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Pflegegrad

Worin unterscheiden sich die einzelnen Pflegegrade? Und was genau bedeutet Pflegebedürftigkeit? Wir erklären es Ihnen.

Was heißt pflegebedürftig?

Definition "pflegebedürftig"

Die Zuordnung zu einem der fünf Pflegegrade richtet sich nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit. Aber wann ist man überhaupt pflegebedürftig?

Das Sozialgesetzbuch definiert Menschen als pflegebedürftig, die "wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen."

Was gehört zu alltäglichen Verrichtungen?

Die Alltagstätigkeiten, die bei der Einstufung in den Pflegegrad berücksichtigt werden, sind vier Bereichen zugeordnet:

  • Körperpflege (Waschen, Duschen, Baden, Zahnpflege, Frisieren, Rasieren, Toilettengang)
  • Ernährung (mundgerechte Zubereitung (nicht Kochen) des Essens, Hilfe bei der Nahrungsaufnahme)
  • Mobilität (Aufstehen und Zu-Bett-Gehen, An- und Auskleiden, Gehen und Stehen, Treppensteigen, Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung, z. B. wegen eines Arztbesuchs)
  • Hauswirtschaftliche Versorgung (Einkaufen, Kochen, Putzen, Waschen, Heizen)

   

Entscheidend für den Pflegegrad ist der Hilfsbedarf in der Grundpflege, also Körperpflege, Ernährung sowie Mobilität.

Wer sich hingegen noch selbst waschen und anziehen, alleine essen und sich bewegen kann, aber den Haushalt ohne Unterstützung nicht mehr schafft, wird kaum als pflegebedürftig eingestuft werden.

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Welche Kosten werden übernommen und welche müssen Sie selbst tragen?

Die Pflegegrade

Feststellung von Pflegebedürftigkeit

Ab 2017 wird die Einstufung pflegebedürftiger Personen durch das  Neue Begut­achtungs­assessment (NBA) geregelt. Hierbei werden sowohl körperliche, geistige wie auch psychische Einschränkungen gleichermaßen erfasst.

Der Pflegegrad der pflegebedürftigen Person wird also erstmals in seiner Gesamtheit betrachtet. Das entscheidende Kriterium soll dabei die Selbstständigkeit der Pflegebedürftigen in Bezug auf ihre körperliche und geistige Verfassung sein. Bislang wurde überwiegend der körperliche Aspekt berücksichtigt. Der neue Fokus kommt daher besonders Menschen mit Demenz oder geistiger Behinderung zugute, die bisher benachteiligt wurden.

Maßgeblich bei der neuen Definition des Pflegebedürftigkeitsbegriffs sind die Pflegebedürftigkeit (an sich) und die Beeinträchtigung der Selbständigkeit.

   

Die Pflegereform und die Förderung Demenzkranker

Detaillierte Information rundum das Thema Demenz bietet das Zentrum für Qualität in der Pflege. 

Grundvoraussetzung

Allgemein werden die neuen Pflegegrade wie folgt definiert:

Pflegegrad 1: geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Pflegegrad 2: erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Pflegegrad 3: schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Pflegegrad 4: schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Pflegegrad 5: schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung

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