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Tinnitus

Die Betroffenen leiden unter Ohrgeräuschen, die jedoch keine äußere Quelle als Ursache haben. Dennoch sind sie nicht eingebildet und lassen sich nachstellen.

Vorsicht vor Isolation

Stress im Ohr

Ohrgeräusche treten meist erstmalig zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auf. Als Risikofaktoren gelten vor allem Lärmbelastung und Stress. Auch fortschreitende Altersschwerhörigkeit trägt wahrscheinlich zur Entstehung des Tinnitus bei.

Da Belastungen des Herz-Kreislauf-Systems, wie Durchblutungsstörungen, Bluthochdruck oder zu niedriger Blutdruck, Ohrgeräusche begünstigen, zählen auch das Rauchen, Alkohol und ein allgemein ungesunder Lebensstil zu den Risikofaktoren für Tinnitus.

So wie also einige Erkrankungen für den Tinnitus prädisponieren, so kann der Tinnitus selbst auch die Entstehung einiger Komorbiditäten begünstigen.

Dazu gehören:

  • Depressionen
  • Ängste (Angststörungen)
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsstörungen

Diese wechselseitige Beziehung besteht auch zwischen dem Tinnitus und einigen Verhaltensweisen.

Ohrgeräusche bewirken, dass Betroffene sich zurückziehen und isolieren. Darüber hinaus werden körperliche Symptome sehr stark wahrgenommen. Durch diese belastende Situation kann es dazu kommen, dass Personen, die unter Tinnitus leiden, im Allgemeinen eine negative Lebenseinstellung haben. Andersherum können diese Verhaltensweisen und Einstellungen den Tinnitus aggravieren.

Tinnitus äußert sich unterschiedlich

Nicht jeder Tinnitus hört sich gleich an. Er kann als Klingeln, Pfeifen, Klopfen, Brummen, Zischen oder in anderer Art auftreten. Es können eine Seite oder aber auch beide Ohren betroffen sein. Dabei geben die meisten Betroffenen an, dass die Geräusche in der Stille als quälender empfunden werden.

Die Ohrgeräusche können durchgehend vorhanden sein, im Verlauf des Tages in ihrer Intensität variieren oder auch nur in ruhiger Umgebung wahrgenommen werden. Häufig werden sie durch Stress und Belastung verstärkt.

Hörminderung und Geräuschempfindlichkeit

Tinnitus geht zunächst oft mit einer Hörminderung des betroffenen Ohres einher. Einige Patienten berichten jedoch von einer gesteigerten Geräuschempfindlichkeit (Hyperakusis), die wiederum als sehr belastend empfunden wird.

Dekompensieren die Ohrgeräusche und es entwickeln sich ein starker Leidensdruck und zusätzliche Symptome, wie sie im oberen Abschnitt beschrieben sind, so kann Tinnitus zu schwerwiegenden Problemen im privaten und beruflichen Bereich bis hin zur Berufsunfähigkeit führen.

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