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Alle Begriffe mit dem Buchstaben D

Die wichtigsten Begriffe zum Buchstaben „D“ kurz und prägnant erklärt: von Dehydration bis Dysthymie.

D

Dehydration

Als Dehydration bezeichnet man eine gesundheitsgefährdende Austrocknung des Körpers. Mangelnde Flüssigkeitszufuhr, Flüssigkeitsverlust (z. B. bei Durchfall) oder Stoffwechselstörungen können eine Dehydration verursachen. Die Entstehung verschiedener Krankheiten wird dadurch begünstigt.

Dekubitus

Der Begriff Dekubitus (lat. „decubare“ = liegen) bezeichnet ein Geschwür, das bei lang anhaltender Druckeinwirkung entsteht. Vor allem bettlägerige Patienten leiden darunter. Kennzeichnend ist eine Schädigung der Haut im Bereich der Druckstelle sowie des darunterliegenden Gewebes. Im Volksmund heißt es auch „sich wund liegen“.

Delir

Ein Delir ist eine hirnorganische Störung mit psychiatrischen Symptomen. Während eines Delirs können Störungen von Aufmerksamkeit, Bewusstsein und des Schlafrhythmus auftreten. Man unterscheidet zwischen einem hypoaktiven Delir (verminderte Aktivität, Sedierung) und einem hyperaktiven Delir (vermehrte Unruhe). Ursächlich für dieses Syndrom, das Stunden bis Tage andauern kann, können viele Faktoren sein. Operationen, Exsikkose (Austrocknung), Infekte und Elektrolytstörungen sind einige der wichtigsten Auslöser für ein Delir.

Demenz

Demenz (lat. „dementia“ = geistlos) bezeichnet ein Defizit in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten. Meist geht die Demenz mit einer diagnostizierbaren Erkrankung des Gehirns einher. Vor allem das Kurzzeitgedächtnis, das Denkvermögen, die Sprache und die Motorik sind betroffen. In den meisten Fällen ist Demenz eine Folge der Alzheimer-Krankheit. Demenz ist eine der häufigsten Ursachen für Pflegebedürftigkeit.

Depression

Eine Depression ist eine psychische Störung. Sie ist gekennzeichnet durch eine negative Grundstimmung, Freudlosigkeit, Interessenverlust und Antriebsstörung. Häufig besteht eine Denkhemmung mit Konzentrationsstörungen und Grübelneigung. Oft besteht nur noch wenig Eigeninitiative, sodass sich depressive Menschen häufig zurückziehen. Zusätzlich können auch Schlafstörungen, Appetitverlust und verschiedene körperliche Störungen auftreten. Je nach Schweregrad wird eine Depression mit Psychotherapie, Medikamenten oder einer Kombination aus beidem behandelt.

Deprivation

Der Begriff Deprivation (lat. „privare” = berauben) bezeichnet allgemein den Zustand eines Mangels, Entzuges oder Verlustes, der Isolation von etwas Vertrautem oder das Gefühl einer sozialen Benachteiligung. Vor allem nach dem Umzug in ein Pflegeheim oder nach der Einweisung in eine Klinik kann Deprivation zum Problem werden.

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.

Die "Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz" (so der offizielle Name) ist eine Selbsthilfe-Organisation. Die Arbeit innerhalb der Mitgliedsgesellschaften und Landesverbände wird fast nur ehrenamtlich geleistet. Ziel ist es, die Lebenssituation von demenzkranken Menschen und ihren Familien zu verbessern. Weitere Informationen im Internet unter www.deutsche-alzheimer.de

Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. (DV)

Der DV setzt sich aus zahlreichen öffentlichen und freien Trägern zusammen. Er fungiert u. a. als Koordinationsstelle für alle Bestrebungen und Entwicklungen rund um die Bereiche Sozial- und Familienpolitik, Alten- und Krankenpflege, Rehabilitation und Behindertenhilfe. Der DV trifft oft "vorbereitend" gesetzlich relevante Entscheidungen rund um das Thema Pflege und Fürsorge. Weitere Informationen im Internet unter www.deutscher-verein.de

DGGG (Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie e.V.)

Die "Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie e.V." ist eine Vereinigung von Sozialwissenschaftlern, Biologen, Praktikern und Medizinern, die in der Alterskunde und Altersheilkunde tätig sind. Sie fördert die Forschung und Lehre über das Altern in unterschiedlichen Fachdisziplinen. Weitere Informationen im Internet unter www.dggg-online.de

Diabetes insipidus

Der Diabetes insipidus ist eine seltene Krankheit, bei der durch eine Hormonstörung große Mengen an Urin ausgeschieden werden (5-25 Liter pro Tag). Erkrankte haben ständig das Bedürfnis, Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Der Urin kann bei Wasserentzug durch eine Fehlregulation des sogenannten antidiuretischen Hormons (ADH) nicht konzentriert werden.

Diabetes mellitus

Diabetes mellitus (auch Zuckerkrankheit genannt) umfasst eine Gruppe von Stoffwechselkrankheiten, die das ursprüngliche Hauptsymptom beschreibt: Die Ausscheidung von Zucker im Urin. Bei Diabetes mellitus wird das Hormon Insulin nicht im erforderlichen Maße in der Bauchspeicheldrüse gebildet oder es kommt in den Zellen nicht entsprechend zur Wirkung. Die Folge ist eine Überzuckerung des Blutes (Hyperglykämie), der medikamentös (zumeist mit Insulinspritzen) entgegengewirkt werden muss. Als Hauptrisikofaktoren gelten vor allem Bewegungsmangel und Übergewicht (Adipositas).

Dialyse

Bei der Dialyse handelt es sich um ein Blutreinigungsverfahren, das bei Nierenversagen zum Einsatz kommt. Neben der Nierentransplantation ist die Dialyse die wichtigste Ersatztherapie bei Nierenversagen.

Diffusion

Die Diffusion ist ein physikalischer Prozess. Zwei Stoffe, die miteinander in Verbindung stehen, durchmischen sich. Bei Lebewesen wird der Knorpel (z. B. in den Gelenken und Bandscheiben) durch Diffusion mit Nährstoffen versorgt. Knorpel besitzt selbst keine Blutgefäße, deswegen müssen die notwendigen Nährstoffe durch das Gewebe in den Knorpel „diffundieren“. Die Versorgung (Ernährung) der Bandscheibe erfolgt nach dem Prinzip einer Saug-Druck-Pumpe. Bei langfristiger Belastung kommt es zu einer langsamen, aber permanenten Flüssigkeitsabgabe.

Bei Entlastung der Bandscheibe kommt es wieder zu einer Flüssigkeitsaufnahme. Dies führt zu einer nutritiven Versorgung (Ernährung) des Knorpelgewebes. Wegen dieser Art der Versorgung hat Knorpel nur eine geringe Regenerationskapazität. Im Falle der Bandscheiben wird im Laufe des Tages durch den Druck beim Stehen oder Sitzen Flüssigkeit aus dem Gallertkern herausgedrückt. Im Liegen (nachts) entfällt der Druck auf die Wirbelsäule und die Flüssigkeit kann zurückdiffundieren.

Diuretika

Der Begriff Diuretika bezeichnet eine Arzneimittelgruppe, die zur Ausschwemmung von Wasser aus dem Körper eingesetzt wird. Diuretika unterstützen z. B. die Behandlung von Ödemen, Herzinsuffizienz und Hypertonie.

Dranginkontinenz

Als Dranginkontinenz bezeichnet man einen unfreiwilligen Harnverlust, verbunden mit einem starken Harndrang. Obwohl der Schließmuskel meist intakt ist, schildern die Betroffenen den Harndrang als so stark, dass der Urin nicht mehr bis zum Erreichen der Toilette zurückgehaltenwerden kann. Der Blasenmuskel zieht sich plötzlich zusammen. Die Dranginkontinenz lässt sich untereilen in die sensorische und die motorische Dranginkontinenz. Eine weitere Form der Inkontinenz ist die Belastungsinkontinenz.

Durchblutungsstörung

Der eingeschränkte Blutfluss in einem Teil des Gefäßsystems wird als Durchblutungsstörung bezeichnet. Dies führt langfristig zu einer Unterversorgung der Organe und des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen. Die Ursache ist häufig eine Arteriosklerose.

Dysthymie

Als Dysthymie wird eine leichte depressive Verstimmung bezeichnet. Betroffene Personen sind über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren an den meisten Tagen depressiv verstimmt. Zusätzlich können Schlafstörungen, Appetitlosigkeit oder –vermehrung, Erschöpfung und Konzentrationsschwächen auftreten.

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