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Multiple Sklerose

Typische für eine MS-Erkrankung ist, dass sie entweder in wiederholten Schüben auftritt oder chronisch verläuft.  

Wenn die Körperabwehr Schaden anrichtet

Entzündungen im Nervensystem

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), deren Ursache trotz großer Forschungsanstrengungen noch immer ungeklärt ist. Bei MS entstehen in der weißen Substanz von Gehirn und Rückenmark Entzündungsherde, die vermutlich durch den Angriff körpereigener Abwehrzellen auf Teile der Nervenzellen verursacht werden. Da diese im gesamten ZNS auftreten können, kann die Krankheit fast jedes neurologische Symptom hervorrufen: z. B. Seh-, Gleichgewichts-, Koordinations-, Sprach- und Bewegungsstörungen.

Steigende Lebenserwartung

Multiple Sklerose ist nicht heilbar, jedoch kann der Verlauf durch verschiedene Maßnahmen günstig beeinflusst werden. Entgegen der landläufigen Meinung führt die Krankheit nicht notwendigerweise zu schweren Behinderungen oder gar zum Tod. Auch viele Jahre nach Beginn der Erkrankung bleibt die Mehrzahl der Patienten noch voll handlungsfähig. Überhaupt ist in den letzten Jahrzehnten aufgrund des medizinischen Fortschritts ein deutlicher Rückgang der Sterblichkeit verzeichnet worden.

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Ihre Symptome sind vielfältig: Multiple Sklerose, die Krankheit mit den 1.000 Gesichtern.

Verschiedene Verlaufsformen

Schubförmig remittierender Verlauf

Die Multiple Sklerose verläuft für gewöhnlich in Schüben. Jeder Schub ist definiert als das Auftreten neuer oder das Wiederaufflammen bereits bekannter klinischer Symptome, denen eine entzündliche Schädigung des ZNS zugrunde liegt. Die Dauer eines Schubes beträgt meist einige Tage bis wenige Wochen. 

Je nachdem, ob sich die aufgetretenen Symptome vollständig oder nur unvollständig zurückbilden, spricht man von einer kompletten oder inkompletten Remission. Von echten Schüben sind sogenannte Pseudoschübe abzugrenzen, wie sie z. B. im Rahmen einer Infektion oder einer anderen Erkrankung auftreten und so auch zu einer vorübergehenden Verschlechterung klinischer MS-Symptome führen können.

Bei der schubförmig remittierenden MS lassen sich einzelne Schübe abgrenzen, die sich vollständig oder teilweise wieder zurückbilden. Bei rund der Hälfte der Patienten geht die Krankheit nach etwa 10 bis 15 Jahren in eine chronische Form über ‒ mit anhaltenden Symptomen, die mehr oder weniger schwer ausgeprägt sein können.

Chronisch progredienter Verlauf

Diese Form der Multiplen Sklerose ist nicht durch Schübe geprägt, sondern von einer schleichenden Fortbildung neurologischer Defizite. Der Krankheitsverlauf führt damit zu einer langsam fortschreitenden Verschlechterung des Gesundheitszustands. Die sekundär progrediente MS ist seltener zu beobachten und tritt vor allem bei älteren Patienten auf.

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