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Dienstleistungen rund um das digitale Erbe

Ein Todesfall birgt zahlreiche Aufgaben und Anforderungen an die Hinterbliebenen. Spezialisierte Dienstleister bieten Entlastung in Sachen digitaler Nachlass an.

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Die digitale Erinnerung verblasst nicht von allein

Der digitale Nachlass von Verstorbenen kann sich mitunter zu einer Art „digitalem Zombie“ entwickeln.

Immer wieder werden Fälle bekannt, in denen beispielsweise Facebook-Accounts von Verstorbenen noch ein Eigenleben in dem sozialen Netzwerk führen. Auch an zahlreichen anderen Orten im Internet bleiben Menschen auch nach ihrem Tod präsent: in Form der von ihnen betriebenen Homepages oder Blogs, mittels der online geteilten Bilder oder Videos.

Für viele Hinterbliebene bedeutet dies eine doppelte Belastung während des Trauerprozesses: Einerseits müssen sie sich um die formelle Regelung des digitalen Nachlasses kümmern, andererseits werden sie ständig durch die verbliebene digitale Präsenz des Verstorbenen an diesen erinnert; Faktoren, die die ohnehin belastende Situation zusätzlich erschweren können.

Gut zu wissen

Firmen aus dem Dienstleistungs­sektor sowie Bestattungsunternehmen haben dieses Problem erkannt und bieten Unterstützung bei der Verwaltung des digitalen Nachlasses an. In Zeiten, in denen Personen immer größere und vielfältigere „digitale Fußabdrücke“ hinterlassen, wird der Bedarf an diesen professionellen digitalen Nachlassverwaltern größer. Denn nicht immer verfügen die Hinterbliebenen über die Kraft oder Fähigkeiten, sich mit dem digitalen Erbe des Verstorbenen auseinanderzusetzen.

Digitale Nachlassverwalter

Spezialisierte Firmen bieten die Analyse des digitalen Nachlasses an. Hierfür untersuchen sie den Computer des Verstorbenen darauf, wo und wie dieser im Internet aktiv war und Konten unterhielt. Andere Anbieter kommen ohne die Geräte des Verstorbenen aus. Sie unterhalten Verbindungen zu zahlreichen Onlineplattformen und scannen diese nach den Nutzerdaten des Verstorbenen.

Ziel dieser Anbieter ist es zunächst, den Angehörigen einen möglichst vollständigen Überblick über den digitalen Nachlass des Verstorbenen zu geben. Des Weiteren können diese Angebote von den Hinterbliebenen genutzt werden. Dabei werden Inhalte wie Fotos oder Texte, die ihnen persönlich wichtig sind und die sie bewahren wollen, gesichert. Andererseits dient der Service dazu, auch mögliche geschäftlich oder finanziell relevante Inhalte zu entdecken und mit ihnen entsprechend umzugehen.

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Auf einen Blick

Für eine bessere Orientierung, zuletzt noch einmal alle wichtigen Informationen auf einen Blick.

Internetnutzer

  • Testament: Setzen Sie sich früh genug mit der Entscheidung auseinander, wer sich um Ihren digitalen Nachlass kümmern soll. Dazu bestimmen Sie bestenfalls eine Vertrauensperson, der Sie ihre Daten nach Ihrem Ableben anvertrauen würden.

  • Sich über den Nachlass Gedanken machen: Eine hinterlassene Anleitung für Ihre Angehörigen kann diesen später helfen, zu entscheiden, welche Daten, Konten oder Fotos erhalten oder gelöscht werden sollen.

  • Zugangsdaten sichern: Passwörter zu Online-Konten sollten früh genug ordentlich verwaltet werden. Eine zusätzliche Speicherung auf einem separaten USB-Stick kann hilfreich sein. Gegebenenfalls bietet sich auch ein Passwortmanager an, in welchem alle Zugangsdaten abgespeichert und jederzeit geändert werden können.

  • Regelmäßig aussortieren: Löschen Sie von Zeit zu Zeit Daten, die niemandem in die Hände fallen sollen, wie etwa Emails, Fotos oder wichtige Kontobewegungen.

Erben

  • Orientierung: Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über die Konten und Onlinebewegungen Ihres verstorbenen Angehörigen.

  • Prüfung: Vergewissern Sie sich, ob der Verstorbene offene Rechnungen hinterlassen hat oder es eine Mitgliedschaft gibt, die gekündigt werden muss.

  • In Kontakt treten: Setzen Sie sich eventuell mit den Betreibern der Seite in Verbindung, um Zugang zu dessen Account zu erhalten. Beispielsweise, wenn Ihnen die benötigten Zugangsdaten fehlen.

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