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Alle Begriffe mit dem Buchstaben K

Die wichtigsten Begriffe zum Buchstaben „K“ kurz und prägnant erklärt: von Kauda-Syndrom bis Kurzzeitpflege.

K

Kauda-Syndrom

Von einem Kauda-Syndrom spricht man bei einer Kompression der Cauda equina. Das Rückenmark endet im Wirbelkanal zwischen dem ersten und zweiten Lendenwirbel. Darunter verlaufen einige Nerven (Spinalnerven) noch ein Stück im Wirbelkanal, bevor sie durch die Zwischenwirbellöcher der darunterliegenden Wirbel austreten. Diese Nerven sehen zusammen aus wie ein Pferdeschweif, was auf Latein „Cauda equina“ bedeutet. Wird diese komprimiert, so kann es zu folgenden Symptomen kommen: Gefühlsstörungen an den Oberschenkelinnenseiten und der Genital- und Gesäßregion (Reithosenanästhesie), Schmerzen und Lähmungen in den Beinen, Blasen- und Darmentleerungsstörungen, Impotenz und fehlende oder abgeschwächte Reflexe.

Ein Kauda-Syndrom entsteht meist durch eine Raumforderung, wie z. B. durch einen Bandscheibenvorfall, einen Tumor oder ein Trauma im Bereich der Cauda equina. Es handelt sich um einen Notfall, der meist durch eine operative Entlastung des betroffenen Bereichs behandelt wird.

KDA (Kuratorium Deutsche Altershilfe)

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe e.V. (KDA) wurde 1962 von Bundespräsident Heinrich Lübke und seiner Frau Wilhelmine ins Leben gerufen. Es steht heute unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Das KDA entwickelt und fördert Konzepte und Modelle für die Altenhilfe. Weitere Informationen im Internet unter www.kda.de

Kognitiv

Das Adjektiv "kognitiv" umschreibt alle menschlichen Fähigkeiten, die mit dem Wahrnehmen, Denken, Lernen und Erinnern zu tun haben. Das Substantiv lautet Kognition. Im Rahmen der Kognitionswissenschaft werden zudem weitere typisch menschliche Aspekte wie Glaube, Wille, Kreativität, Phantasie usw. interdisziplinär untersucht.

Kohlenhydrateinheit

Siehe: Broteinheit

Komorbiditäten 

Komorbiditäten sind Erkrankungen, die zusätzlich zu einer Grunderkrankung auftreten. Dabei kann die zusätzliche Erkrankung durch die bereits bestehende Grunderkrankung verursacht werden oder auch unabhängig von dieser bestehen.

Konservative Behandlung

Eine konservative Behandlung zielt auf die Therapie und Heilung einer Krankheit ohne eine Operation hin. Zu den konservativen Behandlungsmaßnahmen zählen z. B.: Gipsschiene, Ruhigstellung eines Gelenks, Medikamenteneinnahme, Physiotherapie, Psychotherapie oder diätetische Maßnahmen.

konventionelle Insulintherapie

Die konventionelle Insulintherapie ist ein Therapieschema zur Behandlung des Diabetes mellitus. Zwei- bis dreimal pro Tag wird zu festen Zeitpunkten Insulin gespritzt. Durch das starre Schema muss der Patient seine Essgewohnheiten an die Verabreichung des Insulins anpassen, um Blutzuckerentgleisungen vorzubeugen.

Koronargefäß

Eine Arterie bzw. Vene, die den Herzmuskel mit Blut versorgt oder dieses aus ihm abführt, wird Koronar- oder Herzkranzgefäß genannt. Die Bezeichnung stammt aus dem Lateinischen und beruht auf der kranzförmigen Anordnung der Blutgefäße rund um das Herz.

Koronare Herzkrankheit

Bei der koronaren Herzkrankheit (KHK) handelt es sich um eine Erkrankung der Koronargefäße (Herzkranzgefäße). Sie wird in den meisten Fällen durch Arteriosklerose verursacht und führt zu einer verminderten Durchblutung mit Sauerstoffunterversorgung der Herzmuskulatur. Die koronare Herzkrankheit ist eine chronische Erkrankung, die heute aber medikamentös, therapeutisch und/oder operativ behandelt werden kann.

(Muskel-)Krampf

Ein Muskelkrampf ist eine ungewollte, starke Anspannung der Muskulatur, die meist mit Schmerzen einhergeht. Muskelkrämpfe können verschiedene Ursachen haben. Sie treten im Rahmen von Sport und körperlicher Anstrengung auf, können aber auch Folge von Erkrankungen sein. Hierzu gehören Durchblutungsstörungen und einige neurologische Erkrankungen. Meist liegt die Ursache für einen Muskelkrampf aber in einer Störung des Mineralstoffhaushalts des Körpers. Wenn die Konzentrationen von Magnesium und Kalzium z. B. durch starkes Schwitzen oder auch durch Alkoholkonsum aus dem Gleichgewicht geraten, kann es zu Krämpfen kommen. In den meisten Fällen haben Muskelkrämpfe keinen Krankheitswert.

Krankenbeobachtung

Die Krankenbeobachtung stellt eine wesentliche Grundlage für die Pflegeplanung dar und berücksichtigt sowohl den physischen als auch psychischen Zustand des Patienten. Sie wird durch qualifizierte Kranken- oder Altenpfleger durchgeführt, die z. B. die Vitalfunktionen überprüfen, aber auch Veränderungen registrieren, die sich einer objektiven Messbarkeit entziehen (z. B. Gemütszustände).

Krankenpflege

Die Krankenpflege soll erkrankten, gebrechlichen und verunfallten Menschen eine möglichst selbständige Alltagsbewältigung ermöglichen. Sie umfasst die Förderung der Gesundheit, die Verhütung von Krankheiten sowie die Versorgung und Betreuung kranker, behinderter und sterbender Menschen.

Kurzzeitpflege

Die Kurzzeitpflege (max. vier Wochen pro Kalenderjahr) soll Menschen nach einem Klinikaufenthalt auf die Rückkehr in den eigenen Haushalt vorbereiten oder pflegende Angehörige zeitweise entlasten. Als Leistung der Pflegeversicherung oder des Sozialhilfeträgers ist sie gesetzlich geregelt. Die Kosten für die Kurzzeitpflege werden bei erfolgreicher Beantragung von der Pflegekasse übernommen.

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