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Alle Begriffe mit dem Buchstaben S

Die wichtigsten Begriffe zum Buchstaben „S“ kurz und prägnant erklärt: von Schädel-Hirn-Trauma bis Syndrom.

S

Schädel-Hirn-Trauma

Als Schädel-Hirn-Trauma (auch SHT) bezeichnet man jede Verletzung des Schädels mit Hirnbeteiligung, aber keine reinen Schädelfrakturen oder Kopfplatzwunden. Ein leichtes SHT wird auch als Gehirnerschütterung bezeichnet.

Schlaganfall

Als Schlaganfall bezeichnet man in der medizinischen Umgangssprache eine plötzlich auftretende Gehirnerkrankung, die häufig Ursache einer dauerhaften Behinderung und damit Pflegebedürftigkeit ist. Es gibt verschiedene Arten von Schlaganfällen. Ursache ist entweder eine Hirnblutung oder eine Minderdurchblutung des Gehirns. Weitere Informationen können Sie unter "Wenn das Gehirn schaden nimmt" nachlesen.

Sekundäre Wundheilung

Sekundäre Wundheilung findet statt, wenn bei einer Verletzung größere Gewebestücke verloren gehen, die Wunde infiziert ist und/oder die Wundränder nicht direkt aneinander gelegt werden können. Zunächst muss vom Körper sogenanntes Granulationsgewebe gebildet werden, das die Wunde auffüllt. Erst dann kann die Wunde geschlossen werden.

Senilität

Älterer Begriff für Demenz.

Seniorenberatungsstelle

Seniorenberatungsstellen geben älteren Menschen Rat und Auskunft zu allen seniorenrelevanten Themen. Einige Institutionen bieten auch einen mobilen Beratungsservice an.

Seniorenheim (Seniorenresidenz)

Ein Seniorenheim bzw. Seniorenresidenz ist eine Wohneinrichtung zur Betreuung und Pflege älterer Menschen. Im Gegensatz zum Pflegeheim muss nicht notwendigerweise eine Pflegebedürftigkeit angezeigt sein. Meist steht soziale Integration der Bewohner im Vordergrund sowie die Entlastung von zunehmend beschwerlichen Alltagsaufgaben.

Sensomotorik

Als Sensomotorik bezeichnet man das Zusammenspiel, die Steuerung und die Kontrolle aller Bewegungsabläufe im menschlichen Organismus. Der Wiederaufbau von gestörten sensomotorischen Funktionen ist beispielsweise Gegenstand der Ergotherapie und Physiotherapie.

Septisch

Septisch bedeutet, dass etwas durch Erreger (z. B. Bakterien) verunreinigt ist. Hierbei kann es sich z. B. um eine Wunde handeln oder um ein Krankheitsbild, das mit einer Sepsis (Blutvergiftung) einhergeht.

Sequestration

Als Sequestration bezeichnet man in der Medizin Vorgänge, bei denen Gewebe, das nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird, abgekapselt und abgestoßen wird. Ein Bandscheibensequester ist Bandscheibengewebe, das den Kontakt zur Bandscheibe verloren hat und in den Rückenmarkskanal gerutscht ist.
Knochensequester sind abgestorbene Knochenanteile, die vom restlichen gesunden Knochengewebe abgekapselt sind. Als Lungensequester bezeichnet man Lungengewebe, das keinen Anschluss an das Atmungssystem (Luftröhre und Bronchien) hat und somit funktionslos ist.

Somatisch

Somatisch (griechisch "soma" = Körper) bedeutet in der medizinischen Fachsprache soviel wie "körperlich". Der Begriff grenzt alle psychischen Erkrankungen aus und solche, denen keine organische Ursache zugrunde liegt.

Spinalnerv

Als Spinalnerven bezeichnet man die Nerven, die das Rückenmark durch die Zwischenwirbellöcher der Wirbelsäule verlassen. Sie enthalten einerseits Nervenfasern, die Informationen und Befehle vom Gehirn in die Körperperipherie senden und andererseits solche, die Informationen aus der Körperperipherie an das Gehirn weiterleiten. Ein Spinalnerv versorgt jeweils einen bestimmten Körperbereich.

Spurenelemente

Spurenelemente sind Mineralstoffe, also anorganische Nährstoffe, die der menschliche Organismus nur in sehr geringen Mengen (Spuren) benötigt. Hierzu zählt z. B. Kupfer.

Stationäre Pflege

Verbringt ein Patient mehr als 24 Stunden am Stück in einer medizinischen Versorgungseinrichtung (ob Krankenhaus oder Pflegeheim), spricht man von stationärer Behandlung bzw. stationärer Pflege. Sie steht damit im Gegensatz zur ambulanten Pflege.

Sterbebegleitung

Krankenhäuser und Pflegeheime sind heutzutage dazu verpflichtet, gute Bedingungen für ein würdevolles Sterben auch innerhalb ihrer Einrichtungen zu schaffen. Begleitung impliziert im Gegensatz zur Betreuung, dass der Patient selbst über seine nächsten Schritte entscheiden kann.

Sturzprophylaxe

Stürze sind eine der häufigsten Ursachen für die Pflegebedürftigkeit älterer Menschen. Im Rahmen der Sturzprophylaxe sollen Stürze und Sturzfolgen insbesondere in Pflegeeinrichtungen vermieden werden, indem ursächliche Risiken und Gefahren erkannt und ausgeräumt werden. Hierzu gehören bauliche Maßnahmen genauso wie die besondere Schulung des Pflegepersonals.

Subarachnoidalblutung

Die Subarachnoidalblutung ist häufige Ursache für einen Schlaganfall. Der Begriff bezeichnet das Platzen eines Blutgefäßes im Gehirn, woraufhin das austretende Blut in einen mit Hirnflüssigkeit gefüllten Raum gelangt. Dies kann glimpflich verlaufen, aber auch dauerhafte Hirnschädigungen hervorrufen.

Superinfektion

Als Superinfektion wird meist eine Infektion mit Bakterien bezeichnet, die infolge einer viralen Infektion auftritt. Häufig ist dies der Fall bei viralen Atemwegsentzündungen (z. B. Grippe), die im Verlauf mit Bakterien „superinfiziert“ werden. Man spricht auch von einer Superinfektion, wenn sich eine zunächst keimfreie Wunde im Nachhinein mit Bakterien infiziert. Dies kann z. B. Folge einer Wunddehiszenz oder einer Durchblutungsstörung sein.

Symptom

Als Symptom bezeichnet man ein Anzeichen, das in der Medizin oder Psychologie auf eine bestimmte Erkrankung oder Verletzung hindeutet. Symptome können in subjektive (durch den Betroffenen wahrnehmbare) und intersubjektive (von außen wahrnehmbare) Krankheitszeichen unterteilt werden. So kann z. B. Schlaflosigkeit ein Symptom bei Hypertonie sein oder Übelkeit ein Symptom einer Magen-Darm-Infektion.

Syndrom

Das gleichzeitige Auftreten verschiedener Symptome bzw. Krankheitsmerkmale wird auch Syndrom genannt. Von Syndrom wird vor allem dann gesprochen, wenn sich unterschiedliche Symptome in einen kausalen, d. h. sich gegenseitig bedingenden Zusammenhang bringen lassen.

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