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PflegeTIPP

Gerade im Alter ist eine ausgewogene Ernährung besonders wichtig, denn sie bewahrt vor einer Adipositas, ihren Folgekrankheiten und der damit verbundenen Pflegebedürftigkeit. Was Sie beachten sollten, erfahren Sie im folgenden PflegeTIPP.

Gesunde Ernährung im Alter

Grenzen kennen

Welch ein Genuss, eine Gaumenfreude ... und weil´s doch so lecker ist, gern noch einen Nachschlag.
 
Sich etwas Gutes tun ... aber irgendwann ist es des Guten dann auch zu viel.
Wenn der Körper über eine längere Zeit mehr Energie aufnimmt, als er benötigt, speichert er die überschüssigen Kalorien als Reserven für die Zukunft. Und das unaufhörlich.
Solange keine körperlichen Beschwerden oder Erkrankungen bestehen, ist Übergewicht an sich nicht gefährlich.

Wenn das eigene Gewicht zur Gefahr wird

Anders jedoch, wenn der Betroffene nicht nur dick, sondern adipös ist. Adipositas – also eine über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung des Körperfetts – besteht bei einem BMI-Wert größer als 30. Vor allem Fettansammlungen in der Bauchgegend bedingen häufig kardiovaskuläre Folgeerkrankungen und Diabetes mellitus Typ 2. Vor allem in der Altersgruppe der 50- bis 79-jährigen ist der Anteil der Übergewichtigen in den letzten Jahren stark gestiegen. Eine Entwicklung, die sich weiter fortsetzt. Aber was tun bei all den Köstlichkeiten und Versuchungen?
  
Wir verraten Ihnen, wie Sie mit einfachen, aber dennoch effektiven Tricks Pfunde verlieren können.

Auf einen Blick

In unserem Infoblatt zum Thema "Gesunde Ernährung im Alter" können Sie sich in Ruhe noch einmal alle Tipps und wesentlichen Informationen durchlesen.

Gesunde Ernährung im Alter - Erfahren Sie mehr zum Thema!

Dick wird man nicht über Nacht

Die überschüssigen Fettpolster entstehen langsam, nach und nach. Und genau darin besteht die Gefahr.

Wenn Sie Ihr Gewicht reduzieren möchten oder sogar müssen, hilft es, sich zunächst intensiv mit den Themen Essen, Kalorienverbrauch und Bewegung zu beschäftigen.
Zudem kann es helfen, wenn Sie sich Unterstützung suchen. Vielleicht ein Freund oder Kollege. Denn zu zweit geht bekanntlich alles viel leichter. Des Weiteren erhalten Sie im Internet, wie auch im Buchhandel, eine Fülle an Informationen. Daneben gibt es die Möglichkeit, sich in Foren mit anderen Betroffenen über die eigenen Erfahrungen auszutauschen.

Unser Tipp:

Hören Sie in sich hinein.
Fühlen Sie sich wohl in Ihrem Körper?  Schaffen Sie Ihre täglichen Erledigungen ohne Einschränkungen? Oder schmerzen Ihre Gelenke? Sind Sie kurzatmig?
Achten Sie bewusst auf sich und Ihre Essgewohnheiten.

Nährboden der Gewichtszunahme

Gewichtszunahme im Alter kann verschiedene Gründe haben:

  • mangelnde Bewegung,
  • Störung des Hunger- und Sättigungsempfindens,
  • Erkrankungen,
  • aber auch psycho-soziale Faktoren, wie Verlust des Partners oder Einsamkeit.

Hauptursache ist aber zumeist eine falsche, zu kalorienhaltige Ernährung. Dabei geht es vorrangig nicht darum, wie viel, sondern was wir essen. Denn traurig, aber wahr: vieles von dem, was besonders gut schmeckt, ist leider auch zu süß oder zu fettig. Wenn Sie auf längere Sicht Gewicht verlieren möchten, sollten Sie einen Bogen um derartige Lebensmittel machen.

Aber Vorsicht:
Wir meinen damit nicht den radikalen Verzicht, denn der fördert Heißhungerattacken.

Das können Sie tun

Ab und an darf es auch mal ein Stück Kuchen sein, aber es sollte eben eine Ausnahme bleiben.
Versuchen Sie lieber, den Zucker- und Fettkonsum langsam, aber dafür stetig zu reduzieren. Essen Sie stattdessen mehr Vollkornprodukte. Sie lassen den Blutzuckerspiegel nicht rasant ansteigen und machen zudem länger satt. Ebenso Obst und Gemüse. Gemüse gedünstet oder roh hat nur wenige Kalorien. Hiervon können Sie auch mal eine größere Portion essen. Aber bitte ohne schwere Sahnesaucen.

Wichtig ist eine vielseitige und ausgewogene Ernährung: Milch, Fleisch und Fisch – also eiweißhaltige Produkte -  gehören natürlich ebenso auf den Speiseplan.

Auch wenn Fertigprodukte so schön praktisch sind, beinhalten sie jedoch häufig Geschmacksverstärker. Sie regen den Appetit an. Man isst dann häufig mehr, als man eigentlich will.

Link zum Thema

Sehen Sie sich außerdem unseren Beitrag zum Thema "Gesunde Ernährung" in unserer Kategorie "Pflegewelt bewegt" an und erfahren Sie weitere Tipps und Informationen rund um das Thema Ernährung.

Wenn der Genuss auf der Strecke bleibt

Veränderung des Essverhaltens notwendig

Mahlzeiten werden nicht mehr zelebriert, sondern immer und überall eingenommen. Unterwegs, im Stehen, vor dem Fernseher, ...
 
Leckeres ist stets verfügbar. Das führt zu einem ungezügelten Essverhalten. Am Ende des Tages kommen so viele, meist sehr kalorienhaltige Mahlzeiten zusammen. Wissen Sie noch, was Sie heute schon alles zu sich genommen haben? Gerade Alleinstehende haben häufig keinen Spaß daran, für sich den Tisch zu decken. Essen ist kein bewusster Akt mehr, so wie z.B. früher, wenn die ganze Familie zum Abendbrot zusammen kam.
 
Für eine langfristige Gewichtsstabilisierung sollten Sie Ihr Verhalten ändern.

Unser Tipp:

Führen Sie ein Ernährungstagebuch. Notieren Sie sich, was, wann und wie viel Sie essen und trinken. Auch verschiedene Apps bieten hier einen guten Service. Aber seien Sie dabei ehrlich zu sich selbst. Bei der Auswertung kann Ihnen ein Ernährungsberater helfen.

Falsche Gewohnheiten erkennen

Oberstes Ziel: Erkennen Sie falsche Gewohnheiten und ändern Sie diese.

  • Nehmen Sie sich Zeit zum Essen.
  • Essen sie langsam, mit Genuss.
  • Wählen Sie Ihre Mahlzeiten bewusst aus.
  • Verwenden Sie kleine Teller und Besteck. Dadurch wirkt die Portion größer und Sie essen langsamer.

Generell:
Vermeiden Sie, hungrig einkaufen zu gehen. Dann landet erfahrungsgemäß mehr im Einkaufswagen, als Sie eigentlich besorgen wollten.
Erstellen Sie sich lieber vorab eine Einkaufsliste

Ernährungsumstellung ist nicht alles!

Der Körper braucht Bewegung

Mangelnde Bewegung führt zu Muskelabbau. Der Stützapparat und die Gelenke werden durch fehlende Muskeln noch stärker vom Gewicht beansprucht. Um Abnehmfrust zu vermeiden, gibt es nur ein wirksames Mittel: Kommen Sie auf die Füße! Denn im Alter verbrennt der Körper weniger Energie.

Wie heißt es so schön? Von nichts kommt nichts. Das gilt auch fürs Abnehmen.


So machen Sie es richtig:

Darum: Versuchen Sie so viel Bewegung in Ihren Tagesablauf zu integrieren, wie es Ihnen möglich ist.
Jeder zusätzliche Weg, jede genommene Treppe verbrennt Kalorien.
Fahren Sie mit dem Fahrrad zum Einkauf, machen Sie Ihre Erledigungen zu Fuß, ...

Positiver Nebeneffekt:
Sportliche Aktivitäten stärken das Herz und den Kreislauf, senken den Blutdruck, trainieren die Muskeln und gleichen Stimmungsschwankungen aus.

Außerdem sollten Sie drei Mal in der Woche eine Ausdauersportart betreiben. Besonders geeignet sind

  • Schwimmen,
  • Nordic Walking,
  • Rad fahren
  • und Aqua-Fitness.

Vor allem Aktivitäten im Wasser schonen die Gelenke und verbrauchen - wegen des erhöhten Wasserwiderstands - zusätzliche Energie.
 
Überfordern Sie sich nicht - steigern Sie sich!

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Sagen Sie Ihren überschüssigen Kilos den Kampf an​

Motivation ist alles!

Achten Sie auf Ihre Ernährungsgewohnheiten, lassen Sie sich Zeit beim Essen, greifen Sie häufiger zu Obst, Gemüse sowie Vollkornprodukten und kommen Sie in Bewegung.
 
Wir wünschen Ihnen motivierende Erfolgserlebnisse, ein gutes Durchhaltevermögen und viel Spaß bei der Sache!
 
Denn ohne den geht es nicht.

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