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Depressionen im Alter

Jeder ist mal verstimmt oder traurig. Lässt dieses Gefühl aber nicht nach und hält an, kann es das Symptom einer Depression sein.

Irreführende Beschwerden

Die Symptome sind häufig schwer greifbar

Die Symptome und der Krankheitsverlauf einer Depression gestalten sich im Alter oft anders als in jüngeren Jahren.

Zum Beispiel klagen ältere Patienten häufiger über körperliche und seltener über psychische Beschwerden wie zum Beispiel zunehmende Traurigkeit. Dies wiederum kann die Diagnose erschweren. Auch werden depressive Symptome im Alter fälschlicherweise oft als normale Merkmale beschwerlicher Lebensumstände gedeutet.

Eine Depression zu erkennen, ist für einen Arzt nicht immer einfach. Vielfach wird der Arzt nicht wegen einer bereits seitens des Patienten vermuteten depressiven Erkrankung aufgesucht, sondern wegen anderer Beschwerden.

Zu den Beschwerden gehören beispielsweise:

  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Schlafstörungen und Müdigkeit
  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
  • innere Unruhe

Erkennungsmerkmale

Mehr als nur ein Stimmungstief

Das Ausmaß einer depressiven Erkrankung geht über normale, auch von Gesunden phasenweise erlebte, Stimmungstiefs oder Momente der Kraftlosigkeit weit hinaus. Der wohl entscheidendste Unterschied zwischen krankhaft und normal ist das Überdauern und die Kontinuität der depressiven Symptomatik über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Wenn der normale Alltag auf Grund von Antriebslosigkeit und Trauer nur noch schwer oder nicht mehr bewältigt werden kann, ist dies ein deutliches – wenn auch häufig spätes – Zeichen, dass fachliche Hilfe notwendig ist.

Nicht selten ist der Betroffene selbst nicht dazu in der Lage, adäquat wahrzunehmen und zu beschreiben, dass eine entsprechende Problematik vorliegt. Angehörige nehmen eine Veränderung eines Nahestehenden mit Depressionen meist deutlicher wahr. Mitunter liegt es letztlich auch an ihnen, eine Behandlung und Hilfe für den Betroffenen zu initiieren – nicht zuletzt, da die Betroffenen gerade auf Grund der Krankheit diesen Schritt in manchen Fällen selbst nicht mehr leisten können.

  

Verschiedene Symptome charakterisieren eine depressive Erkrankung und dienen als diagnostische Merkmale. Dauern je zwei Haupt- und Nebensymptome länger als zwei Wochen an, spricht man von einer depressiven Episode.

Mögliche Verlaufsformen sind weiterhin rezidivierende, also wiederkehrende, depressive Episoden sowie die Dysthymie. Letztere bezeichnet eine milder als eine Depression, jedoch chronisch verlaufende Erkrankung, welche schon im jungen Erwachsenenalter erstmals auftritt.

Die Symptome

Die Hauptsymptome sind:

  • gedrückte, depressive Stimmung
  • Interessenverlust und Freudlosigkeit
  • Antriebsmangel und schnelle Ermüdbarkeit, einhergehend mit Aktivitätseinschränkung

Als Nebensymptome gelten:

  • mangelnde Konzentration und Aufmerksamkeit
  • vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
  • Gefühle von Schuld, Wertlosigkeit und Unzulänglichkeit der eigenen Person
  • übertriebene Zukunftsängste, Pessimismus oder „Schwarzmalerei“
  • Suizidgedanken oder -versuche, Selbstverletzungen
  • Schlafstörungen
  • Appetitlosigkeit

Gut zu wissen:

Mit zunehmendem Alter verändern sich in der Regel Schlafrhythmus und Sehvermögen. Anhaltende Einschlafstörungen, mangelnde Bewegung und nur wenig Tageslicht gelten als begünstigende Faktoren für das Entstehen einer Depression.

Vorbeugende Maßnahmen

Depressionen vermeiden

Eine direkte Vorbeugung gegen Depressionen gibt es nicht. Wenig Licht, wenig Bewegung und nur wenige bis keine sozialen Kontakte gelten aber als begünstigende Faktoren für deren Entstehung.

Auch dauerhafter bis übermäßiger Stress (z. B. beruflich oder familiär) kann das Auftreten depressiver Erkrankungen fördern, ebenso die subjektiv empfundene Verschlechterung der eigenen Lebensumstände, etwa nach einem Wegzug aus der gewohnten Umgebung.

Weitere Krankheitsbilder

Demenz

Wenn Vertrautes fremd wird: langjährige Freunde werden nicht mehr erkannt und alltägliche Abläufe vergessen.

Migräne

Migräne ist nicht gleich Kopfschmerz, sondern wird von vielen weiteren Symptomen begleitet.

Tinnitus

Rund ein Viertel der Bevölkerung hatte schon mal das „Klingeln im Ohr“.

Schlaganfall

Plötzlich steuert das Gehirn das zentrale Nervensystem nicht mehr.

Herzinsuffizienz

Wenn das Herz den Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt.

Multimorbidität

Alles auf einmal - Leidet man unter mehreren Krankheiten gleichzeitig, spricht man von Multimorbidität.

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