Schließen
> Krankheitsbilder > Demenz > Demenz-Symptome
Keyvisual background image

Demenz

Wenn Vertrautes nach und nach fremd wird. Typisches Symptom einer Demenz ist nicht nur das Vergessen von Neuem, sondern auch das Vergessen von bisher alltäglichen Abläufen.

Auf die Vorzeichen achten

Vorbeugung ist entscheidend

Hauptrisikofaktor für eine Demenz ist ein hohes Lebensalter. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer. Es gibt zahlreiche weitere mögliche Risikofaktoren für die Entwicklung einer Demenz, beispielsweise bestehende Herz- und Gefäßerkrankungen, Stoffwechselstörungen, Diabetes mellitus sowie Alkohol- und Nikotinabhängigkeit. Diese Faktoren sind hauptsächlich für die Entstehung von vaskulären Demenzen relevant, da sie das Risiko für Gefäßerkrankungen allgemein erhöhen. Ob und wie weit sich die Entwicklung einer Alzheimer-Demenz absehen und vorbeugen lässt, bleibt fraglich.

Da die derzeitigen medizinischen Behandlungsmöglichkeiten den Verlauf einer Demenz kaum positiv beeinflussen können, kommt der Prävention dennoch eine entscheidende Bedeutung zu. Als vielversprechendste Strategien gelten die medikamentöse Kontrolle chronischer Erkrankungen, die frühzeitige Behandlung von Depressionen, das Vermeiden von Übergewicht, körperliche Aktivität, soziales Engagement sowie der Verzicht auf Sucht- und Genussstoffe.

Links zum Thema

Forscher setzen auf Methoden der Früherkennung und weisen auf Risikofaktoren hin.

Bekannte Risikofaktoren im Überblick:

  • hohes Lebensalter
  • Depressionen
  • Herz- und Gefäßerkrankungen
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Substanzmissbrauch (Rauchen, Alkoholismus)
  • Schädelverletzungen und Hirnschädigungen

Des Weiteren können ein Mangel an geistiger und körperlicher Aktivität sowie soziale Isolation einer Erkrankung Vorschub leisten. Welche Faktoren sich wie sehr auf die Entstehung einer Alzheimer-Demenz auswirken, ist jedoch noch nicht abschließend geklärt.

Erworbenes Wissen geht verloren

Demenz ist eine schleichende progressive, also fortschreitende Erkrankung. Der genaue Krankheitsbeginn ist rückblickend in den wenigsten Fällen bestimmbar. Gerade zu Beginn der Krankheit ist es schwer, eine Demenz von normaler Altersvergesslichkeit oder psychischen Erkrankungen zu unterscheiden. Gerade in der Anfangsphase zeigen viele Betroffene Symptome wie Niedergeschlagenheit und Lustlosigkeit, wie sie auch im Rahmen einer Depression auftreten können. Letztlich zeichnen sich Demenzen durch eine über mindestens sechs Monate andauernde oder fortschreitende Beeinträchtigung kortikaler, also höherer kognitiver Fähigkeiten aus.

Pflegewelt bewegt

Thema der Sendung: Demenz

Etwas zu vergessen ist völlig normal. Doch wenn plötzlich die Worte ausbleiben und die Orientierung fehlt, könnte eine Demenzerkrankung vorliegen.
Der Umgang mit Betroffenen ist dabei nicht immer leicht und führt Angehörige oft an Ihre Grenzen. Dann ist viel Geduld mit sich selbst und vor allem mit den Betroffenen gefragt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit der neuen Situation umzugehen lernen.

Krankheitsverlauf

Zunächst eine Gedächtnisstörung

Leitsymptom einer Demenz ist die Gedächtnisstörung. Am Anfang sind das Kurzzeitgedächtnis und die Merkfähigkeit betroffen. Diese Vergesslichkeit erscheint oft nicht weiter beunruhigend, da die betroffene Person in ihrem Verhalten und sozialen Umgang unverändert scheint. Im weiteren Verlauf der Erkrankung verschwinden dann auch bereits eingeprägte Inhalte des Langzeitgedächtnisses. Dies äußert sich z. B. in Wortfindungs-, Rechen- oder Raumwahrnehmungsstörungen.

Neben den Gedächtnisstörungen treten zudem Veränderungen der Persönlichkeit auf. Viele demenzkranke Personen entwickeln im Laufe der Erkrankung Ängste und/oder Aggressionen, vermutlich nicht zuletzt aufgrund der Erkenntnis der eigenen Handlungsunfähigkeit.
Im weit fortgeschrittenen Stadium sind vermehrt grundlegende alltägliche Handlungen, wie beispielsweise die Nahrungsaufnahme, nicht mehr alleine ausführbar. Apathie, Bettlägerigkeit und Inkontinenz sind häufig auftretende Begleiterscheinungen.

Die Lebenserwartung nach Diagnosestellung beträgt bei der Alzheimer-Demenz etwa zehn Jahre und ist somit nicht wesentlich verkürzt.

Anfangsstadium: erste geistige Defizite

  • Vergesslichkeit
  • Zeitliche Orientierungsschwierigkeiten
  • Verhaltensauffälligkeiten wie depressive Symptome oder Ängste; auch Gereiztheit und Aggressivität oder Launenhaftigkeit

Moderates Stadium: eingeschränkte Selbstständigkeit

  • Schwindende Rechen- und Problemlösungsfähigkeit
  • Motorische Störungen, z. B. bei der Hausarbeit oder beim Ankleiden
  • Verhaltensauffälligkeiten wie Angstzustände und Depressionen nehmen ab
  • Desorientierung in Raum und Zeit
  • Sprach- und Verständnisstörungen
  • Vernachlässigung der Hygiene
  • Wahnvorstellungen und Halluzinationen
  • Bewegungsstörungen, z. B. Steifheit und schlurfender Gang

Schweres Stadium: weitestgehende Pflegebedürftigkeit

  • Verfall des Langzeitgedächtnisses
  • Verweigerung der Nahrungsaufnahme
  • Verlust der Persönlichkeitsstruktur
  • Agnosie, d. h. Nichterkennen engster Angehöriger
  • Sprachverlust
  • Inkontinenz

Mehr zum Thema

AFI - Alzheimer Forschung Initiative

Weitere Krankheitsbilder

Depressionen im Alter

Gründe für einen Rückzug gibt es viele, daher werden Depressionen im Alter häufig nicht ernst genommen und stark unterschätzt.

Tinnitus

Rund ein Viertel der Bevölkerung hatte schon mal das „Klingeln im Ohr“.

Rheumatische Erkrankungen

Eingeschränkte Beweglichkeit in Kombination mit Schmerzen wird meist einer rheumatischen Erkrankung zugeschrieben.

Diabetes mellitus

Zuviel Zucker im Blut - Wenn der Körper seinen Insulinhaushalt nicht mehr regeln kann.

Bandscheibenvorfall

Schmerzen im Rücken können viele Ursachen haben. Eine Ursache könnte ein Bandscheibenvorfall sein.

Bluthochdruck

Falsche Lebensgewohnheiten, Stress und eine ungesunde Ernährung erhöhen das Risiko an Bluthochdruck zu erkranken.

Empfehlen:

© AXA Konzern AG, Köln. Alle Rechte vorbehalten.