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Stationäre Pflege

Ganz nach individuellem Wunsch und Grad der Pflegebedürftigkeit bieten Pflegeinrichtungen professionelle Versorgung.

Verschiedene Wohnformen sind möglich

Vollstationäre Unterbringung

Kann der Pflegebedürftige nicht in der eigenen Wohnung oder bei Angehörigen bleiben, ist meist der Umzug in ein Heim erforderlich. Dort stehen rund um die Uhr professionelle Pflegekräfte für die Betreuung zur Verfügung.

Während man früher zwischen Altenwohnheimen, Altenheimen und Pflegeheimen unterschied, ist heute eine Mischungen der drei Formen unter einem Dach üblich:

  • Wohneinheiten mit Küche, in denen sich die Bewohner eigenständig versorgen, aber auch die Gesellschaft der anderen Bewohner in Gemeinschaftseinrichtungen suchen können
  • Wohnungen, in denen die Bewohner Unterstützung im Haushalt und wenn nötig pflegerische Leistungen erhalten
  • Einzel- oder Doppelzimmer, in denen die Bewohner über die hauswirtschaftliche Versorgung hinaus vor allem medizinisch, pflegerisch und sozial betreut werden

Wo der Betroffene am besten untergebracht ist, hängt vom individuellen Hilfs- und Pflegebedarf ab. Verschlechtert sich sein Zustand, kann er innerhalb der Einrichtung umziehen.

  

Wichtig ist es, das Heim sorgfältig auszuwählen. Sehen Sie sich die Einrichtungen, die in Frage kommen, auf alle Fälle genau an. Um einen besseren Überblick und Vergleichbarkeit zu gewährleisten, vergibt der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) mittlerweile sogenannte Pflegenoten für stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen, die auf einer gutachterlichen Prüfung basieren. Die tatsächliche Aussagekraft der Pflegenoten ist allerdings nicht unumstritten.
 

Die richtige und sorgfältige Auswahl des zukünftigen Heims, sollte Ihnen am Herzen liegen.

Passender Videobeitrag

Wir haben zwei interessante Videobeiträge für Sie: Unser "PflegeTIPP" und der "BILD Pflege-Report Deutschland" zeigen Ihnen, alles Wissenswerte rundum das Thema Umzug ins Heim.

Betreutes Wohnen als Alternative

Nicht immer muss es das "klassische" Pflegeheim sein: Zunehmend finden betreute Wohngemeinschaften Verbreitung, wo pflegebedürftige Menschen in familiärer Atmosphäre zusammenleben. Pflege, Haushaltsführung und soziale Betreuung übernehmen Pflegekräfte und Sozialpädagogen je nach Bedarf.

Insbesondere für Demenzkranke, die viel Beaufsichtigung und Anleitung, aber weniger medizinisch-pflegerische Versorgung benötigen, bieten sich solche Wohngemeinschaften an.

Teilstationäre Pflege

Werden Pflegebedürftige nur nachts oder nur tagsüber in einer Pflegeeinrichtung versorgt, spricht man von teilstationärer Pflege. Dies kann eine Lösung sein, wenn die Angehörigen berufstätig sind, aber auch, wenn die psychische und körperliche Belastung durch eine Pflege einfach zu groß wird.

Für die gepflegte Person wird so der vollstationäre Aufenthalt in einem Pflegeheim vermieden, das häusliche Umfeld bleibt länger erhalten.

Teilzeitrechner

Reduzieren Sie Ihre Arbeitszeit, um einen Angehörigen zu pflegen?

Tagespflege

Bei der Tagespflege verbringen die Pflegebedürftigen tagsüber bis zu acht Stunden in der Einrichtung, wo ihnen neben der pflegerischen Versorgung auch Freizeit- und Therapieangebote zur Verfügung stehen. Ein Fahrdienst erledigt den Transfer zwischen Wohnung und Pflegeeinrichtung.

Nachtpflege

In der Nachtpflege erfolgt die Betreuung vom Abend bis zum nächsten Morgen. Dieses Angebot ist vor allem wichtig für Menschen, die nachts sehr unruhig sind oder medizinisch versorgt werden müssen.

Kurzzeitpflege

Bei der Kurzzeitpflege wird der Pflegebedürftige für maximal vier Wochen im Jahr in eine vollstationäre Pflegeeinrichtung aufgenommen.
Häufig benötigt man die Kurzzeitpflege sehr kurzfristig.

Zum Beispiel, wenn sich bei einem Krankenhausaufenthalt herausstellt, dass der Betroffene nach der Entlassung pflegebedürftig sein wird und eine dauerhafte Lösung erst organisiert werden muss, oder wenn der pflegende Angehörige wegen Krankheit oder anderer Krisensituationen die Pflege nicht übernehmen kann.

Im Überblick: Finanzierung

Die Unterbringung im Pflegeheim ist nicht billig: Der Platz in einer vollstationären Einrichtung kostet im Schnitt zwischen 1.500 und 3.500 Euro monatlich. Für die volle Kostendeckung reicht die Leistung der Pflegeversicherung, selbst im Pflegegrad 5, in der Regel nicht aus.

Im nächsten Schritt werden zur Finanzierung die Einkünfte des Pflegebedürftigen herangezogen, also meist die Rente. Genügt das nicht, kann das Sozialamt eingeschaltet werden. Besser abgesichert ist, wer durch eine private Pflegezusatzversicherung vorgesorgt hat.

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Welches Pflegeheim ist nun das richtige für Sie oder Ihre Angehörigen? Worauf gilt es zu achten?

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