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Alle Begriffe mit dem Buchstaben I

Die wichtigsten Begriffe zum Buchstaben „I“ kurz und prägnant erklärt: von Immobilität bis Ischämie.

I

Immobilität

Immobilität bedeutet im medizinischen Sinne, dass ein Patient hauptsächlich ans Bett gefesselt ist (Bettlägerigkeit). Sie entsteht aufgrund einer Bewegungseinschränkung oder Behinderung und kann weitere Folgekrankheiten wie Dekubitus hervorrufen.

Infektion

Unter einer Infektion versteht man das Eindringen und Vermehren von Krankheitserregern in den menschlichen Körper. Je nach Art unterscheidet man zwischen Infektionen durch Bakterien, Pilze, Viren, Würmer und weiteren Erregern. Zu den Infektionskrankheiten zählen u. a. AIDS, Grippe, Hepatitis, Malaria, Tetanus, Tuberkulose u.v.m.

Inkontinenz

Von Inkontinenz wird gesprochen, wenn Stuhl und Urin nicht mehr bis zum Erreichen einer Toilette zurückgehalten werden können. Hierfür können bestimmte Erkrankungen verantwortlich sein, aber auch Bewegungsunfähigkeit oder geistige Verwirrtheit.

Innenohr

Das Innenohr beinhaltet Anteile von zwei Sinnessystemen. Zum einen die Gehörschnecke als Teil des auditiven Systems und zum anderen das Vestibularorgan, welches für den Gleichgewichtssinn zuständig ist. Die Gehörschnecke (Kochlea) wandelt den Schall, der durch das Mittelohr übertragen wird, in Nervenimpulse um. Diese werden dann über den Hörnerv an das Gehirn weitergeleitet.

Insuffizienz

Insuffizienz (lat. = Unzulänglichkeit oder Unfähigkeit) ist der medizinische Begriff für eine eingeschränkte Funktionsfähigkeit bzw. unzureichende Leistung eines Organs oder Organsystems. So wird z. B. von einer Leber-, Herz-, Nieren- oder venösen Insuffizienz gesprochen.

Insulin

Insulin ist ein für Menschen und Tiere lebenswichtiges Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Es ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. Es wird deshalb vor allem bei der Behandlung von Diabetes mellitus eingesetzt. Insulinpräparate werden heute künstlich in großem Umfang hergestellt.

Insulinpumpentherapie

Die Insulinpumpe ist ein kleines, batteriebetriebenes Gerät, das am Körper getragen werden kann. Über einen Katheter wird Insulin in das Unterhautfettgewebe abgegeben. Die Insulinzufuhr besteht aus einer Basalrate, die den Insulingrundbedarf abdeckt und aus einer Abrufrate, die entsprechend der Kohlenhydratmenge, die man mit der Nahrung aufnimmt, auf Knopfdruck abgegeben werden kann.

intensivierte konventionelle Insulintherapie

Die intensivierte konventionelle Insulintherapie ist eine Art der Insulintherapie, bei der viele individuelle Faktoren in die Therapie einfließen. Etwa die Hälfte der benötigten Tagesinsulindosis wird als Basalrate gespritzt. Der Rest verteilt sich auf so genannte Bolusgaben vor den Mahlzeiten. Vor den Mahlzeiten wird der Blutzucker gemessen. Zur Errechnung der nötigen Insulindosis wird außerdem die Menge der geplanten Mahlzeit, die Tageszeit und die geplante körperliche Aktivität einbezogen. Die intensivierte konventionelle Insulintherapie bietet so eine individuell abgestimmte Insulintherapie.

Intensivpflege

Intensivpflege beschreibt die notwendige Pflege- und Versorgungstätigkeit bei lebensbedrohlichen Erkrankungen. Bekanntestes Beispiel hierfür sind die Intensivstationen in Krankenhäusern. Die lebensnotwendige medizinische Versorgung hat bei der Intensivpflege Vorrang vor allen anderen menschlichen Bedürfnissen.

Ischämie

Ischämie beschreibt eine Minderdurchblutung oder auch den Durchblutungsausfall eines Gewebes oder Organs. Kennzeichnend ist ein Sauerstoffmangel im betroffenen Körperbereich. Hält die Ischämie an, kann dies zum Absterben der Zellen führen (z. B. bei einem Herzinfarkt). Ursache ist häufig eine Verengung (z. B. durch Arteriosklerose) oder ein Verschluss der Blutgefäße (z. B. Thrombose, Embolie). Auch Schlaganfälle können ischämisch (Adj.) verursacht werden.

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