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Alle Begriffe mit dem Buchstaben G

Die wichtigsten Begriffe zum Buchstaben „G“ kurz und prägnant erklärt: von Gedächtnisambulanz bis Grundpflege.

G

Gedächtnisambulanz

Die Gedächtnisambulanz ist eine spezielle Sprechstunde für Menschen, die eine Minderung ihrer geistigen Leistungsfähigkeit bemerken. Kliniken wollen mit dieser Bezeichnung die Schwellenangst vor einer befürchteten Diagnose (z. B. Demenz) nehmen. Häufig nämlich haben geistige und kognitive Auffälligkeiten ganz andere Ursachen. Neben der ausführlichen Untersuchung werden gezielte Behandlungsvorschläge unterbreitet.

Geriatrie

Die Geriatrie ist eine medizinisch geprägte Teildisziplin sowohl der Gerontologie als auch der Medizin. Im Deutschen wird sie auch als Altersheilkunde bezeichnet. Sie beschäftigt sich mit der Vorbeugung, Erkennung und (Nach-)Behandlung von typischen Erkrankungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen alter Menschen.

Gerontologie

Die Gerontologie ist eine Wissenschaft, die sich mit dem Alter und dem Altern beschäftigt. Interdisziplinär werden dabei Probleme und Phänomene untersucht, die mit dem Älterwerden in Zusammenhang stehen. In der Gerontologie sind Natur-, Human-, Sozial- und Geisteswissenschaftler tätig.

Gestationsdiabetes

Der Gestationsdiabetes ist eine Form des Diabetes, die sich während einer Schwangerschaft manifestiert. In der Schwangerschaft besteht ein erhöhter Insulinbedarf. Kann der Körper nicht genügend Insulin produzieren, entsteht der Gestationsdiabetes. Meist verschwindet diese Diabetesform nach der Schwangerschaft, es besteht allerdings ein erhöhtes Risiko für einen erneuten Gestationsdiabetes während der nächsten Schwangerschaft. Auch das Risiko, dauerhaft an Diabetes mellitus zu erkranken, ist erhöht.

Gewebetoleranz

Der Begriff Gewebetoleranz bezeichnet die Fähigkeit von Haut und Unterhautfettgewebe, den beim Sitzen oder Liegen entstehenden Auflagedruck schadlos auszuhalten. Durch ausreichende Hautpflege, eiweißreiche Ernährung und Förderung der Durchblutung kann die Gewebetoleranz vor allem bei bettlägerigen Patienten erhöht und so einem Dekubitus vorgebeugt werden.

Glukagon

Glukagon ist ein Hormon, welches als Gegenspieler (Antagonist) des Insulins bezeichnet wird. Es wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet. Seine primäre Funktion ist die Erhöhung des Blutzuckerspiegels. Glukagon induziert bei einem Abfall des Blutzuckerspiegels in der Leber den Abbau von Glykogen zu Glukose und fördert die Neubildung von Glukose in der so genannten Glukoneogenese.

Glukokortikoide

Glukokortikoide gehören zu der Gruppe der Steroidhormone. Sie kommen natürlicherweise im Körper als Cortisol und Corticosteron vor, werden aber auch synthetisch hergestellt. Zu den synthetisch hergestellten Glukokortikoiden zählen z. B. Prednisolon und Dexamethason. Medikamentös werden Glukokortikoide unter anderem zur Behandlung von Entzündungen, Allergien und Autoimmunerkrankungen eingesetzt.

Glukose

Glukose, eine Zuckerart, gehört zu der Nährstoffgruppe der Kohlenhydrate. Sie wird mit der Nahrung aufgenommen und im Körper als Energielieferant genutzt. Glukose kann im Organismus gespeichert werden und bei Bedarf wieder freigesetzt werden. Der Glukosegehalt im Blut (Blutzuckerwert) wird durch die Hormone Insulin und Glukagon reguliert.

Glukosurie

Als Glukosurie wird eine abnorm erhöhte Ausscheidung von Glukose mit dem Urin bezeichnet. Die häufigste Ursache für eine Glukosurie ist der Diabetes mellitus. Überschreitet die Glukosekonzentration im Blut einen bestimmten Schwellenwert, wird vermehrt Glukose mit dem Urin ausgeschieden. Auch Erkrankungen der Nieren selbst können eine Glukosurie verursachen. Dies kann unter anderem durch Tumore bedingt sein, durch bestimmte Erbkrankheiten, Entzündungen der Nieren oder Vergiftungen.

Glutamate

Glutamate sind die Salze der Glutaminsäure. Glutaminsäure ist eine Aminosäure, die vom Körper selbst gebildet wird. Sie ist ein wichtiger Botenstoff im Gehirn – ein sogenannter Neurotransmitter. Sie ist u.a. für die Schmerzübertragung zuständig. Glutamate kommen natürlicherweise in vielen Lebensmitteln vor, wie z. B. in Tomaten und Käse. Besonders bekannt ist der Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat.

Graue Substanz

Als graue Substanz wird Hirngewebe bezeichnet, das hauptsächlich Nervenkörper enthält. Hier findet vorwiegend die Informationsverarbeitung des Nervensystems statt. Die graue Substanz bildet im Gehirn die außen gelegene Hirnrinde und innen gelegene Kerne, die von weißer Substanz umgeben sind. Im Rückenmark liegt die graue Substanz innen.

Grundpflege

Grundpflege oder Direkte Pflege bezeichnet in den Pflegeberufen regelmäßig wiederkehrende Pflegeleistungen nicht medizinischer Natur. Diese umfassen die Bereiche Körperhygiene, Ernährung, Mobilität und andere Aktivitäten des täglichen Lebens. Die Durchführung medizinischer Pflegeleistungen wie die Verabreichung von Medikamenten, Injektionen oder Verbandwechsel wird im Gegenzug als Behandlungspflege bezeichnet.

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