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Essstörung

Ist ein Mensch essgestört, ist eine Behandlung notwendig um eine Chronifizierung zu verhindern.

Der Weg aus der Essstörung

Wie werden Essstörungen behandelt?

Bevor eine Essstörung erfolgreich behandelt werden kann, muss sie zunächst diagnostiziert werden. Etwas das simpel klingt, in vielen Fällen jedoch nicht so leicht ist. Viele Betroffene schämen sich für ihr Essverhalten unter dem sie stark leiden – sie trauen sich aber nicht, sich diesbezüglich jemand anzuvertrauen. Gerade bei PatientInnen mit Magersucht fehlt häufig auch eine Krankheitseinsicht. Eine erste Hilfe beim Verdacht auf das Vorliegen einer Essstörung können kurze Fragebögen (Selbsttests) im Internet bieten, wie sie beispielsweise das Hamburger Netz psychische Gesundheit anbietet.

Besteht der Verdacht auf oder die Gewissheit um eine Essstörung, ist die erste Anlaufstelle der Kinder- und Jugendarzt, der Hausarzt, oder auf Essstörungen spezialisierte Ambulanzen. Beratungsstellen bieten oft zudem ein niedrigschwelliges Angebot zur ersten Orientierung. Es ist auch möglich, einen Psychotherapeuten auszusuchen, hier ist aber mit Wartezeit bis zu einem ersten Termin zu rechnen.

Besonderheit für unsere Versicherten in der Krankheitskostenvollversicherung:

Durch unsere Kooperation mit dem Therapeutenverbund können Sie nach maximal 10 Werktagen einen Therapieplatz bei einem approbierten und im Arztregister eingetragenen Psychotherapeuten erhalten. Das verkürzt die Wartezeiten erheblich, denn im Vergleich liegen diese häufig bei 3-6 Monaten!

Gerne können Sie diese Möglichkeit nutzen: Rufen Sie einfach den „Therapeutenverbund“ unter 0800 89-20-870 an.

Essrituale | Pflegewelt von AXA

Die eigentliche Behandlung kann unter verschiedenen Rahmenbedingungen stattfinden: ambulant, tagesklinisch (teilstationär) oder stationär in einer Klinik. Entscheidend für die Wahl des Umfeldes sind die Schwere der Erkrankung, das soziale Umfeld des Patienten, eventuelle Begleiterkrankungen und die Frage der Praktikabilität. Ziel der Behandlung ist, neben der Normalisierung des Körpergewichts und des Essverhaltens auch die Aufklärung der Verhaltens-Muster und der eventuell vorliegenden psychischen Probleme, die der Erkrankung zugrunde liegen.

Bei der Behandlung der Bulimie geht es vor allem zunächst darum, den Teufelskreis aus Hungern, Essanfällen und Erbrechen zu beenden. Hierfür wird im Rahmen einer Psychotherapie vor allem zunächst thematisiert, welche Auslöser zu den Anfällen führen und wie sie verhindert werden können.

Die Behandlung einer Binge-Eating-Störung zielt einerseits auf eine Besserung der Symptome (Essanfälle, Kontrollverlust) ab. Andererseits werden auch hier zugrundeliegende Probleme, zum Beispiel eine Störung des Selbstwertgefühls, therapeutisch angegangen.

Ebenso werden mögliche Nebenerkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen behandelt. Nicht zuletzt ist auch die Vermittlung von Wissen über die eigene Krankheit elementarer Bestandteil der Behandlung, um vor Rückfällen zu schützen. Im Rahmen einer stationären Behandlung einer Magersucht wird das Essverhalten stark beeinflusst: Oft werden Portionen und Mahlzeiten gemeinsam ausgehandelt und nach Plan gegessen. Diese Regelungen empfinden viele Betroffene zunächst als zu starke Bevormundung und vor allem als zu viel Nahrung.

Da aber den meisten bereits das Gefühl für „normale Portionen“ verloren gegangen ist, ist dieses „Essen nach Plan“ gerade bei Patientinnen mit Magersucht unumgänglich, um eine Gewichtszunahme zu erreichen. Vor allem auch bei vorhandenen körperlichen Begleiterkrankungen oder schwer beeinflussbaren Essritualen ist eine stationäre Therapie anzuraten.

Sind Magersucht-PatientInnen zunächst nicht in der Lage, ausreichend Nahrung zu sich zu nehmen, kann ihnen die Verantwortung für die Gewichtszunahme in Ausnahmefällen auch anfänglich durch die Nutzung einer Magensonde, über die nährstoffreiche Sondenkost verabreicht wird, genommen werden. Die Entscheidung über den Ort und die Intensität der Behandlung wird vom Arzt bzw. Therapeuten gemeinsam mit den Patienten und evtl. den Angehörigen (bei Minderjährigen) getroffen.

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Unabhängig vom Umfeld ist eine Psychotherapie elementarer Bestandteil der Behandlung. Es existieren unterschiedliche Verfahren, um im gemeinsamen Gespräch mit dem Behandler problematische Denkmuster, Selbstwertprobleme, traumatische Ereignisse, Impulsivität oder Beziehungsprobleme zu thematisieren und positiv zu beeinflussen. So basiert beispielsweise die häufig angewandte kognitive Verhaltenstherapie auf der Idee, dass problematische Verhaltensweisen als Reaktion auf eine schwierige Situation erlernt werden – und demnach auch neu oder umgelernt werden können.

Auch problematische Denkmuster sollen verlernt und durch neue, konstruktivere Herangehensweisen ersetzt werden. Gerade im stationärem Setting werden gesprächsbasierte Therapieverfahren um körperorientierte Verfahren wie Tanztherapie oder Entspannungstherapie ergänzt, zum Beispiel, um an der bei Essstörungen oft gestörten Körperwahrnehmung zu arbeiten. Im Rahmen einer ambulanten Therapie kann begleitend auch eine Ernährungstherapie helfen. Hier wird neuer Zugang und Wissen zu gesunder Ernährung vermittelt.

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