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Diabetes mellitus

Grundsätzlich wird zwischen dem Typ-1-Diabetes mellitus und dem Typ-2-Diabetes mellitus unterschieden.

Die Rolle des Hormons Insulin

Ausgleich des Blutzuckerspiegels

Das Hormon Insulin wird in den Betazellen der Bauchspeicheldrüse gebildet. Insulin ist lebenswichtig für die richtige Verwertung des mit der Nahrung aufgenommenen Zuckers. Es ist dafür verantwortlich, dass der Transport des Zuckers in die Zellen gewährleistet ist und dort für die Energiegewinnung genutzt werden kann.

Nimmt man z. B. eine zuckerhaltige Mahlzeit ein (der Blutzuckerspiegel steigt), wird von den Betazellen mehr Insulin ausgeschüttet. Umgekehrt wird bei niedrigem Blutzuckerspiegel weniger Insulin hergestellt.

Der menschliche Körper versucht so, den Zuckerspiegel immer relativ konstant zu halten.

Insulin ist dafür verantwortlich, dass der Transport des Zuckers in die Zellen gewährleistet ist und dort für die Energiegewinnung genutzt werden kann.

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Die unterschiedlichen Formen des Diabetes

Grundsätzlich werden beim Diabetes mellitus zwei wichtige Formen unterschieden. Dabei handelt es sich einmal um den Typ-1-Diabetes und auf der anderen Seite um den Typ-2-Diabetes.

Typ 1: Vererbte Diabetes

Bei der Frage der Ursache spielen hier genetische Faktoren eine entscheidende Rolle. Sind beispielsweise beide Eltern Diabetiker, liegt das Erkrankungsrisiko der Kinder bei 20 Prozent.

Des Weiteren handelt es sich hier um eine Autoimmun­erkrankung. Dies bedeutet, dass das Immunsystem sich fälschlicherweise gegen die körpereigenen insulin­produzierenden Betazellen (die sich in der Bauch­speichel­drüse befinden) richten und diese zerstören. Wenn dann ca. 80 Prozent der Zellen zerstört sind, kommt es zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel.

Typ 2: Über 90 % aller Fälle​

Dieser Typ entwickelt sich neben genetischen Faktoren (bei einem Typ 2-diabetischen Elternteil liegt die Erkrankungswahrscheinlichkeit des Kindes bei bis zu 50 Prozent) hauptsächlich dann, wenn man einen ungünstigen bzw. ungesunden Lebensstil führt.

Das heißt, Bewegungsmangel und Überernährung mit Übergewicht sind die entscheidenden Manifestationsfaktoren von dieser Form des Diabetes.

Heutzutage weiß man, dass die Mehrheit der Erkrankungen das sogenannte "metabolische Syndrom" als Vorstufe aufzeigen. Dieses Syndrom wird auch als "Wohlstandskrankheit" bezeichnet, da es die Auswirkungen des modernen Lebensstil widerspiegelt (Mangel an Bewegung, hoch-kalorische Lebensmittel usw.).

Hierbei kommt es zum gehäuften Zusammentreffen folgender Risikofaktoren:

  • Übergewicht mit bauchbetonter Fetteinlagerung
  • Bluthochdruck
  • gestörter Fettstoffwechsel und
  • erhöhter Blutzuckerspiegel bzw. Typ 2 Diabetes.

Es gibt noch andere Formen des Diabetes wie z.B. den Gestationsdiabetes, der aber nur bei schwangeren Frauen eine Rolle spielt.

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Physiologische Ursachen

Klassifikation nach der Ätiologie

Die folgende Einteilung der beiden Diabetes-Typen ist weltweit anerkannt und bezieht sich auf die Ursachen und die auslösenden Faktoren der Erkrankung.

  • Typ-1-Diabetes: Zerstörung der insulinproduzierenden Betazellen, die zum absoluten Insulinmangel führt.
  • Typ-2-Diabetes: Unterschiedlicher Ausprägungsgrad von drei Faktoren: Insulinresistenz des Körpers, ein ausscheidender Defekt der Betazellen sowie ein fortschreitender Untergang der Betazellen.

(nach: WHO - World Health Organization und: ADA - American Diabetes Association, 1997)

Das Alter als wichtiger Cofaktor

Der Diabetes mellitus ist eine altersabhängige Krankheit. So befinden sich bei den über 70-jährigen schon über 20 Prozent manifeste Diabetiker. Davon sind mehr als 90 Prozent Typ 2-Diabetiker und ca. 5 Prozent Typ 1-Diabetiker. Dies lässt sich dadurch erklären, dass die Anzahl der Typ 2-Diabetiker in der Population mit dem Ausmaß der Überernährung ansteigt.

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