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Glaukom und Katarakt

In der Glaukom-Therapie wird versucht, den Augeninnendruck mithilfe von Medikamenten zu senken und weitere Schädigungen des Sehnervs zu verhindern. Eine Katarakt wird operativ behandelt.

Die Glaukom-Behandlung​

Bevor eine Glaukom-Therapie zum Einsatz kommt, ist es zunächst wichtig, festzustellen, welche Form von Glaukom vorliegt. Denn je nach Ursache der Erkrankung sind verschiedene Behandlungsmethoden etabliert.

Untersuchung

Um herauszufinden, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist und was die möglichen Ursachen sind, stehen dem Augenarzt verschiedene Untersuchungs­methoden zur Verfügung. Neben der Messung des Augeninnendrucks ist eine Untersuchung des Sehnervs an seinem Austritt aus dem Augapfel unerlässlich.

Durch eine Gesichtsfelduntersuchung können Gesichtsfeldausfälle (Skotome) festgestellt werden, auch wenn diese dem Patienten bisher im Alltag nicht aufgefallen sind. Mit Hilfe einer Spaltlampe werden zudem die vorderen Abschnitte des Auges, unter anderem Hornhaut und Regenbogenhaut, untersucht. Sämtliche Untersuchungen sind schmerzfrei und schnell durchführbar. Ziel der dann angewandten Therapie ist es, ein Fortschreiten der Schädigung des Sehnervs zu verhindern, da bereits eingetretene Schäden irreversibel sind.

Verringerung des Drucks​

Das Behandlungsziel beinhaltet eine Verringerung des Augeninnendrucks sowie das Aufhalten oder Verlangsamen der Sehnerv-Schädigung. Wie hoch der angestrebte Augeninnendruck ist, wird individuell festgelegt. Den ersten Behandlungsschritt stellt eine lokale Behandlung des Auges mit Augentropfen dar. Es stehen hierfür verschiedene Medikamentengruppen zur Verfügung, die einzeln oder kombiniert verabreicht werden können. Je nach Wirkstoff erzielen sie die Senkung des Augeninnendrucks auf verschiedenen Wegen. Manche hemmen die Produktion des Kammerwassers, andere erhöhen die Durchlässigkeit der Abflusswege für das Kammerwasser.

Meist ist die Therapie lebenslang durchzuführen. Führt eine medikamentöse Therapie nicht zum Ziel, können auch operative Verfahren erwägt werden. Dies ist bei etwa 20 Prozent der Glaukompatienten notwendig. So können verschiedene laserbasierte aber auch klassische Operationsverfahren zu einem verbesserten Abfluss des Kammerwassers führen.
Durch eine frühzeitige und angemessene Behandlung lässt sich ein Fortschreiten der Krankheit in den meisten Fällen verhindern.

Was tun bei einer Kararakt?

Ein grauer Star wird operativ behandelt. Staroperationen zählen zu den häufigsten Operationen überhaupt – so werden in Deutschland etwa 700.000 Menschen jährlich wegen einer Katarakt operiert. Während der graue Star unbehandelt zu einer nahezu vollständigen Erblindung führt, lässt sich dies in den allermeisten Fällen komplikationslos durch eine Operation der Linse verhindern. In 90 Prozent der Fälle kommt es zu einer deutlichen Verbesserung der Sehleistung. Liegen neben der Katarakt weitere Augenerkrankungen wie eine Makuladegeneration (Erkrankung der Netzhaut) oder ein Glaukom vor, kann das Resultat auch schlechter ausfallen.

Im Rahmen einer Staroperation wird die eingetrübte Linse entnommen und durch eine Kunstlinse ersetzt. Eine solche Operation kann ambulant in chirurgischen Zentren oder Praxiskliniken erfolgen. In manchen Fällen erfordert der gesundheitliche Zustand des Patienten einen kurzen zwei- bis dreitägigen Krankenhausaufenthalt. Oft kann die Operation ohne Vollnarkose und lediglich unter lokaler Betäubung durchgeführt werden.

Phakoemulsifikation

Die am häufigsten praktizierte OP-Methode ist die Phakoemulsifikation. Hierbei wird die die Linse umgebende Linsenkapsel im vorderen Bereich durch einen wenige Millimeter großen Schnitt eröffnet. Die restliche Linsenkapsel bleibt intakt. Lediglich der getrübte Linsenkern wird mit Ultraschall verflüssigt und anschließend aus der Kapsel gesaugt. An der nun freigewordenen Stelle wird über den kleinen Einschnitt eine Linse aus Kunststoff in die Kapsel eingesetzt.

Diese kann in aller Regel dauerhaft im Auge verbleiben. Meist ist der zu Beginn der OP gemachte Schnitt so klein, dass er nicht einmal genäht werden muss. Es handelt sich um eine sichere Methode mit meistens komplikationslosem Verlauf. In einzelnen Fällen kann es zu einer Infektion des Auges oder einer nachträglichen Eintrübung der hinteren Linsenkapsel kommen, was jedoch gut behandelbar ist.

Korrektur der Sehschärfe

Es existieren Kunstlinsen mit verschiedenen Brechkräften, mit denen man im Anschluss an die OP entweder im Nahbereich, im Fernbereich oder dazwischen scharf sehen kann. Neuere Modelle erlauben auch eine Funktion ähnlich der von Gleitsichtbrillen, die sowohl den Nah- als auch Fernbereich scharf abbilden können. Spezielle Sonderlinsen können zudem unter anderem eine bestehende Hornhautverkrümmung ausgleichen.

Nach der Operation wird das Auge zunächst mit einem Salbenverband abgedeckt. Eine Schonung des Auges und das Tragen einer Sonnenbrille (wegen erhöhter Lichtempfindlichkeit) können in den ersten Tagen postoperativ notwendig sein. Schon bald nach der Operation kommt es in den allermeisten Fällen zu einem stark verbesserten Sehvermögen. In vielen Fällen ist jedoch auch nach der Operation das Tragen einer Brille zur Korrektur von Weit- oder Fernsichtigkeit notwendig, da die Kunstlinse nicht über die Fähigkeit zum „Scharfstellen“ (Akkomodationsfähigkeit), der natürlichen Linse verfügt.

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