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Rheumatische Erkrankungen

Auch wenn sich rheumatische Krankheiten in verschiedene Kategorien klastern lassen, sind die Grenzen der Krankheitstypen häufig fließend.

Die Mobilität leidet

Starke Schmerzen

Für die Weltgesundheitsorganisation WHO sind rheumatische Erkrankungen solche, die den Bewegungsapparat betreffen und nicht mit einer Verletzung oder einer anderen Krankheit in Verbindung gebracht werden können.

Mit rheumatischen Erkrankungen gehen fast immer starke Schmerzen einher, die den Bewegungsradius und die Lebensqualität einschränken. Von allen Krankheiten, die zu einer Pflegebedürftigkeit führen können, sind sie am wenigsten altersgebunden. Um die Vielzahl möglicher Einzelerkrankungen zu klassifizieren, spricht man auch vom „rheumatischen Formenkreis“.

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Bei Rückenschmerzen zum Rheumatologen? Rückenschmerzen können viele Ursachen haben.

Vier Hauptgruppen werden von der WHO unterschieden:

  • Entzündliche Erkrankungen treten nicht nur örtlich – etwa an einem bestimmten Gelenk – auf, sondern haben den gesamten Körper befallen. Die Betroffenen fühlen sich allgemein krank und leistungsschwach. Der entzündliche Prozess ist in den meisten Fällen meist auch anhand der Blutwerte nachweisbar (z. B. rheumatoide Arthritis).
  • Degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen haben Schäden des Gelenkknorpels zur Folge, z. B. im Hüft- oder Kniegelenk (medizinisch Arthrosen genannt). Ursache hierfür können altersbedingte Veränderungen oder verletzungsbedingte Vorschäden genauso sein wie angeborene Gelenkfehlstellungen oder Störungen im Stoffwechsel.
  • Nicht entzündliche Erkrankungen werden auch als Weichteilrheumatismus bezeichnet, der meistens nur eine bestimmte Körperregion betrifft. Ursache ist die dauerhafte Überlastung und Reizung von Muskeln, Sehnen und anderen Weichteilgeweben z. B. am Arbeitsplatz oder beim Sport. Das wohl bekannteste Beispiel ist der sogenannte Tennisarm.
  • Stoffwechselerkrankungen können ebenfalls Beschwerden im Bewegungsapparat hervorrufen. Die bekanntesten Beispiele sind der Knochenschwund (Osteoporose) und die Gicht. Sie können altersbedingt auftreten oder Folgen eines ungesunden Lebenswandels sein.

Wenn der Körper sich selbst angreift

Störungen im Immunsystem

Vielen rheumatischen Erkrankungen ist gemein, dass es zu einer Störung des Immunsystems kommt, woraufhin der Körper eigene Strukturen wie die Gelenkinnenhaut angreift. Diese sogenannten Autoimmunkrankheiten können langfristig auch weitere Körperregionen betreffen, etwa die inneren Organe. Die Ursachen für rheumatische Erkrankungen sind bis heute nicht abschließend geklärt.

  

Als gesichert gilt aber, dass komplexe genetische, immunologische und umweltbedingte Faktoren zusammenwirken. Auch wurden in einigen Studien Zusammenhänge zwischen ehemaligen bakteriellen
Infektionen
(z. B. des Magen-Darm-Trakts) und rheumatischen
Erkrankungen als „Folgeerscheinung“ hergestellt.

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