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Darmkrebs

Blut im Stuhl, häufige Bauchkrämpfe, starke Blähungen oder Veränderungen des Stuhlgangs – Symptome, die auf das Vorliegen von Darmkrebs hinweisen können. Goldstandard für die Diagnostik von Darmkrebs ist die Darmspiegelung.

Anzeichen wahrnehmen

Langsame und schleichende Entwicklung

Darmkrebs entwickelt sich schleichend und wächst langsam. Daher kann mitunter viel Zeit vergehen bis Betroffene Anzeichen der Erkrankung wahrnehmen. Mögliche Symptome eines kolorektalen Karzinoms sind:

  • sichtbares oder verborgenes Blut im oder auf dem Stuhl, durch Blut schwarzgefärbter Stuhl
  • Veränderungen der Häufigkeit des Stuhlgangs: Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung, häufiger Stuhldrang
  • Veränderungen der Form des Stuhls: sehr dünner Stuhl (bleistiftdünn), stark übelriechender Stuhl
  • krampfartige Bauchschmerzen, die über eine Woche lang immer wieder auftreten
  • Gefühl von Erschöpfung oder Müdigkeit, Leistungsabfall, Blässe
  • starke Blähungen, u.U. mit gleichzeitigem Abgang von Blut, Schleim oder Stuhl
  • Gewichtsverlust
  • tastbare Veränderungen oder Raumforderungen im Bauchraum oder tastbare vergrößerte Lymphknoten

Diese Anzeichen können auf das Vorliegen von Darmkrebs hinweisen. Ebenso können sie auch gänzlich andere oder harmlose Ursachen haben. Liegt bei Ihnen eines oder mehrere dieser Symptome vor? Dann sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Bei begründetem Verdacht wird dieser eine Darmspiegelung empfehlen.

Untersuchungsmethoden

Goldstandard für die Diagnostik von Darmkrebs ist die Darmspiegelung

Der beste Weg um Darmkrebs zu diagnostizieren oder auszuschließen ist eine Darmspiegelung. Hierbei wird der gesamte Dickdarm untersucht.

Dafür wird über den After ein etwa fingerdicker biegsamer Schlauch eingeführt. Dieses sogenannte Endoskop verfügt an seiner Spitze über eine Lichtquelle und eine Kamera, die Bilder aus dem Darm liefert. Zudem können über kleine Zugänge im Schlauch auch Werkzeuge, beispielsweise für das Abtragen einer Wucherung, eingeführt werden.

Damit eine Darmspiegelung erfolgreich durchgeführt werden kann, bedarf es einer Vorbereitung des Darms. Nach ausführlicher Aufklärung über das Vorgehen bei der Untersuchung wird im Vorfeld Blut abgenommen, um Störungen der Blutgerinnung auszuschließen.

Vor dem Tag der eigentlichen Untersuchung ist es nötig den Darm vollständig zu entleeren, damit die Wand des Darms begutachtet werden kann. Daher ist es notwendig, dass bereits zwei Tage vor der Untersuchung auf schwer verdauliche Speisen verzichtet wird. Ab dem Abend vor der Darmspiegelung sollte man nichts mehr essen. Mit Abführmitteln und Spüllösungen, die entweder am Abend oder am Morgen vor der Untersuchung eingenommen werden, wird der Darm entleert.

Die Untersuchung selbst ist ein zuverlässiges und sicheres Verfahren mit wenigen Risiken. Viele Menschen die eine Darmspiegelung bekommen empfinden diese als unangenehm, aber hinnehmbar. Bei Bedarf kann man vor der Untersuchung ein Schlafmittel einnehmen.

Im Rahmen der Darmspiegelung können verdächtige Stellen der Darmwand nicht nur betrachtet, sondern mitunter auch direkt entfernt werden. Dies hat einerseits den Vorteil, dass sich dann aus diesen veränderten Stellen weniger wahrscheinlich ein Darmkrebs entwickelt. Andererseits kann das entnommene Gewebe anschließend auf seine Gut- oder Bösartigkeit untersucht werden.

Darmkrebs ist heilbar – wenn er rechtzeitig erkannt wird! Darum sind Früherkennungsmaßnahmen wie eine Darmspiegelung sehr wichtig. Ab dem 55. Lebensjahr werden die Kosten für eine Darmspiegelung von den Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen übernommen.

Gut zu wissen

In manchen Fällen ist eine Darmspiegelung nicht möglich, zum Beispiel weil das Darmlumen durch eine Neubildung oder durch Vernarbungen eingeengt ist. In diesen Fällen wendet man bildgebende Verfahren wie die Computertomographie oder Magnetresonanztomographie an, um  den Darm zu untersuchen.

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