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PflegeTIPP

Stolperfallen und Gefahrenstellen in den eigenen vier Wänden erkennen und wirksam beseitigen.

Sturzprävention

Stolperfallen im Haus

Der erste Beitrag befasst sich mit möglichen Sturzgefahren in Haus und Wohnung älterer Menschen. Wir zeigen Ihnen, wo überall Stolperfallen lauern und wie Sie diese schon mit ein paar leichten Handgriffen und einfachen Mitteln wirkungsvoll beseitigen können. Präventiv und vorausschauend Handeln ist die Devise.

Sicher, jeder von uns ist schon mal gefallen. Aber bei alten Menschen kann so ein Sturz besonders problematisch werden: Mehr als 4 Mio. Senioren stürzen hierzulande pro Jahr. 100.000 erleiden einen Oberschenkel- oder Beckenbruch. Sie erholen sich oft schlechter und leiden häufiger unter eventuellen Komplikationen.

Aber Vorsorge ist möglich. Zumindest in den eigenen vier Wänden. Sturzprophylaxe, also: Gefahrenquellen erkennen und beseitigen, das ist das Ziel.

Typische Stolperfallen

Im Wohnzimmer

Häufiges Risiko: dicke Teppiche oder mehrere Läufer übereinander.

Hochstehende Teppichkanten und unebene Trittflächen sind besonders gefährlich. Auch zu eng gestellte Möbel sind beim Laufen hinderlich. Ebenso wie quer durch den Raum verlegte Kabel und Verlängerungsschnüre.

Dazu noch schlecht sitzendes Schuhwerk oder weite Kleidung … und schon ist es passiert.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt: Lose Teppiche und Läufer sollten am besten ganz entfernt werden.
Wer sich von dem geliebten Stück so gar nicht trennen kann, sollte es gegen Verrutschen sichern. Entweder mit Anti-Rutschmatten oder mit Klebestreifen.

Tipps & Tricks

Kabel sollten Sie, wenn möglich, an der Wand entlang verlegen – oder aber spezielle Kabelschellen und -Kanäle verwenden. Und wer niemanden im Bekanntenkreis hat, der helfend zur Hand geht: Scheuen Sie sich nicht, einfach mal den Nachbarn zu fragen.

Zwischen Möbeln sollte ein Laufweg von ca. 1,20m bleiben, Blumenständer und Hocker gehören an die Wand. Und übrigens: die Anschaffung eines schnurlosen Telefons lohnt sich immer. Das kann auch gut mit ans Bett genommen werden.

Apropos, auch im Schlafzimmer lauern Gefahren. Viele ältere Menschen müssen nachts raus. Hier häufig problematisch: wenig oder gar kein Licht.

Schutz bei Dunkelheit

Im Dunkeln können so Gegenstände übersehen und zu gefährlichen Stolperfallen werden. Dabei gibt es im Fachhandel schon für ein paar Euro spezielle Nachtleuchten, die sich tagsüber selbstständig abschalten.

Kaltlichtlampen spenden die ganze Nacht Licht und werden dabei nicht heiß.

Grundsätzlich gilt: Lichtquellen so anbringen, dass sie nicht blenden. Der Lichtkegel muss die Gefahrenstellen gut ausleuchten.
Hilfreich ist auch ein Bewegungsmelder, der das Licht automatisch einschaltet.

Und auch wer mit Socken schläft, sollte aufpassen. Einfaches Hilfsmittel: Socken mit Anti-Rutsch-Noppen.

Im Badezimmer

Auch im Badezimmer besteht leicht die Gefahr, auszurutschen. Feuchte Fliesen bieten keinen guten Halt. Beim Baden oder Duschen ist es schwierig, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. Das Gleichgewicht zu halten, bereitet besondere Probleme.

Aber auch hier helfen schon einfache Mittel: Badematten mit gummierter Rückseite verhindern wirkungsvoll ein Wegrutschen auf nassem Untergrund. Außerdem sollten in Badewanne und Dusche unbedingt Anti-Rutsch-Matten ausgelegt sein.

Simpel aber auch sehr hilfreich ist eine standfeste Sitzmöglichkeit, z.B. ein Plastikhocker: Wer sich setzen kann, hat die Hände frei.
Und wer für all diese Tipps niemanden im Bekannten- oder Verwandtenkreis hat, der helfend zur Hand geht: Scheuen Sie sich nicht, einfach mal den Nachbarn von nebenan zu fragen.

Infos zum Download

So machen Sie ihre Wohnung sicher!

Nützliche Tipps und Tricks, um das eigene Zuhause altersgerecht zu gestalten.

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