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Demenz

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form einer Demenzerkrankung. Weitere Formen sind die frontotemporale und die vaskuläre Demenz.

Das Gedächtnis schwindet

Verlust intellektueller Fähigkeiten

Dementielle Erkrankungen verbinden viele vor allem mit Einschränkungen der Merkfähigkeit oder dem Verlust des Gedächtnisses. Letztlich beeinträchtigen sie jedoch vielerlei intellektuelle Fähigkeiten; betroffen sind neben dem Kurzzeitgedächtnis auch Denkvermögen, Auffassungsgabe, Sprache und Lernfähigkeit. Zudem kann die Fähigkeit zur räumlichen und zeitlichen Orientierung verloren gehen. Während Sinneswahrnehmung und Bewusstsein physisch grundlegend unbeeinflusst bleiben, wird die Wahrnehmung von und die Interaktion mit der Umwelt zunehmend erschwert. Maßgeblich für die Begriffsdefinition ist der Verlust ehemals erworbener und erlernter Fähigkeiten – etwa als Abgrenzung zu einer angeborenen geistigen Behinderung.

Ursachen von Demenz

Im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen konnten verschiedene Ursachen von Demenz bestimmt werden. Allen Formen der Demenz gemein ist die Beeinträchtigung intellektueller Fähigkeiten durch den Untergang von Nervenzellen.

Die Gründe für dieses Absterben der Neuronen sind es, die sich bei den einzelnen Formen unterscheiden. Da keine Möglichkeit zur Wiederherstellung der betroffenen Zellen besteht, kann man therapeutisch lediglich versuchen, die Folgen zu mildern oder idealerweise das Fortschreiten des Zelluntergangs zu verlangsamen. Eine kausale Therapie ist also nicht möglich - eine Demenzerkrankung ist demnach bisher nicht heilbar.

Formen von Demenz​

Je nach Ursache der Erkrankung werden folgende Formen von Demenz unterschieden:

  • Demenz bei Alzheimer Krankheit
  • Vaskuläre Demenz
  • Frontotemporale Demenz (Morbus Pick)
  • Lewy-Körperchen-Demenz

Alzheimer-Demenz

Im Verlauf einer Alzheimererkrankung kommt es zu einer sogenannten Alzheimer-Demenz.
Diese beschreibt die Phase der Alzheimererkrankung, in der schwere kognitive Symptome vorliegen, sodass es zu Einschränkungen der Aktivitäten des täglichen Lebens und der sozialen Funktionen kommt.

Der Demenz bei Alzheimerkrankheit sind etwa 50-70% der Demenzerkrankungen zuzuordnen. Im Rahmen dieser Erkrankung kommt es zu Proteinablagerungen in Nervenzellen, welche letztlich dazu führen, dass diese absterben. Warum sich diese sogenannten Amyloid-Plaques bilden und wie man ihnen vorbeugen kann, ist weiterhin Gegenstand aktueller Forschung. Es bestehen Hinweise darauf, dass eine selten auftretende Form der früh eintretenden Alzheimer-Demenz erblich bedingt ist. Für die meisten Fälle der Alzheimererkrankung sind die konkreten Auslöser jedoch weiterhin unklar.       

Lewy-Körperchen-Demenz

Bei dieser Form der Demenz finden sich in verschiedenen Gehirnarealen die nach ihrem Entdecker benannten Lewy-Körperchen, welche aus defekten Eiweißen bestehen. Oft geht diese Demenz mit parkinsonähnlichen Symptomen wie Zittern und Gangunsicherheit einher. Mehr als der Gedächtnisverlust stehen hierbei zudem Aufmerksamkeitsstörungen wechselnder Ausprägung im Vordergrund.  Des Weiteren unterscheidet sich diese Art der Demenz von der Alzheimererkrankung durch eine im Krankheitsverlauf fluktuierende Schwere der Symptome und das mögliche Auftreten von Halluzinationen.

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Vaskuläre Demenz

Etwa 15-25% der Demenzen entstehen durch Durchblutungsstörungen der Hirnarterien; „vaskulär“ bedeutet „die Blutgefäße betreffend“. Wird das Gehirn latent (beispielsweise aufgrund einer Gefäßverengung) oder akut durch einen Schlaganfall (also einem Verschluss einer Hirnarterie) nicht ausreichend mit Blut versorgt, bewirkt der Sauerstoffmangel ein Absterben von Nervengewebe. Im Gegensatz zu anderen Demenzformen treten vaskuläre Demenzen plötzlicher auf und können, sofern die Durchblutungsstörung behoben wurde, auch nicht fortschreitend verlaufen. Häufig liegt eine Mischform aus Alzheimer- und vaskulärer Demenz vor.

Sekundäre Demenz

Sekundäre Demenzen werden durch nicht hirnorganische Grunderkrankungen hervorgerufen. Dies können Stoffwechselstörungen oder Schilddrüsenfehlfunktionen sein, aber auch ein Vitamin-B12-Mangel, Alkoholismus, chronische Vergiftungen oder Infektionskrankheiten wie Meningitis, AIDS oder die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit.

Frontotemporale Demenz (Morbus Pick)

Die Demenz bei der Pick-Krankheit setzt häufig bereits vor dem 65. Lebensjahr ein und betrifft zunächst vor allem soziale Fähigkeiten. Die Patienten fallen durch starke Persönlichkeitsveränderungen auf, gefolgt von Defiziten im Bereich der Gedächtnisleistung und anderen kognitiven Fähigkeiten. Frontotemporal bezieht sich darauf, dass vor allem Bereiche im Frontal- und Temporallappen (Stirn- und Schläfenlappen) des Gehirns betroffen sind. Insgesamt ist Morbus Pick eine seltene Erkrankung.

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