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Alle Begriffe mit dem Buchstaben M

Die wichtigsten Begriffe zum Buchstaben „M“ kurz und prägnant erklärt: von Magersucht bis Multiple Sklerose.

M

Magersucht

Siehe: Anorexia nervosa

Magnetresonanztomographie

Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist ein bildgebendes Verfahren, das zur Diagnostik verwendet wird. Hierbei wird der Körper kurzzeitig einem extrem starken Magnetfeld ausgesetzt. Dadurch nehmen v.a. Wassermoleküle kurzfristig Energie auf und geben sie beim Abschalten des Magnetfeldes als messbaren Impuls wieder ab. Aus diesen Impulsen kann ein dreidimensionales Bild errechnet werden. Im Gegensatz zur Computertomographie (CT) kommt es hier zu keiner Belastung durch Röntgenstrahlen. Außerdem lassen sich innere Organe mit diesem Verfahren besonders gut darstellen. Durch Einspritzen von speziellen Kontrastmitteln lassen sich einzelne Organe sowie Knochen, Blutgefäße oder auch abgestorbenes Gewebe gut darstellen.

Makro-/Mikroangiopathie bei Diabetes mellitus

Zu den Komplikationen, die durch Diabetes mellitus entstehen können, gehören auch Gefäßschäden (Angiopathien). Man unterscheidet zwischen einer unspezifischen Makroangiopathie und einer diabetesspezifischen Mikroangopathie.

Die Makroangiopathie betrifft die größeren Blutgefäße des Körpers. Sie werden durch Arteriosklerose geschädigt. Die Entstehung der Arteriosklerose wird durch den dauerhaft hohen Blutzuckerspiegel bei Diabetikern begünstigt. Zusätzlich tragen ein ungesunder Lebensstil mit u.a. Übergewicht, Bewegungsmangel, Zigaretten- und Alkoholkonsum zur Krankheitsentstehung bei. Die Makroangiopathie begünstigt wiederum die Entstehung weiterer Krankheiten. Dazu gehören die koronare Herzkrankheit, ein erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko, sowie die periphere arterielle Verschlusskrankheit.

Die diabetische Mikroangiopathie ist eine Erkrankung der kleinen Blutgefäße, den Arteriolen und Kapillaren. Sie sind umgeben von einer dünnen Membran, welche durch anhaltende Blutzuckererhöhung verdickt wird. Durch die Verdickung der Membran können Schäden an den Nieren, der Netzhaut und den Nerven entstehen.

Memantin

Memantin ist ein medikamentöser Wirkstoff, der das Erkennen von Lernsignalen im Gehirn fördert und somit zu einer verbesserten psychischen und physischen Aktivität führen kann. Er wird vor allem bei Alzheimer- und Demenz-Patienten eingesetzt. Die Wirksamkeit von Memantin wird in der Medizin jedoch kontrovers diskutiert.

Meningitis

Eine Meningitis ist eine Entzündung der Hirnhäute. Sie kann durch Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten verursacht sein. Es können starke Kopfschmerzen, Nackensteife, Fieber und eine Minderung der Wachheit auftreten. Weitere Symptome können Übelkeit, Erbrechen und neurologische Störungen (Gefühlsstörungen, Lähmungen etc.) sein. Zur Diagnostik wird meist eine Liquorpunktion durchgeführt. Die Therapie ist abhängig von der Erregerart. So wird eine bakterielle Meningitis mit Antibiotika behandelt und eine virale Meningitis mit Virostatika.

metabolisches Syndrom

Das metabolische Syndrom beschreibt eine Kombination von 4 Faktoren:

  • Störung des Glukosestoffwechsels (Glukosetoleranzstörung)
  • Störung des Fettstoffwechsels
  • Bluthochdruck
  • starkes Übergewicht

Es entsteht meist durch einen ungesunden Lebensstil mit wenig Bewegung und ungesunder Ernährung. Die Konstellation der Risikofaktoren begünstigt die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus Typ II.

Metabolismus

Hierbei handelt es sich um den medizinischen Fachausdruck für den Stoffwechsel. Der Begriff bezeichnet die Aufnahme, den Transport und die chemische Umwandlung von Stoffen in einem Organismus sowie die Abgabe von Stoffwechselendprodukten an die Umgebung.

Mikroalbuminurie

Als Mikroalbuminurie wird eine Albuminausscheidung mit dem Urin zwischen 20 und 200 mg pro Liter bezeichnet. Albumin ist ein Protein, welches sich im Blut befindet. Normalerweise gelangen Proteine nicht durch den „Filter“ der Niere in den Urin. Wird Albumin im Urin nachgewiesen, ist dies ein Hinweis auf eine Nierenschädigung (z.B. durch Diabetes mellitus).

Mineralstoffe

Alle Gewebe und Flüssigkeiten unseres Körpers enthalten unterschiedlichste Mengen an Mineralstoffen, die z.B. in Knochen, Zähnen, Bindegeweben, Muskeln und Nervenzellen gebunden sind. Es sind lebensnotwendige anorganische Nährstoffe, die im Gegensatz zu einigen Zucker-, Eiweiß- und Fettverbindungen vom Körper nicht selbst gebildet werden können. Sie müssen dem Organismus mit der Nahrung zugeführt werden. Zu den Mineralstoffen gehören auch die Spurenelemente.

Mittelohr

Das Mittelohr ist ein mit Luft gefüllter Hohlraum. Zum äußeren Ohr ist es durch das Trommelfell abgegrenzt. Im Mittelohr befinden sich die Gehörknöchelchen: Hammer, Amboss und Steigbügel. Sie übertragen die Schwingungen des Trommelfells, die durch die Schallwellen entstehen, auf das Innenohr. Das Mittelohr ist über die sog. Ohrtrompete (Tuba auditiva) mit dem Nasenrachenraum verbunden. So kann immer ein Luftdruckausgleich stattfinden. Außerdem zieht die Chorda tympani durch das Mittelohr. Hierbei handelt es sich um einen Nerv, der Geschmacksinformationen von den vorderen zwei Dritteln der Zunge an das Gehirn weiterleitet und außerdem die Sekretion der unteren Speicheldrüsen und Zungendrüsen anregt.

Morbus Crohn

Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung. Der Krankheitsverlauf beginnt häufig schleichend in jungen Jahren und verläuft dann in Schüben. Männer sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Die Ursache ist noch nicht geklärt.

Motorik

Motorik bezeichnet die Fähigkeit zur Bewegung. Man kann zwischen willkürlicher und unwillkürlicher Motorik unterscheiden. Willkürmotorik bezeichnet alle bewussten Bewegungen, wie z. B. die Armbewegungen beim Schreiben. Zur unwillkürlichen Motorik gehören z. B. Reflexe.

Multimorbidität

Leidet eine Person an mehreren behandlungsbedürftigen Krankheiten gleichzeitig, spricht man von Multimorbidität. Sie tritt häufig dann ein, wenn bereits eine chronische Erkrankung vorliegt. Vor allem ältere Menschen sind betroffen.

Multiple Sklerose

Bei der Multiplen Sklerose handelt es sich um eine bislang unheilbare chronische Entzündung des zentralen Nervensystems. Die Ursachen sind noch ungeklärt. Die Krankheit kann bereits im jungen Erwachsenenalter auftreten, über einen langen Zeitraum verlaufen und unter Umständen tödlich sein.

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