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Hämorrhoidalleiden

Hämorrhoidalleiden sind keine Seltenheit, gelten jedoch als Tabuthema. Zwar werden Betroffene durch die Erkrankung im Alltag stark eingeschränkt, vermeiden jedoch häufig das ärztliche Gespräch aus Scham.

Hämorrhoidalleiden

Tabuzone Analbereich

Es gibt kaum eine Körperregion, die so schambesetzt ist und eine Tabuzone darstellt wie der Analbereich. Daher leiden viele Menschen im Stillen, wenn sie von Beschwerden im Bereich des Enddarms betroffen sind. Dies gilt auch für die weit verbreiteten Hämorrhoidalleiden. Hierbei handelt es sich um Beschwerden hervorgerufen durch Veränderungen der Hämorrhoiden – der gut durchbluteten Schleimhautpolster lokalisiert am Beginn des Afters.

Lästige Beschwerden

Juckreiz und Brennen im Analbereich sind dabei keine unbekannten Beschwerden: schon die alten Ägypter und Hippokrates beschrieben Verfahren, die darauf abzielten, bei Hämorrhoidalleiden Linderung zu verschaffen. Die unerfreulichen Beschwerden sind der Menschheit also schon lange bekannt und seit jeher unangenehm und lästig. Nicht von ungefähr beschreibt man Unerfreuliches als „unnütz wie Hämorrhoiden“.

Dabei ist vielen nicht bekannt, dass wir ohne unseren physiologischen, also auch beim Gesunden vorhandenen, Hämorrhoidalplexus nicht in der Lage wären, unseren Stuhlgang und die Absonderung von Darmgasen zu regeln. Es käme zur Stuhl- und Darmgasinkontinenz. Denn was in Form von Hämorrhoidalleiden zu Unbehagen führt, hat eigentlich eine wichtige Funktion für die Regulation der Defäkation.

Am Ende des Darms, im Übergangsbereich zwischen Mastdarm und After, dient der Hämorrhoidalplexus dazu, neben der Schließmuskulatur einen kontinenten Verschluss des Darms zu gewährleisten.

 

Beim Hämorrhoidalplexus handelt es sich um gut durchblutete Schleimhautpolster, die den Analkanal umgeben. Je nach Füllungszustand des Rektums variiert die Durchblutung und Ausdehnung der Schleimhaut. Sie reguliert im Zusammenspiel mit der Schließmuskulatur die Möglichkeit zur Entleerung des Enddarms.

Es handelt sich bei Hämorrhoidalleiden um eine Erkrankung des höheren Alters, vor dem 35. Lebensjahr werden sie selten beobachtet. Für wie viele Menschen ein beeinträchtigter Hämorrhoidalplexus ein Problem darstellt, lässt sich nur schwer beziffern. Zwar kommen verschiedene Studien zu unterschiedlichsten Ergebnissen, was die Häufigkeit von Hämorrhoidalleiden angeht, allen gemein sind jedoch drei Punkte: es handelt sich um ein häufiges Leiden. Die Anzahl der tatsächlich Betroffenen ist schwer zu bestimmen, da viele eigenmächtig die „Diagnose Hämorrhoiden“ stellen und nicht zuletzt ist festzustellen, dass aufgrund der Tabuisierung viele, die von entsprechenden Symptomen geplagt werden, den Gang zum Arzt scheuen.

Erfahren Sie mehr über Hämorrhoiden

Formen des Hämorrhoidalleidens

Insgesamt werden vier Stadien der Erkrankung unterscheiden.

Weitere Symptome

Erste Anzeichen sind vielfältig und machen einen Arztbesuch ratsam.

Therapieformen & Hilfe

Zahlreiche Therapiemöglichkeiten sollen helfen, Schmerz und Leid zu verringern.

Empfehlung

Schnelle Verbesserung der Beschwerden, durch frühzeitiges Handeln.

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