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Technische und bauliche Hilfen

Bauliche Veränderungen können dazu führen, dass eine Pflege zuhause, entgegen einer ersten Einschätzung der häuslichen Situation, doch zu realisieren ist.

Technische und bauliche Hilfen

Den Alltag bewältigen

Nicht selten heißt es „Umzug ins Alten- oder Pflegeheim“, wenn der Körper im Alter den alltäglichen Aufgaben und Belastungen nicht mehr gewachsen ist.

Wenn die geistige Fitness aber noch da ist, helfen oft technische und bauliche Maßnahmen, um den Auszug aus den eigenen vier Wänden zu verhindern und das alltägliche Leben so gut wie möglich bewältigen zu können.

Technische und bauliche Maßnahmen

  • Technische Hilfen sind z. B. Rollstühle, Pflegebetten oder Gehhilfen. Die Kosten dafür werden in der Regel von den Kranken- und Pflegekassen übernommen.
  • Bauliche Maßnahmen können z. B. Treppenlifter, Rollstuhlrampen oder ebenerdige Duschen sein. Die Kosten hierfür werden nur bei einer Einstufung in den Pflegegrad – und auch dann nur von Fall zu Fall – anteilig von den Kassen übernommen.
Der Begriff Barrierefreiheit bedeutet, dass Gegenstände, Medien und Einrichtungen so gestaltet werden, dass sie von jedem Menschen unabhängig von einer eventuell vorhandenen Behinderung uneingeschränkt benutzt werden können. Unter diesem Suchbegriff finden sich im Internet viele Links und Angebote, die behinderten und alten Menschen das Leben erleichtern sollen.

Geeignete Wohnung finden

Bauliche Maßnahmen lassen sich natürlich auch durch den Umzug in eine alters- oder behindertengerechte Wohnung vermeiden. Diese werden inzwischen vermehrt auf dem Immobilienmarkt angeboten – entweder zur Miete oder zum Kauf. Viele davon sind öffentlich gefördert und daher vergleichsweise günstig.

Informationen hierzu liefern die örtlichen Wohnungsbaugesellschaften. Generell spricht man auch von barrierefreiem Wohnen.

Im Falle eine temporären körperlichen Beeinträchtigung (z. B. nach einem Sturz) oder auch beim Fehlen einer Krankenversicherung können technische Hilfsmittel oftmals auch bei ambulanten Pflegediensten oder Sanitätshäusern ausgeliehen werden.

Im Notfall einfach SOS funken

Rund 350.000 Deutsche machen inzwischen Gebrauch von Hausnotruf-Systemen, um so im Notfall schnelle Hilfe zu erhalten – sei es nach einem Sturz, bei einem Schwächeanfall oder in einer anderen Situation, in der man ärztliche Versorgung oder akute Hilfe benötigt. Das kann z. B. auch das Aussperren aus der eigenen Wohnung sein, eine räumliche Desorientierung oder ein Wasserrohrbruch. 

Bei einem Hausnotruf-System wird über eine Telefonverbindung von einem Sender – den man z. B. am Handgelenkt trägt – bei Erschütterung oder durch Drücken eines Knopfes eine direkte Verbindung zum Hausarzt, Notarzt, einer Vertrauensperson oder einem ambulanten Pflegedienst hergestellt.

  

Der oder die ausgewählten Empfänger des Notrufsignals werden dann direkt alarmiert.

Die Kosten für ein Hausnotruf-System entsprechen ungefähr denjenigen von gängigen Mobilfunkverträgen. Über die verschiedenen Systeme und Gebühren informieren die jeweiligen Anbieter, aber auch die Verbraucherzentralen der einzelnen Bundesländer.

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