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Diabetes mellitus

Je nach Diabetes mellitus-Typ kann auch eine Therapie ohne Medikamente sinnvoll und wirksam sein.

Der richtige Weg zur Erstdiagnose

Diagnoseverfahren

Um die Diagnose Diabetes mellitus zu stellen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Auf jeden Fall gehört zunächst die Befragung nach einer familiären Belastung sowie nach den Symptomen dazu.
Der nächste Schritt ist die Blutzuckerbestimmung. Dies geschieht durch eine Messung des Zuckergehaltes im Blut durch eine Blutentnahme.

In der folgenden Übersicht sind die Richtwerte zur Feststellung von Diabetes mellitus nach den Leitlinien der Blutzuckerbestimmung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft und der American Diabetes Association dargestellt:

Wichtigster Schritt bei der Diagnose von Diabetes mellitusist die Blutzuckerbestimmung.

Diabetes

  • Nüchtern Plasma-Glukose venös ≥ 126mg/dl
  • Gelegenheits-Blutzucker ≥200mg/dl
  • Oraler Glukose-Toleranz-Test (OGTT): 2h-Wert ≥200mg/dl

Abnorme Nüchtern-Glukose

  • Nüchtern Plasma-Glukose venös 100- 125mg/dl
  • Oraler Glukose-Toleranz-Test (OGTT): Gestörte Glukosetoleranz / 2h-Wert 140 - 199 mg/dl

Normal

  • Nüchtern Plasma-Glukose venös < 100mg/dl
  • Oraler Glukose-Toleranz-Test (OGTT): 2h-Wert < 140 mg/dl

Dabei sind die Werte beim Nüchternblutzucker der entscheidende Test für die Diagnose, d.h. Diabetes wird definiert ab einem Blutzucker von über 126 mg/dl (126 tausendstel Gramm auf einen zehntel Liter) in nüchternem Zustand des Patienten.

Beim Gelegenheitsblutzucker wird die Messung des Zuckerspiegels zu verschiedenen Tageszeiten - ohne Bezug zu den Mahlzeiten - durchgeführt.

Eine andere Möglichkeit zur Diagnostik ist der „Orale Glukosetoleranztest“ (OGTT). Dieser Test wird jedoch nicht für die klinische Routine empfohlen, sondern nur bei unklaren Fällen genutzt. Hier wird nach der Bestimmung des Nüchternblutzuckers eine Lösung mit 75 g Glukose getrunken und nach 120 Minuten erfolgt eine erneute Blutzuckerbestimmung.

Glukose lässt sich darüber hinaus auch im Urin nachweisen. Diese Bestimmung erfolgt im Morgenurin, in Tagesportionen und im 24-Stunden-Urin. Findet man hier wiederholt Glukose im Urin, so steht in den meisten Fällen die Diagnose Diabetes mellitus.

Blutzucker berechnen

Ihr Blutzuckerwert zu hoch und deutet auf eine Diabetes-Erkrankung hin? Unser Rechner hilft bei der Orientierung.

Behandlungsoptionen

Blutzucker einstellen

Auch bei der Therapie werden verschiedene Ansätze verfolgt.
Zunächst sollte man auf jeden Fall versuchen, ohne Medikamente den Blutzucker optimal einzustellen. Dies bedeutet, dass bei jeder Therapie an erster Stelle eine Änderung der Lebensumstände und der Alltagsgestaltung stehen sollte.

Umgesetzt heißt das, mehr Sport zu treiben und auf seine Ernährung zu achten. Studien zeigten, dass schon eine kleine Änderung des Lebensstils häufig die Entstehung von Typ-1-Diabetes verhindern kann.

Insulinzufuhr

Die Therapie des Typ-1-Diabetes hingegen besteht wegen des absoluten Insulinmangels in erster Linie aus einer Insulinzufuhr. Dabei unterscheidet man zwischen Insulinen, die kurzzeitig wirken, und Insulinen, die verzögert wirken. Auch eine Mischform dieser beiden Formen existiert.
Da der Therapieplan für jeden individuell erstellt werden muss, sollte man auf jeden Fall seinen Hausarzt aufsuchen und diesen Plan gemeinsam erstellen.

Medikamentöse Therapie

Bei der medikamentösen Therapie für den übergewichtigen Typ-2-Diabetiker gibt es verschiedene Medikamente, die man einsetzen kann. Sie unterscheiden sich in ihrer Wirkungsweise. Die wichtigste Bedeutung wird dabei den Medikamenten zugeschrieben, die die Glukoseverwertung steigern. Dies bedeutet, dass der Blutzucker absinkt.

Falls ein Arzneimittel alleine nicht ausreichen sollte, bestehen weitere Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Medikamenten nach einem Stufenplan, der an die Ausprägung der Krankheit angepasst ist.

Dabei müssen bei den allgemeinen Therapiezielen folgende Kriterien berücksichtigt werden:

  • Symptomfreiheit
  • Erhalt bzw. Wiederherstellung der Lebensqualität
  • Vermeidung von Akutkomplikationen (Infektionen, Koma, Hypoglykämie usw.)
  • Vermeidung von Folgekrankheiten
  • Risikofaktor-Intervention

Umrechnung Blutzuckerwerte

Sie haben einen Blutzuckerwert in mg/dl, benötigen den Wert aber in mmol/l - oder umgekehrt? Unser Blutzuckerrechner hilft Ihnen beim Umrechnen der Werte.

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