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Begutachtung

Wir empfehlen Ihnen, sich auf die Begutachtung vorzubereiten. Was Sie vorab noch tun können, lesen Sie hier.

Allgemeines zur Begutachtung

Richtlinien der Begutachtung

Nachdem Sie den Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung gestellt haben, beauftragt die Pflegekasse bzw. -versicherung den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) mit der Begutachtung Ihres Falles. Im Auftrag der privaten Pflegeversicherer begutachtet die MEDICPROOF GmbH nach denselben Richtlinien.

Als Gutachter sind Ärzte und geschulte Pflegefachkräfte bestellt, die sich ein umfassendes Bild von der Pflegesituation machen sollen. Dazu kommt der Gutachter – nach vorheriger Terminabsprache – entweder zu Ihnen nach Hause oder er besucht Sie im Pflegeheim.

Wichtige Hinweise

  • Achten Sie darauf, dass die Pflegeperson beim MDK-Besuch anwesend ist.
  • Beschönigen Sie beim Besuch des MDK nichts. Viele Menschen versuchen, in dieser "Prüfungssituation" ihre Hilfsbedürftigkeit zu überspielen. Der Gutachter sollte jedoch einen möglichst realistischen Eindruck von der Lage bekommen.
  • Bereiten Sie sich auf den Besuch des MDK gut vor. Am besten führen Sie ein Pflegetagebuch, in dem Sie bzw. Ihre Pflegeperson dokumentiert, welche Tätigkeiten Sie selbstständig ohne Hilfe durchführen können und welche Tätigkeiten sie nur eingeschränkt mit Hilfe bewältigen können.

Wie kommt mein Pflegegrad zustande?

MEDICPROOF hat für Sie kurz und bündig zusammengefasst, wie sich der Pflegegrad eines Antragstellers ergibt und bietet Ihnen Aufschluss über das Grundprinzip des neuen Verfahrens ab Januar 2017.

Links zum Thema

Was erwartet mich bei einer Begutachtung? MEDICPROOF, medizinischer Dienst der privaten Krankenversicherung, liefert Antworten und unterstützt Sie bei der Vorbereitung mit nützlichen Tipps.

Konkrete Hilfen zur Begutachtung

Was wird begutachtet?

Der Gutachter hat die Aufgabe, festzustellen, welche Tätigkeiten die betroffene Person noch selbstständig ohne Fremdhilfe ausüben kann. Der zeitliche Aspekt spielt keine Rolle mehr.

Die Person, die Sie pflegt, sollte daher beim Besuch des MDK unbedingt anwesend sein, um die Pflegesituation aus ihrer Perspektive zu schildern.

Zunächst interessiert den Gutachter Ihre aktuelle Versorgungslage: Wer ist an der Pflege beteiligt? Bei welchen Tätigkeiten benötigen Sie Hilfe? Wie gut können Sie sich in Ihrer Wohnung bewegen? Wie ist der Zustand von Kleidung und Körperhygiene? Der zeitliche Rahmen spielt für die Einstufung in den Pflegegrad keine Rolle.

Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung sind relevant

Um den Aufwand für die Pflege zu erfassen, werden die drei Bereiche der Grundpflege – Körperpflege, Ernährung, Mobilität – und die hauswirtschaftliche Versorgung untersucht. Das entscheidende Kriterium soll dabei die Selbstständigkeit der Pflegebedürftigen in Bezug auf ihre körperliche und geistige Verfassung sein. Dabei werden notgedrungen auch Fragen gestellt, die die Schamgrenze verletzen können, zum Beispiel Fragen nach dem Toilettengang.

  

Trotzdem ist es wichtig, alles wahrheitsgemäß zu erläutern und keine Probleme zu verschweigen.

Darüber hinaus nimmt der Gutachter Informationen über aktuelle Erkrankungen und Vorerkrankungen, Medikamente und Zeugnisse der behandelnden Ärzte auf. Auch die Wohnsituation findet Berücksichtigung bei der Beurteilung.
 

Ambulante Pflegerin serviert einer älteren pflegebedürftigen Frau Suppe zum Mittagessen.

Wie läuft der Besuch ab?

Der Besuch des Gutachters dauert etwa eine Stunde. Im Gespräch versucht der Arzt oder die Pflegekraft, zu klären, in welchem Umfang Sie auf Hilfe angewiesen sind und durch welche Maßnahmen Ihre Situation verbessert werden kann. Nutzen Sie die Begutachtung auch als Beratungsgespräch. Der Gutachter kann und soll Ihnen wertvolle Tipps zur Organisation der häuslichen Pflege geben.

Die Überprüfung folgt einheitlichen Richtlinien und wird anhand eines umfangreichen Fragenkatalogs durchgeführt. Der Gutachter fragt z. B., welche Tätigkeiten Sie nicht mehr selbstständig bewältigen können.

Es ist daher sehr hilfreich, im Vorfeld des Besuchs den Aufwand für Pflege und Versorgung über eine längere Zeit zu dokumentieren.

  

Ein weiteres Thema sind Hilfsmittel: Der Gutachter erkundigt sich, ob Sie bereits Hilfsmittel wie z. B. einen Gehwagen nutzen, und berät Sie, wie Sie Ihren Alltag durch geeignete Pflegehilfsmittel leichter bewältigen können.

Zur Mitwirkung verpflichtet

Eine Untersuchung Ihrer körperlichen und geistigen Fähigkeiten steht ebenfalls auf dem Programm. Der Gutachter fordert Sie z. B. auf, aufzustehen und durch die Wohnung zu gehen. Er will sehen, ob Ihre Beweglichkeit ausreicht, um sich selbst die Schuhe anzuziehen, denn das wesentliche Kriterium der Begutachtung ist Ihre Selbstständigkeit. Fragen nach dem gestrigen Tagesablauf testen die Orientierungs- und Merkfähigkeit. Grundsätzlich sind Sie zur Mitwirkung verpflichtet, müssen also alle Angaben machen, die der Beurteilung der Pflegesituation dienen.

Wichtige Information zum Pflegegrad

Wenn der Pflegefall eintritt, machen sich Betroffene häufig Sorgen, ob der benötigte Pflegegrad bewilligt wird. Denn die Frage nach der unabhängigen und fairen Begutachtung durch den Medizinischen Dienst ist umstritten.

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