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Prostatakrebs

Ob operativ, mit Chemotherapie oder Strahlentherapie: Entscheidend für die Behandlung ist das Stadium der Erkrankung.

Symptome

Lange Zeit im Verborgenen

Das Prostatakarzinom verursacht in den meisten Fällen zunächst keine Beschwerden. Daher wird es häufig nur durch Zufall, beziehungsweise im Zusammenhang mit Untersuchungen zur Früherkennung erkannt. Im weiteren Verlauf kann es zu einer Vergrößerung der Prostata und dadurch zu einer Einengung der Harnröhre kommen. Dies kann sich in Form von Beschwerden beim Wasserlassen äußern. So kann der Beginn des Urinierens verzögert sein, aber auch ein verlängertes Wasserlassen mit schwachem Strahl oder Nachtropfen auftreten. Unteranderem kommt es zu nächtlichem Harndrang oder Schmerzen beim Wasserlassen.

Diese Anzeichen sind jedoch relativ unspezifisch, da sie auch durch gutartige Veränderungen der Prostata oder andere Ursachen entstehen können. Schreitet die Erkrankung fort, kann es zu Knochenschmerzen, Gewichtsverlust oder Blutarmut kommen. Ebenso können Nerven im Kreuzbeinbereich, durch vermehrten Druck, geschädigt werden, was zu Erektionsstörungen führen kann.

Im fortgeschrittenen Stadium kommt es häufig zu Tochtergeschwüren (Metastasen). Diese siedeln sich meist in den Knochen der Wirbelsäule oder des Beckens an. Hierdurch kann es zu spontanen Knochenbrüchen auch ohne äußere Ursache kommen. Ebenso können Metastasen in der Wirbelsäule die Nervenstränge beeinträchtigen, sodass es zu neurologischen Ausfällen kommt. Metastasen in den Knochen oder Nachbarorganen sind letztlich auch für die meisten Komplikationen und Todesfälle verantwortlich.

Früherkennung

Eine frühe Diagnose ist auf Grund der geringen Symptomatik im Anfangsstadium der Erkrankung schwierig. Umso früher die Diagnose jedoch gestellt wird, desto besser sind die Chancen auf Heilung. Daher können Früherkennungsmaßnahmen helfen, Todesfälle durch Prostatakarzinom zu verhindern. Jedoch bringt die Früherkennung nicht nur Vorteile mit sich. So können zum Beispiel auch Tumore diagnostiziert werden, die dem Betroffenen zu Lebzeiten keine Beschwerden verursacht haben. Ein Mann der sich bislang gesund fühlte, wird plötzlich zum Krebspatienten.
 
Die Deutsche Krebsgesellschaft hat in Zusammenarbeit mit der Deutschen Krebshilfe eine Patientenleitlinie zum Thema Früherkennung herausgegeben. Diese informiert Sie ausführlich und kann Sie bei der Entscheidung unterstützen, ob Sie an Maßnahmen zur Früherkennung teilnehmen wollen oder nicht. Fachgesellschaften empfehlen für Männer ab dem 45. Lebensjahr eine Aufklärung und Information über die Möglichkeiten zur Früherkennung des Prostatakarzinoms.
 

Blutabnahme | Pflegewelt von AXA

Entscheiden Sie sich für eine Früherkennung, so beinhaltet diese eine Untersuchung des Blutes. Hierbei wird der Spiegel des Prostata-Spezifischen-Antigens, kurz PSA, durch Ihren Hausarzt bestimmt. Die Kosten belaufen sich inklusive Besprechung der Untersuchungsergebnisse auf etwa 45€. Wenn Sie privat krankenversichert sind, informieren Sie sich bitte bei Ihrer Krankenversicherung, ob diese die Kosten der Früherkennung übernimmt. Ein erhöhter PSA-Wert kann auf eine Krebserkrankung der Prostata hinweisen. Es gibt jedoch auch andere Faktoren, die den Wert beeinflussen, wie beispielsweise entzündliche Erkrankungen der Prostata. Ergibt sich bei der Untersuchung ein unauffälliger Wert von <2ng/ml, wird eine erneute Untersuchung nach zwei bis vier Jahren empfohlen.

Bei Männern im Alter von über 70 Jahren wird bei einem solchen Testergebnis keine weitere Folgeuntersuchung angeraten. Ist der PSA-Wert leicht erhöht (>2ng/ml), sollte zeitnah eine Überprüfung der Testergebnisse mit Hilfe der gleichen Testmethode stattfinden. Bestätigt sich das Testergebnis, sollte die Untersuchung jährlich wiederholt werden. Experten gehen davon aus, dass die Entwicklung der PSA-Werte im Laufe der Jahre eine sicherere Aussage über das Erkrankungsrisiko aussagt, als ein einmalig erhöhter Wert.

Liegt ein PSA-Wert von >4ng/ml vor, wird die Entnahme einer Gewebeprobe als weitere diagnostische Maßnahme empfohlen. Zusätzlich zur Bestimmung des PSA-Wertes kann eine Tastuntersuchung (digitale rektale Untersuchung, DRU) durchgeführt werden. Hierbei wird die Prostata durch den Enddarm mit den Fingern auf auffällige Veränderungen in Form oder Beschaffenheit untersucht. Die DRU kann jedoch gerade Frühformen des Prostatakarzinoms übersehen. Zudem kann sie nicht zwischen gutartigen und bösartigen Vergrößerungen der Prostata unterscheiden.

Diagnostik

Je früher desto besser

Wird ein erhöhter PSA-Wert festgestellt (>4ng/ml), sollten weitere diagnostische Maßnahmen folgen, um die Verdachtsdiagnose Prostatakrebs zu überprüfen. Mit Hilfe einer sogenannten (Stanz-) Biopsie werden Gewebeproben aus verschiedenen Stellen der Prostata entnommen. Diese gewinnt man über feine Hohlnadeln, die über den Enddarm in die Prostata vorgeschoben werden. Anschließend werden die Proben mikroskopisch auf Veränderungen der Zellstrukturen untersucht. So kann das Vorliegen eines Prostatakarzinoms mit großer Sicherheit bestätigt oder ausgeschlossen werden.

Werden bei der Untersuchung Krebszellen entdeckt, folgen weitere Untersuchungen. So zum Beispiel bildgebende Verfahren, wie eine Magnetresonanztomografie: Hiermit kann man feststellen, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist und es wird die Frage geklärt, ob umliegende Organe bereits ebenfalls betroffen sind. 

Für die weitere Planung der Therapie sind folgende Faktoren relevant:

  • Wie hoch ist das von der Erkrankung ausgehende Risiko? Hierfür werden der PSA-Wert, das Ergebnis der mikroskopischen Untersuchung (Gleason-Score) und die Ausbreitung des Tumors (TNM-Klassifikation) berücksichtigt. Hieraus ergibt sich das Risikoprofil des Tumors. Man unterscheidet Karzinome mit niedrigem, mittlerem und hohem Risiko für das Leben des Patienten. Je nach Risikoprofil werden verschiedene Therapien empfohlen.

  • Zudem wird zwischen einem lokal begrenztem Karzinom und einem bereits fortgeschrittenen und metastasiertem Karzinom unterschieden. Diese Unterscheidung ist ebenfalls relevant für das weitere therapeutische Vorgehen.

  • Körperlicher Allgemeinzustand des Patienten: Liegen Begleiterkrankungen vor? Ist der Patient bereits auf Grund seines hohen Alters weniger stark belastbar?

Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die Behandlungsoptionen:

Betreuung und Ansprechpartner

Eine Krebserkrankung und ihre Behandlung bedeutet eine große Belastung, sowohl körperlich, als auch emotional. Zahlreiche Entscheidungen müssen getroffen werden. Auch der Alltag wird umgestellt. Die AXA bietet Ihnen im Rahmen ihres gesundheitsservice360° eine umfassende Betreuung und persönliche Ansprechpartner, die Sie auf Ihrem Weg begleiten.

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