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Parkinson

Bekanntestes Symptom einer Parkinson-Erkrankung ist der Tremor, also ein unbeabsichtigtes rhythmisches Schütteln.

Vor allem der Bewegungsapparat ist betroffen

Leise und unbemerkt

Frühe, oftmals kaum deutbare Anzeichen einer Parkinson-Erkrankung können ein verändertes Riechvermögen, anhaltende Schlafstörungen, Blutdruckveränderungen, Verstopfung, unspezifische Schmerzen oder anhaltende Verspannungen sein. Sollten mehrere dieser Faktoren zusammentreffen, ist eine gründliche Untersuchung zu empfehlen.

Motorische Kennzeichen

Die Kardinal- bzw. Leitsymptome der Parkinson-Krankheit betreffen in erster Linie die Körpermotorik. Im Einzelnen sind dies:

  • Tremor bzw. Ruhetremor: unwillkürliches rhythmisches Schütteln von Gliedmaßen, des Kopfes oder des gesamten Körpers. Tremor zeigt sich zu Beginn oftmals als gelegentliches Schütteln eines einzelnen Fingers, das schließlich auf den ganzen Arm übergreift.
  • Rigor: Steifheit oder Unbeweglichkeit der Gliedmaßen durch Muskelverspannungen. Die Muskelsteifigkeit tritt anfangs verstärkt in Beinen und Nacken auf. Häufig ist Rigor mit Schmerzen verbunden.
  • Akinese: Verlangsamung der Bewegungsabläufe bis hin zur Bewegungslosigkeit. Im Laufe der Zeit können Betroffene eine gebückte Haltung und einen langsamen, kleinschrittigen Gang entwickeln.
  • Posturale Instabilität: Störung der gleichgewichtserhaltenden Reflexe. Gang- und Haltungsinstabilität bergen im fortgeschrittenen Erkrankungsstadium die Gefahr von Stürzen in sich.

Charakteristischerweise beginnt die motorische Symptomatik einseitig und breitet sich im Laufe der Zeit auch auf die zweite Körperhälfte aus.

Nicht-motorische Kennzeichen

Das Vollbild der Parkinson-Erkrankung wird häufig auch von nicht-motorischen Symptomen begleitet, die der eigentlichen Krankheit sogar um mehrere Monate bis Jahre vorausgehen können. Hierzu zählen

  • Gering ausgeprägte Depressionen (bei ca. 40 % der Patienten)
  • Schmerzen in den Extremitäten sowie im Rücken- und Nackenbereich, die häufig anderen Krankheitsbildern zugeordnet werden
  • Schnelle Ermüdbarkeit und allgemeiner Vitalitätsverlust
  • Zunehmende Ungeschicklichkeit und nachlassender Gleichgewichtssinn
  • Vegetative Störungen, die z. B. die Blasenfunktion, die Libido, den Blutdruck und den Kreislauf betreffen
  • Schlafstörungen

Die Parkinson-Erkrankung ist eine fortschreitende neurodegenerative Erkrankung, die normalerweise schleichend beginnt und danach zeitlebens fortschreitet. Bei jedem Einzelnen können die Symptome mehr oder weniger stark ausgeprägt sein und teilweise sogar ganz fehlen. Das Auftreten und die Stärke der Beschwerden wechselt häufig temporär, z. B. im Tages- und Wochenverlauf.

Das Entstehen von Parkinson kann nur in sehr wenigen Fällen ursächlich nachgewiesen werden. Insofern lassen sich auch kaum allgemeine Hinweise auf mögliche Risiken ableiten. Das Vorhandensein mehrerer Formen der Krankheit erschwert die Ursachenforschung zusätzlich.

Grundsätzlich lässt sich lediglich sagen, dass das Risiko, an Parkinson zu erkranken, mit dem Alter steigt.

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