Schließen
> Krankheitsbilder > Multiple Sklerose > Multiple Sklerose-Symptome
Keyvisual background image

Multiple Sklerose

Eine Krankheit mit vielen Gesichtern: Zu den vielfältigen Symptomen von MS gehören unter anderem Muskelschwund und Sehstörungen.

Verbreitungsgebiet ist die nördliche Hemisphäre

Ursachen noch ungeklärt

Da die Ursachen der Multiplen Sklerose bis heute ungeklärt sind, lassen sich auch keine eindeutigen Risikofaktoren ausmachen. Fest steht nur, dass sich bei dieser Autoimmunerkrankung die körpereigenen Abwehrmechanismen gegen das eigene Nervensystem richten und wichtige Nervenfasern dabei zerstört werden können.

MS befällt Frauen ungefähr doppelt so häufig wie Männer und ist vor allem in den westlichen Industrienationen verbreitet. Man geht daher davon aus, dass bestimmte Umweltfaktoren das Entstehen von MS fördern können. Es ist bestätigt, dass Menschen, die eng mit MS-Patienten verwandt sind, ein höheres Erkrankungsrisiko haben. Dennoch ist die Krankheit nicht im klassischen Sinn vererbbar.

Sehr wahrscheinlich können verschiedene Infektionskrankheiten bzw. deren Erreger das Entstehen von MS oder einzelne Schübe begünstigen. Ebenso gelten psychische Stresssituationen, extreme Allergieanfälligkeit und auch Rauchen als fördernde Faktoren.

Die Vielfalt der Symptome erschwert die Diagnose

Die Krankheit mit vielen Gesichtern

Kaum eine andere Erkrankung kann so vielfältige Symptome hervorrufen wie die Multiple Sklerose, die daher landläufig auch als „die Krankheit mit vielen Gesichtern“ bezeichnet wird.

Welche Symptome wann und in welchem Ausmaß bei einem Patienten auftreten, ist immer einzelfallabhängig und daher auch nicht prognostizierbar.
 

Kaum eine andere Erkrankung kann so vielfältige Symptome hervorrufen wie die Multiple Sklerose.

Die häufigsten Symptome sind:

  • Muskelschwäche, Taubheitsgefühle, Lähmungserscheinungen und Spastiken
  • Beeinträchtigung kognitiver Fähigkeiten wie Wahrnehmung, Aufmerksamkeit oder Gedächtnisleistung
  • Sehstörungen, z. B. verschwommenes Sehen, Augenschmerzen, doppelte Bilder oder Lichtempfindlichkeit
  • Schwindel, Gleichgewichts- und Gangstörungen
  • Antriebslosigkeit, Erschöpfung und Müdigkeit (Fatigue)
  • Störungen der Blasenfunktion und Verdauungsstörungen wie Durchfall oder Verstopfung
  • Niedergeschlagenheit und Depressionen
  • Schluckbeschwerden und Sprachstörungen, z. B. lange Sprechpausen, vermehrtes Räuspern oder undeutliche Artikulation
  • Sexuelle Störungen, z. B. Erektionsprobleme, verminderte Libido oder schmerzhafte Überempfindlichkeit im Intimbereich

Mit den Jahren bleiben häufig dauerhafte Defizite zurück

Seh- und Sensibilitätsstörungen

Die ersten Symptome treten meist zwischen dem 15. und 40. Lebensjahr im Rahmen eines Schubes auf. Während sich die Schübe bei Erkrankungsbeginn meist völlig zurückbilden, bleiben im späteren Krankheitsverlauf vermehrt neurologische Defizite zurück. 

Zu Beginn der Erkrankung werden häufig Seh- und Sensibilitätsstörungen beobachtet. Abhängig ist dies jedoch immer vom betroffenen Teil des zentralen Nervensystems. Besonders anhaltende Lähmungen und Spastiken können im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf zu teilweiser oder dauerhafter Pflegebedürftigkeit führen.

Weitere Krankheitsbilder

Parkinson

Die auch als Schüttellähmung bezeichnete Erkrankung äußert sich meistens durch ein unkontrollierbares rhythmisches Schütteln.

Tinnitus

Rund ein Viertel der Bevölkerung hatte schon mal das „Klingeln im Ohr“.

Angina pectoris

Wie zugeschnürt - Wird die Luft knapp und die Brust zu eng, kann eine Sauerstoff-Unterversorgung des Herzmuskels vorliegen.

Lungenkrebs

Zu hoher Tabakkonsum ist der häufigste Auslöser von Lungenkrebs, der jedoch ganz unterschiedlich auftreten kann.

Bluthochdruck

Falsche Lebensgewohnheiten, Stress und eine ungesunde Ernährung erhöhen das Risiko an Bluthochdruck zu erkranken.

Schlaganfall

Plötzlich steuert das Gehirn das zentrale Nervensystem nicht mehr.

Empfehlen:

© AXA Konzern AG, Köln. Alle Rechte vorbehalten.