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Alle Begriffe mit dem Buchstaben W

Die wichtigsten Begriffe zum Buchstaben „W“ kurz und prägnant erklärt: von Wechselwirkung bis Wundverschluss.

W

Wechselwirkung

Die gegenseitige Beeinflussung der Wirksamkeit mehrerer Medikamente – manchmal auch unterstützt durch die Inhaltsstoffe bestimmter Lebensmittel – wird Wechselwirkung genannt.

Weiße Substanz

Als weiße Substanz wird Hirngewebe bezeichnet, das hauptsächlich Nervenfasern enthält. Hier findet vorwiegend die Reizweiterleitung statt. Im Gehirn befindet sich die weiße Substanz in tieferen, innen gelegenen Gebieten. Im Rückenmark liegt die weiße Substanz außen.

Wohlfahrtsverband

Ein Wohlfahrtsverband hat die Zielsetzung, innerhalb der eigenen Gesellschaft zur Lösung von individuellen oder gesellschaftlichen Problemlagen beizutragen. Wohlfahrtsverbände können regional, bundesweit oder international tätig sein.

Wohngruppen

In einer Wohngruppe leben mehrere alte, psychisch labile, kranke und/oder pflegebedürftige Menschen zusammen. Wie in einer Wohngemeinschaft werden Bad, Küche und Wohnzimmer zumeist geteilt, während jeder Bewohner sein eigenes Schlafzimmer hat. Die Betreuung einer Wohngruppe erfolgt in der Regel durch Sozialpädagogen oder anderem Fachpersonal. Träger einer Wohngruppe ist in den meisten Fällen der Staat oder einer der großen Wohlfahrtsverbände wie beispielsweise das Rote Kreuz oder die Caritas.

Wunddehiszenz

Als Wunddehiszenz wird der Zustand einer Wunde bezeichnet, bei dem die Wundränder nach Verschluss wieder auseinander weichen. Dies kann geschehen, wenn eine Wunde unter großer Spannung steht.

Wunddrainage

Eine Wunddrainage wird meist nach größeren Operationen oder Verletzungen angelegt. Hierzu wird ein Schlauch mit dem einen Ende in die Wunde eingelegt und mit dem anderen Ende einige Zentimeter außerhalb des Wundgebiets durch die Haut nach außen geleitet. Der Schlauch wird mit einem Behälter verbunden, der unter Unterdruck steht. Auf diese Weise wird ein Sog in der Wunde erzeugt, der die Adaptation der Wundflächen verbessert, das Wundsekret ableitet und damit insgesamt die Wundheilung fördert.

Wundverschluss

Als Wundverschluss bezeichnet man das chirurgische Verschließen von Verletzungen oder operationsbedingten Wunden. Liegt eine saubere, frische Wunde vor, so kann diese mit Hilfe verschiedener Techniken verschlossen werden. Kleinere Schnitt- oder Platzwunden werden häufig durch einen Gewebekleber oder sog. Steristrips (spezieller Klebestreifen zum Wundverschluss) verschlossen. Wundränder größerer Wunden, die glatt aneinander liegen, können durch Nähte oder durch Klammern verschlossen werden.

Ist die Wunde jedoch schon alt, infiziert oder lassen sich die Wundränder nicht aneinander legen, so erfolgt zunächst eine offene Wundbehandlung. Wenn die Infektion erfolgreich behandelt wurde und der Körper neues Gewebe gebildet hat, kann die Wunde, falls nötig, später chirurgisch verschlossen werden.

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