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Hämorrhoidalleiden

Den eigenen Alltag wieder lebenswerter machen und eine von zahlreichen Therapiemöglichkeiten ergreifen.

Behandlung nicht immer erforderlich

Theraphiechancen

Behandelt werden muss grundsätzlich nur, bei wem ein Hämorrhoidalleiden vorliegt, nicht bei Hämorrhoiden als solchen. Neben der auf das Stadium der Krankheit abgestimmten konservativen oder operativen Therapie wird für alle Stadien eine Basistherapie empfohlen.

Basistherapie:
Als förderlich ist eine ballaststoffreiche Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr anzusehen. Diese Faktoren begünstigen einen weicheren und regelmäßigen Stuhlgang, sodass zu starkes Pressen vermieden werden kann. Sport und körperliche Aktivität sind weitere Faktoren, die einer Verstopfung entgegenwirken und somit das Leiden verringern können.

Medikamentöse Therapie:
Verschiedene, vor allem lokal angewendete Therapeutika kommen als medikamentöse Behandlungsform in Frage. Diese Mittel können jedoch nicht die Ursache des Leidens beheben und dienen lediglich einer Linderung der Symptomatik. Es handelt sich insbesondere um Salben, Cremes oder Zäpfchen, die entweder auf eine Betäubung (diese enthalten dann Lokalanästhetika wie beispielsweise Lidocain), Entzündungshemmung (zum Beispiel durch Kortikosteroide) oder eine Verminderung der Sekretion bzw. ein Zusammenziehen (sog. Adstringentia, zB. Policresulen) abzielen.

Vielfältige Möglichkeiten

Weitere konservative Therapieverfahren bei Hämorrhoidalleiden I. und II. Grades:
Im Frühstadium eines Hämorrhoidalleidens können verschiedene, ambulant durchführbare, Behandlungsformen zu einer Besserung der Symptomatik führen.

Injektions- oder Verödungstherapie:

In kleine Hämorrhoidalknoten wird eine Lösung gespritzt, die eine lokale Entzündungsreaktion hervorruft. In Folge dieses Prozesses entsteht eine Vernarbung des Gewebes, welche die Durchblutung und somit das Ausmaß des Plexus verringern soll.

Durchgeführt wird dieses Verfahren in der Regel in mehreren Teilbehandlungen, es ist sehr komplikationslos. Leider kommt es häufig (bei über der Hälfte der Patienten) zu Rezidiven. Dieses Verfahren findet vor allem bei symptomatischen Hämorrhoiden I. Grades Anwendung.

Gummiringligatur:

Die Gummiringligatur, auch Gummibandligatur genannt, dient in der Regel zur Behandlung von Hämorrhoidalleiden II. (und III.) Grades. Bei diesem Verfahren wird über eine Hämorrhoide ein Latex-Gummi gespannt, das die Blutzufuhr am Ansatz des Knotens abschnürt. Dieser fällt infolge der mangelnden Durchblutung in den darauffolgenden Tagen ab. Die Rezidivquote ist geringer als bei der Verödungstherapie. Komplikationen können bei Patienten entstehen, welche gerinnungshemmende Medikamente einnehmen oder immungeschwächt sind.

Sowohl für die Verödungstherapie als auch die Gummiringligatur ist keine Narkose oder Sedierung notwendig. Die Behandlung wird unter Nutzung eines Proktoskops durchgeführt.

Sonstige Verfahren: Andere, größtenteils veraltete Verfahren, wie die Kryotherapie, Elektrotherapie oder die maximale anale Sphinkterdehnung, werden heutzutage von der Deutschen Gesellschaft für Koloproktologie nicht mehr empfohlen.

Alternative zu konservativen Methoden

Operative Behandlungsmöglichkeiten:

Führen die konservativen Behandlungsverfahren nicht zum erhofften Erfolg, oder handelt es sich zum Zeitpunkt der Behandlung um schon stark ausgeprägte Hämorrhoiden, stehen operative Maßnahmen zur Verfügung.

Diese zielen nicht darauf ab, den gesamten Hämorrhoidalplexus zu entfernen, sondern vielmehr darauf, eine so normale Funktionsweise wie möglich wiederherzustellen. Es existieren verschiedene Operationstechniken, die Wahl des Verfahrens zur sogenannten Hämorrhoidektomie richtet sich nach der Form des Hämorrhoidalleidens.

Eine Sonderform stellt die sogenannte Stapler-Hämorrhoidopexie dar. Bei diesem Eingriff werden nicht die Hämorrhoidalpolster selbst anteilig entfernt, sondern Teile der Schleimhaut, welche im Analkanal aufwärts der Hämorrhoiden liegt.

Es folgt eine Vernarbung im behandelten Bereich, die Hämorrhoidalpolster können ihre ursprüngliche Größe und Position wieder annehmen. Dieses Verfahren hat im Vergleich zu anderen Operationstechniken eine kürzere Verweildauer im Krankenhaus, geringere Schmerzen postoperativ und eine höhere Patientenzufriedenheit zur Folge.

Was die Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs angeht, liegt diese nach einer Stapler-Hämorrhoidopexie etwas höher als bei den anderen Verfahren, bei welchen sie sich auf ca. 10% beläuft.

Sämtliche operativen Verfahren zur Behandlung eines Hämorrhoidalleidens werden in Vollnarkose oder unter Spinalanästhesie durchgeführt, dem Eingriff folgt ein kurzer stationärer Krankenhausaufenthalt.

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