oder Frühverrentung.

Diagnostik chronischer Schmerzen

Diagnose bei chronischen Schmerzen | Pflegewelt von AXA

Die Diagnose durch den Arzt

Zu Beginn der Behandlung chronischer Schmerzen steht eine umfassende körperliche Untersuchung. Dadurch werden die Ursachen des Schmerzes bestimmt und diese im Anschluss, wenn möglich, behoben. Die Diagnostik schätzt zudem ab, ob die Schmerzen allein durch die gefundene Ursache zu erklären sind, oder ob eine Unverhältnismäßigkeit besteht.

Viele Patienten mit chronischen Schmerzen haben bereits einen langen Leidensweg hinter sich, oft mit zahlreichen Untersuchungen und Arztbesuchen. Daher sollten bisherige Befunde in der Aufnahme der Krankheitsgeschichte (Anamnese) berücksichtigt werden. Dadurch lassen sich aufwändige und erneute teure  Untersuchungen vermeiden.

Eine umfassende „Bestandsaufnahme“ des Alltags und der empfundenen Belastung des Patienten hilft dabei, den Schmerz und seine Komponenten besser zu verstehen. Denn in den meisten Fällen spielen soziale oder psychische Faktoren ebenfalls eine wichtige Rolle in der Entstehung chronischer Schmerzen. Wenn ein Patient Schmerzen wesentlich stärker empfindet als es der körperliche Befund vermuten lässt, könnten soziale oder psychische Faktoren eine größere Rolle als körperliche Schäden spielen. Im Anschluss an die Diagnostik lässt sich die Schmerztherapie besser an die Bedürfnisse des Patienten anpassen.

Die „Schmerzskala“

Schmerz lässt sich nicht objektiv messen. Er kann immer nur vom Betroffenen in seiner Art und Schwere beschrieben werden. Daher kommen in der Diagnostik (nicht nur chronischer Schmerzen) verschiedene Skalen zum Einsatz. Diese helfen dem Patienten den Schmerz in seiner Intensität zu beschreiben. Solche Skalen bieten im Verlauf der Behandlung auch die Möglichkeit, die subjektiv empfundene Verbesserung der Symptomatik zu dokumentieren. Ebenso werden  Schmerzfragebögen eingesetzt. Diese helfen sowohl Arzt als auch Patient, die Details und Ausprägung der Schmerzen strukturiert zu erfassen.

Einflussnahme der Lebensumstände

Neben der Beschreibung der Art und Intensität der Schmerzen sollte eine umfassende Betrachtung der Lebensumstände Teil der Diagnostik sein. Hierbei wird geprüft, in wieweit der Patient durch die chronischen Schmerzen in seinem Alltag eingeschränkt ist und welchen Leidensdruck dies verursacht. Außerdem sollten mögliche zugrundeliegende psychische Faktoren (zum Beispiel eine Angsterkrankung oder Depression) oder soziale Faktoren (Stress im Arbeits- oder Privatleben) abgefragt und im Rahmen der Therapieplanung berücksichtigt werden.

schon GEWUSST? | Pflegewelt von AXA
Chronische Schmerzen auf Grund von Stress?
Die Auswirkungen von andauerndem Stress werden oftmals unterschätzt. Dabei kann Stress nicht nur zu psychischen Folgeschäden oder z. B. Depressionen führen. In vielen Fällen leidet auch der Körper unter häufigen Stress. Die Ursache: u. a. chronische Schmerzen, deren Ursprung meist kaum zu erklären ist. Machen Sie täglichem Stress ein Ende! Lesen Sie gerne unseren Beitrag zum Thema: Stressbewältigung.

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