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Darmkrebs

Eine Krebserkrankung stellt immer eine große Belastung dar. Die Behandlung ist oft anstrengend und mit Nebenwirkungen belastet. Wir führen Ihnen auf, was Sie tun können, um psychisch und auch körperlich gut durch die Behandlung zu kommen.

Präventive Maßnahmen und ein gesunder Lebensstil​

Welche Risikofaktoren gibt es?

Verschiedene Faktoren können das Risiko einer Darmkrebs-Erkrankung erhöhen. Hierzu zählen:

  • Hohes Lebensalter. 90 Prozent der Darmkrebs Fälle treten nach dem 50. Lebensjahr auf.
  • Langjähriger Nikotin- und Alkoholkonsum. Beide Stoffe erhöhen das Risiko für viele Krebserkrankungen. So enthalten sie z.B. Stoffe, die die Zellen des Darms schädigen.
  • Übergewicht, ballaststoffarme Ernährung, hoher Fleischkonsum und der regelmäßige Verzehr von übermäßig vielen Fetten. Bei ballaststoffarmer Ernährung verbleibt der Stuhl länger im Darm. So wirken krebserregende Stoffwechselprodukte der Darmbakterien länger auf die Darmzellen ein. Dies begünstigt die Entstehung von Darmkrebs.
  • Günstig wirken sich eine Reduzierung der Zuckerzufuhr und eine ausreichende Trinkmenge aus. Ebenso sollte täglich Obst und Gemüse verzehrt werden.

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Weitere Informationen zu den Grundregeln gesunder Ernährung haben wir für Sie zusammengefasst.

Ernährung und Bewegung während der Behandlung

Bei vielen Krebspatienten kommt es durch die Behandlung zu einer verringerten Nahrungsaufnahme. Viele leiden auch unter Übelkeit, veränderter Geruchs- und Geschmacks­wahrnehmung. Bei Darmkrebs kommt hinzu, dass die Verdauung nach einer Darmoperation zunächst nicht wie gewohnt funktioniert und nicht mehr alles wie vorher vertragen wird.

Für eine erfolgreiche Behandlung und gute Lebensqualität trotz Krankheit ist es jedoch wichtig, auch weiterhin genug Energie zu sich zu nehmen. Dies beugt Erschöpfung und dem Abbau körperlicher Fähigkeiten vor. Konkrete Tipps für das Essen während der Behandlung gibt es nicht. Betroffene müssen selber herausfinden, was ihnen schmeckt und gut tut. Spezielle kalorienreiche Getränke können helfen, die nötige Energie zu sich zu nehmen.

Früherkennung (Screening)

Je früher Darmkrebs entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Es empfiehlt sich also, die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Ab dem 50. Lebensjahr übernehmen die Krankenkassen die Kosten für einen jährlichen Test auf Blut im Stuhl.

Ebenso werden die Kosten einer Darmspiegelung ab dem 55. Lebensjahr erstattet. Diese kann nach zehn Jahren wiederholt werden.

Früherkennung von Darmkrebs - Soll ich daran teilnehmen?

Weitere Informationen zum Thema Vorsorge beinhaltet ein von der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung herausgegebenes Infoblatt.

Ernährung bei Darmkrebs | Pflegewelt von AXA

Auch bei Darmkrebs gelten die allgemeinen Ernährungsratschläge der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Des Weiteren empfehlen Fachverbände:

  • Essen Sie langsam und kauen Sie gründlich -      

  • Nehmen Sie häufige und dafür kleine Mahlzeiten zu sich

  • Meiden Sie blähende Lebensmittel

  • Verwenden Sie nur hygienisch einwandfreie Lebensmittel; Waschen Sie Obst und Gemüse gründlich, eventuell schälen

  • Garen Sie Fleisch und Fisch gut

  • Achten Sie auf das Haltbarkeitsdatum

Ausreichend Bewegung

Bewegung hält den Körper stark

Bewegung ist ebenfalls ein wichtiges Thema. Im Gegensatz zu früher empfiehlt man PatientInnen nicht mehr, sich ausschließlich zu schonen. Im Gegenteil: angemessene und der individuellen Fitness angepasste Bewegung oder Sport hilft, den Körper stark zu machen für die Strapazen der Behandlung.

Welche Art von Sport oder körperlicher Aktivität Sie an den Tag legen, ist Ihnen überlassen. Einzige Einschränkung: Nach der Tumorentfernung im Darm dürfen Sie zunächst nicht schwer heben, um die Nähte in Darm und Haut nicht zu strapazieren. Selbst wenn bei der Operation der Schließmuskel erhalten werden konnte, kann es in der Folge zu Problemen mit der Kontinenz kommen. Unter Kontinenz versteht man die Fähigkeit, Stuhl und Urin einzuhalten und kontrolliert auszuscheiden.

Dies wird nicht allein vom Schließmuskel bestimmt, sondern wird von zahlreichen Strukturen des Beckenbodens und Reflexen beeinflusst. Kommt es nach der Operation zu Problemen mit der Kontinenz können verschiedene Maßnahmen helfen. Zum Beispiel Beckenbodentraining. Kommt es zu häufigen Durchfällen, kann eine ballaststoffreiche Ernährung und das Essen von stark quellenden Lebensmitteln (z.B. Flohsamen) helfen. In manchen Fällen können auch Einläufe oder Analtampons hilfreich sein.

PflegeTIPP  Inkontinenz

Kontinenz beschreibt die Fähigkeit, Stuhl und Urin einzuhalten und kontrollieren zu können. Poblematisch wird es jedoch, wenn man es nicht rechtzeitig zur Toilette schafft. Das Thema Inkontinenz gehört immer noch zu den Tabuthemen.

Beratung und Hilfen

Nehmen Sie Hilfe an

Viele Krankenhäuser bieten ihren Krebspatienten eine psychoonkologische Betreuung an, denn oft bedeutet eine Krebserkrankung auch eine starke psychische Belastung. Es stehen geschulte Gesprächspartner für einen Austausch zur Verfügung.

Manche Krankenhäuser bieten zusätzlich Schulungen an. Diese informieren Betroffene über Ernährung, Bewegung und Lebensführung im Rahmen einer Krebstherapie. In vielen Städten gibt es zudem Selbsthilfegruppen, in denen sich Betroffene untereinander austauschen und unterstützen können.

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Umgang mit der Krankheit

Viele Betroffene erleben im Rahmen ihrer Krebserkrankung und der Behandlung tiefgreifende Ängste. Die eigene Existenz wird in Frage gestellt, man ist verunsichert, wie die Zukunft wohl aussehen wird, ob man womöglich leiden wird. Wenn man weiß warum oder wovor man Angst hat, ist es leichter, damit umzugehen. Die Therapie und die anschließende Genesung von einer Krebserkrankung braucht Zeit. Haben Sie Geduld mit sich selbst und geben Sie sich genug Zeit, um wieder zu Kräften zu gelangen. Ein stabiles soziales Netz und ein offener Umgang mit der eigenen Erkrankung kann manches erleichtern.

Ein stabiles soziales Netz und ein offener Umgang mit der eigenen Erkrankung kann manches erleichtern. Ist die Krankheit so weit fortgeschritten, dass sie nicht mehr geheilt werden kann, wird eine sogenannte palliative Behandlung angeboten. Diese bedeutet eine Begleitung bis zum Lebensende. Ziel ist es, Schmerzen und Leiden so gut es geht zu lindern und dem Patienten auch psychisch Beistand zu geben. Die Betreuung kann ambulant oder auf speziellen Stationen im Krankenhaus erfolgen. Weitere Informationen bietet der "Wegweiser Hospiz und Palliativmedizin".

Video zum Thema

Zum Thema Hospiz bieten wir Ihnen in einem Film zusätzliche Informationen.

Cannabis auf Rezept

Nach jahrelangen Streitigkeiten um die Zulassung von Cannabis als Medikament hat der Bundestag im Januar 2017 die Verordnung von Cannabis durch Ärzte erlaubt. Palliativpatienten oder Patienten mit chronischen Schmerzen können von der Anwendung von sogenanntem Medizinalhanf, also quasi Cannabis auf Rezept, profitieren. Cannabis wird nun als Medizin anerkannt und darf von Ärzten auf Kosten der Krankenkassen verschrieben werden. Bezogen werden können so entweder getrocknete Blüten und Extrakte der Cannabispflanze (in kontrollierter Qualität) oder Arzneimittel die die gewünschten Wirkstoffe (Dronabilon oder Nabinon) enthalten.

Weitere Krankheitsbilder

Diabetes mellitus

Zuviel Zucker im Blut - Wenn der Körper seinen Insulinhaushalt nicht mehr regeln kann.

Multimorbidität

Alles auf einmal - Leidet man unter mehreren Krankheiten gleichzeitig, spricht man von Multimorbidität.

Parkinson

Die auch als Schüttellähmung bezeichnete Erkrankung äußert sich meistens durch ein unkontrollierbares rhythmisches Schütteln.

Herzinsuffizienz

Wenn das Herz den Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt.

Rheumatische Erkrankungen

Eingeschränkte Beweglichkeit in Kombination mit Schmerzen wird meist einer rheumatischen Erkrankung zugeschrieben.

Lungenkrebs

Zu hoher Tabakkonsum ist der häufigste Auslöser von Lungenkrebs, der jedoch ganz unterschiedlich auftreten kann.

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