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Schlafapnoe-Syndrom

Meist sind die nächtlichen Atemaussetzer durch eine Verlegung der Atemwege bedingt. Man spricht dann vom obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom.

Formen des Schlafapnoe

Atemaussetzer während der Schlafphase

Der Begriff Apnoe bezeichnet einen Atemstillstand. Bei der Schlafapnoe können die Atemaussetzer wenige Sekunden, in manchen Fällen jedoch auch bis zu einer Minute andauern. Hieraus resultiert eine unzureichende Versorgung des Körpers mit Sauerstoff. Zudem steigt der Kohlendioxid-Spiegel (CO2-Spiegel) im Blut. Der Körper reagiert hierauf mit Weck- und Stressreaktionen, wie Blutdruckerhöhung und Steigerung der Herzfrequenz. Hierdurch setzt die Atmung wieder ein. In der Regel nehmen die Betroffenen weder die Atemaussetzer, noch die Weckreaktionen bewusst wahr. Bemerkbar machen sich vielmehr die zahlreichen Folgen des gestörten Schlafs. Unter dem Begriff des Schlafapnoe-Syndroms fasst man die für nächtliche Atemaussetzer typischen Symptome zusammen.

Verlegung der oberen Atemwege

Die häufigste Form der Schlafapnoe, das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS), entsteht durch eine Verlegung der oberen Atemwege. Im Schlaf entspannt sich die Muskulatur auch im Bereich der oberen Atemwege, hierdurch kann der Zungengrund in den Rachen zurückfallen und diesen einengen (verlegen).

Auf diesen Verschluss der Atemwege bezieht sich der Begriff „obstruktiv“, was in diesem Zusammenhang so viel heißt wie: verengt oder verschlossen.

Ob es bei einem Menschen zu einem Verschluss der Atemwege infolge der entspannten Muskulatur kommt, hängt von Folgendem ab:

  • Genetische Ursachen
  • Anatomische Begebenheiten
  • Alter
  • Geschlecht
  • Körpergewicht

Besonders dem Körpergewicht wird eine bedeutende Rolle zugemessen. In vielen Fällen geht das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom mit Übergewicht (Adipositas) einher.

Adipositas

Viele Menschen leiden an Übergewicht. Die Ursachen sind meist falsche Ernährung und ein Mangel an Bewegung. Die möglichen Konsequenzen und Folgeerkrankungen sind zahlreich: überflüssige Kilos belasten unter anderem Gelenke, aber auch Herz und Gefäße.

Verengung der Atemwege

Nicht immer sind die Atemwege komplett verlegt. Es kann auch lediglich zu Verengungen kommen. Diese führen nicht zu einem totalen Atemstillstand. Jedoch kommt es zu einer starken Reduzierung des Atemflusses. Man spricht in diesem Fall von Hypopnoen. Sowohl die Verengung, als auch der Verschluss der oberen Atemwege, geht fast immer mit starkem Schnarchen einher.

Es kann auch ohne Verschluss der Atemwege zu Störungen der Atmung im Schlaf kommen. Man fasst diese unter dem Begriff der nicht-obstruktiven Schlafapnoe zusammen. Die möglichen Ursachen sind zahlreich und sehr unterschiedlich.

Man kann sie grob in zwei Gruppen unterteilen:

  • Zentrale Schlafapnoe-Syndrome. Hierbei ist die Steuerung der Atmung gestört. Dies kann beispielsweise bei Schäden des Atemzentrums im Gehirn der Fall sein.
  • Schlafbezogene Hypoventilations-Syndrome. Diese können unter anderem durch eine Schwäche der Atemmuskulatur auftreten.

Diese beiden Formen des Schlafapnoe-Syndroms können auch in Kombination mit einem obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom auftreten.

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